Sonntag, 23.09.2018

»Ich glaube manche feiern immer noch«

Meister-Porträt Mittwoch, 30.05.2018 - 17:47 Uhr

In der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 3 krön­ten sich die Sport­f­reun­de Hau­sen in ei­nem pa­cken­den Fi­na­le ge­gen den FC Klein­wall­stadt zum Meis­ter und si­cher­ten sich da­mit den Auf­s­tieg in die Kreis­klas­se. Grund ge­nug, um mit Hau­sens Sport­vor­stand Klaus Völ­ker die gran­dio­se Run­de Re­vue pas­sie­ren zu las­sen.

Ihr habt euch die Meisterschaft mit einem bravourösen 4:0 in Eisenbach am letzten Spieltag in einem spannenden Fernduell gegen Kleinwallstadt gesichert. Inwieweit war das exzellente Spiel etwas ganz Besonderes?
Völker: Weil wir plötzlich etwas zu verlieren hatten. Wir haben die Tabellenführung ja erst kurz vor Saisonende punktgleich mit Kleinwallstadt übernommen. Die Anspannung war die ganze Woche und vor allem am Spieltag mit Händen zu greifen. Die Jungs waren vor dem Spiel unheimlich konzentriert, so wie ich es noch nie erlebt habe. Die Ansprache von Ralf Schäfer, die motivierenden Worte von Kapitän Stephan Ehler sowie der Kurzbesuch von Bürgermeister Manfred Schüßler in der Kabine waren schon vor der Begegnung etwas Besonderes. Dass uns die Eisenbacher nichts schenken würden, war für uns noch zusätzlich Motivation. Wir haben das Spiel vom Anpfiff weg dominiert und als Christopher Braun nach 36 Minuten der Führungstreffer gelang, war der Bann gebrochen. Auch die vielen mitgereisten Fans, die uns lautstark unterstützten, haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir dann im zweiten Durchgang weiter nach vorne spielten und die Entscheidung durch Mayerer und zweimal Hirsch herbeigeführt haben. Nach dem Spiel gab es natürlich kein Halten mehr. Die Feier mit den Fans und der Empfang in Hausen, einfach phänomenal. Ich glaube manche feiern immer noch!

Ihr habt die komplette Spielzeit dominiert und nur eine Partei verloren. Gab es für Sie besondere Schlüsselspiele in der Saison, in denen du gemerkt hast, dass die Meisterschaft drin ist?
Völker: WeilDie Spiele gegen die direkten Konkurrenten Kleinwallstadt und Stockstadt stehen da an erster Stelle. Zu Hause haben wir nach Rückständen noch den Ausgleich geschafft und die Auswärtsspiele sind jeweils mit 1:0 an uns gegangen. Da hatten wir im direkten Vergleich die Vorteile auf unserer Seite. Selbst die einzige Niederlage in Wörth zähle ich dazu, weil wir aus dem Spiel die richtigen Lehren gezogen haben, danach noch enger zusammengerückt sind und die Meisterschaft erst recht wollten. Dass wir in der Saison vorne dabei sein können, war schon in den Vorbereitungsspielen zu sehen. Uns hatte ja im Vorfeld kaum einer auf der Rechnung. Zum Ende der Vorrunde waren wir dann sicher, dass dieses Jahr der große Wurf gelingen kann.

Welche hervorstechenden Stärken sprichst du deinem Team zu?
Völker: WeilWir haben dieses Jahr ganz klar Maßstäbe in der Defensivarbeit gesetzt. Elf Gegentore und 15-mal zu Null, nur zwei Gegentore auswärts, das war sicherlich die Grundlage zum Titel. Auch die Mischung von jungen und erfahrenen Spielern war sicher eine weitere Stärke. Unser Trainer Ralf Schäfer hat es sehr gut verstanden aus vielen individuell guten Spielern eine homogene Mannschaft zu formen. Der Kader ist auch in der Breite gut aufgestellt und wir konnten sehr oft mit der gleichen Startelf antreten. Von Verletzungspech sind wir auch lange verschont geblieben, bis auf TW Carlos Christ der schon seit der Vorrunde mit Knieverletzung fehlt und Dominik Noe, der sich in Roßbach einen Kreuzbandriss zugezogen hat. In der Offensive haben wir mit Andre Hirsch, Jan-Luca Jung, Christopher Braun und Dominik Noe einige Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Auch die häufigen Wechsel der Torhüter waren für die Truppe kein Problem. Und wir hatten auch in manchen Spielen das nötige Quäntchen Glück, das uns in den vergangenen Jahren manchmal gefehlt hat. Dieses Jahr hat halt Vieles zusammengepasst.

Ein kurzer Ausblick auf die nächste Saison: Mit welcher Zielsetzung geht ihr in die neue Runde?
Völker: WeilDas primäre Ziel kann erst mal nur der Klassenerhalt sein. In der Kreisklasse weht ein anderer Wind. Die Mannschaft hat sicher das Potenzial um die Klasse zu halten, aber wir werden sehen wie es läuft. Vielleicht können wir den Schwung des Aufstiegs mitnehmen und für die eine oder andere Überraschung sorgen. Es wird auch darauf ankommen, wie wir das hoffentlich nicht endgültige Karriereende von Steven Nebel verkraften können, der die Saison seines Lebens gespielt hat. Ein weiteres Ziel ist, dass sich die Spieler in der Kreisklasse weiterentwickeln. Ich denke wir haben mit Ralf Schäfer und Jochen Völker ein gutes Trainergespann damit uns das mittelfristig gelingt.

Paul Heinrich

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