Donnerstag, 15.11.2018

»Tiefenentspannt« ins Meisterschaftsfinale

A-Klasse AB 3:Kleinwallstadt und Hausen kämpfen am Pfingstmontag im Fernduell um den Titel – »Unser Ziel ist der Aufstieg«

Donnerstag, 17.05.2018 - 14:43 Uhr

»Ich bin völ­lig tie­fen­ent­spannt«, sagt Ste­fan Benk­stein. Kaum zu glau­ben, denn es geht am letz­ten Spiel­tag in der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 3 für sei­nen FC Klein­wall­stadt näm­lich noch ein­mal um die Wurst. Am Pfingst­mon­tag kämp­fen der SVK und die punkt­g­lei­chen Sport­f­reun­de Hau­sen im Fern­du­ell um die Meis­ter­schaft.

Für den Vorsitzenden Sport aber kein Grund zur Panik. Er weiß, sein Team hat es nicht mehr in der eigenen Hand.

Im direkten Vergleich vorne

Hausen hätte – Siege für beide Spitzenteams vorausgesetzt – wegen des direkten Vergleichs die Nase vorne. »Wenn Hausen am Montag gewinnt, haben sie es auch verdient, dann sind wir die ersten, die gratulieren«, sagt Benkstein.

Auf Gratulationen hofft man bei den Sportfreunden. Doch Spielausschussvorsitzender Alexander Braun will dem »Meisterbraten« noch nicht so recht trauen.« Wir haben noch ein schweres Spiel in Eisenbach vor der Brust. Da müssen wir 100 Prozent bringen.« Braun glaubt auch nicht, dass Eisenbach die Partie nicht mit vollem Ernst angehen wird, auch wenn es für Olympia um nichts mehr geht. »Ich bin Sportsmann. Man sollte jedes Spiel auch gewinnen wollen. Wichtig ist, dass es am Ende fair zugeht«, lautet sein Credo. »Ich denke nicht, dass Eisenbach das letzte Heimspiel verlieren will. Die wollen sich ordentlich von ihren Fans verabschieden. Ich erwarte einen guten Gegner«, schlägt Hausens Coach Ralf Schäfer in die selbe Kerbe. Auch er weiß natürlich, dass es sein Team in der eigenen Hand hat. Ob das aber ein Vorteil ist? »Das weiß man nicht. Wir haben was zu verlieren, der Druck ist schon da«, sagt er. Sein Rezept: »Wir gehen es ganz normal an.«

Das möchte auch Stefan Benkstein. »Wir wollen es so angehen, als ob es ein normales Spiel ist«, sagt er über das Match in Rück-Schippach, fügt aber sofort hinzu: »Aber wissen, dass es kein normales Spiel ist. Das ist bestimmt im Unterbewusstsein vorhanden.« Auch deshalb ist er sich sicher: »Es wird ein Nervenspiel – für beide Teams. Wer seine Nerven besser im Griff hat, der wird Meister.«

Nervenflattern

Nervenflattern könnten auch die Ergebnisse vom anderen Sportplatz verursachen. »Es ist davon auszugehen, dass wir wissen, wie es bei Kleinwallstadt steht«, sagt Alexander Braun. Auch Stefan Benkstein setzt auf aktuelle Infos. Ob er aber die Mannschaft über das Ergebnis der Hausener Sportfreunde auf dem Laufenden halten wird, weiß er noch nicht.

Stark konzentriert ins Spiel

»Unser Ziel ist der Aufstieg«, sagt Alexander Braun, »die Meisterschaft wäre sehr wichtig für den Verein, deshalb müssen wir stark konzentriert ins letzte Spiel gehen.« Braun und Coach Schäfer setzen im Finale auf die eigenen Stärken. »Wir haben eine gute Mannschaft und eine extrem gute Defensive«, ist Schäfer optimistisch. Allerdings muss er mit Dominik Noe (10 Treffer) auf einen wichtigen Akteur verzichten. Er hat sich vor zwei Wochen das Kreuzband gerissen.

Bei Kleinwallstadt sind laut Stefan Benkstein »alle Mann an Bord«. Mit ein Grund, warum er tiefenentspannt ist. Einen anderen Grund schiebt er nach: »Wir haben jetzt schon mehr erreicht, als vor der Saison gedacht, liegen weit vor unserem Ziel. Wir nehmen alles was kommt.« Zur Not auch die Relegation. »Die Jungs sind gut drauf, haben Spaß. Es herrscht eine positive Anspannung«, beschreibt er die Stimmung.

OLIVER BANACH
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