Sonntag, 18.11.2018

Krausenbacher setzen auf Initialzündung

A-Klasse AB 3 Donnerstag, 23.08.2018 - 13:51 Uhr

Der TSV Krausenbach startet mit einem Heimspiel gegen Roßbach in die Saison. Beim Trainertrio besteht namentliche Verwechslungsgefahr.

Drei MGs auf der Kom­man­do­brü­cke, das ver­heißt doch Feu­er­kraft! »Ich se­he un­se­re Stär­ken fast de­fen­siv«, sagt da­ge­gen Ma­rio Gey­er. Mit dem Bru­der­paar Mar­cel und Mau­ri­ce Gey­er bil­det der 29-Jäh­ri­ge das Trai­ner­team des TSV Krau­sen­bach. Der Kreisklasse-Absteiger greift am Sonntag am zweiten Spieltag der Fußball-A-Klasse Aschaffenburg 3 zu Hause gegen die Spielvereinigung Roßbach ins Geschehen ein. »Wir wollen einen ordentlichen Start, damit wir nicht gleich hinterherhinken«, sagt Mario Geyer.
Denn nach dem spielfreien Auftakt setzen die Krausenbacher wegen der eigenen Kerb am ersten September-Wochenende erneut aus. Deshalb gibt Mario Geyer als Ziel für die erste Partie aus: »Wir wollen natürlich gewinnen. Und wenn wir alles in die Waagschale werfen, sollte es ein Dreier werden.«
Roßbachs Spielertrainer Timo Stapf geht mit Respekt in das erste Auswärtsspiel seiner Mannschaft. »Krausenbach hat eine starke Mannschaft - gespickt mit Spielern, die schon einige Ligen höher gespielt haben. Das wird eine schwere Aufgabe, auf die ich mich aber freue«, sagt der 33-Jährige.

Zum Auftakt abschlussschwach

Zum Auftakt unterlagen seine Roßbacher zu Hause Rot-Weiß Weibersbrunn mit 0:2. Für Stapf eine vermeidbare, aber letztendlich verdiente Niederlage: »Wenn man seine Chancen nicht nutzt, kann man keine Spiele gewinnen.« In der Chancenverwertung sieht der Coach aktuell das große Defizit seiner Truppe.
Als taktische Marschroute für die Partie am Sonntag gibt Stapf aus: »Für uns ist wichtig, in der Abwehr erstmal gut zu stehen. In der Offensive müssen wir dann die wenigen Chancen, die sich uns ergeben, endlich mal in Tore umwandeln.«
Krausenbachs Mario Geyer erwartet einen Gegner mit guten und schnellen Einzelspielern. Er hat sich die aktuelle Aufstellung der Roßbacher angeschaut und noch einige Namen entdeckt, die schon bei den bislang letzten Aufeinandertreffen im Ligabetrieb auf dem Platz standen.
In der Saison 2015/16 gewann der TSV ebenfalls in der A-Klasse 3 4:0 und 3:0 gegen die Spielvereinigung und stieg am Ende als Meister in die Kreisklasse auf. Roßbach musste als Schlusslicht den Gang in die B-Klasse antreten. Nach dem sofortigen Wiederaufstieg stand in der Abschlusstabelle der vergangenen Saison der erste Nichtabstiegsplatz zu Buche. Krausenbach dagegen verpasste mit nur zwei Siegen und sechs Unentschieden in 26 Partien klar den Klassenerhalt in der Kreisklasse 3.
Frühzeitig hatten sich in der Vorrunde die Wege des TSV und des Spielertrainers Lukas Salg getrennt. Unter seinen drei Nachfolgern hat der 33 Jahre alte Marcel Geyer, der diese Saison nicht mehr aufläuft, die Federführung. »Unser Triumvirat« nennt Krausenbachs Pressesprecher Roland Kleiner das Trio mit einem Augenzwinkern. Mario Geyer spricht lachend von einem »Dreigestirn«, das garantieren soll, dass die Mannschaft nie ohne Trainer auskommen muss: »Marcel ist beruflich sehr eingespannt, ich arbeite Schicht.«

Missverständnis Meistertipp

Maurice Geyer, mit 25 Jahren der jüngste im Bunde, war in der vergangenen Spielzeit mit neun Treffern bester Torschütze des TSV. Soll er mithelfen, die Mannschaft umgehend zurück in die Kreisklasse zu schießen? Immerhin haben die Krausenbacher in unserer Main-Kick-Saisonbeilage auf sich selbst als Meister getippt. »Da wurde vereinsintern etwas missverstanden«, sagt Mario Geyer ohne Grimm. »Wir haben viele junge Spieler und wollen keinen Druck aufbauen.«
Die Zugänge, allesamt von der JFG Elsavatal, zu deren Stammvereinen der TSV gehört, hätten sich »gut integriert und sind willig«, berichtet Mario Geyer, der neben dem Teamgeist die läuferische und kämpferische Einstellung der Mannschaft lobt. Am Spielerischen hapere es noch, »aber das kommt eben nicht von heute auf morgen.« Vorrangiges Ziel sei eine konstante Runde.
Der erste Krausenbacher Gegner will vor allem die Klasse halten. Spielertrainer Timo Stapf glaubt allerdings auch, dass seine Roßbacher für Überraschungen sorgen können. »Ich habe eine junge Truppe, die unberechenbar ist. An einem guten Tag können wir jede Mannschaft in der Liga ärgern. Dazu muss aber jeder seine Leistung abrufen.«
Dass Roßbach diese Saison mit Eintracht Leidersbach eine gemeinsame Reserve stellt, die in der A-Klasse 4 spielt, beeinträchtige seine Arbeit nicht, sagt Stapf. Das sei »aktuell die beste Lösung«. Mit Sebastian Weis und Daniel Schleifmann seien zwei alte Bekannte, mit denen er über Jahre in der Jugend gespielt habe, für die Mannschaft verantwortlich. »Wir haben ähnliche Ansichten und der Austausch klappt ohne Probleme.«

Thorsten Schmitt
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