Dienstag, 13.11.2018

»Ich bin einer, der den Ball flach hält«

A-Klasse Aschaffenburg 3 Freitag, 17.08.2018 - 16:18 Uhr

Trainer Armin Kunkel tritt beim TSV Rothenbuch seine neue Stelle als Trainer an. Die Mannschaft will er nach einem Drei-Jahres-Plan entwickeln.

Trai­ner Ar­min Kun­kel ist nach ei­nem Jahr Pau­se zu­rück auf dem Fuß­ball­platz. Dies­mal be­t­reut der 53-Jäh­ri­ge den TSV Ro­then­buch. Zu­letzt stand der Gold­ba­cher zwei Spiel­zei­ten bei Ein­tracht Straß­b­es­sen­bach an der Sei­ten­li­nie. Im Gespräch mit unseren Medienhaus teilt Kunkel mit, was er in der kommenden Saison von der A-Klasse Aschaffenburg 3 erwartet und wie er seine neue Mannschaft entwickeln möchte.

Herr Kunkel, der TSV Rothenbuch ist in der vergangenen Saison in die A-Klasse abgestiegen. Dennoch haben Sie sich für ein Engagement dort entschieden. Warum?

Das war in Eichenberg und in Hobbach auch so. Vielleicht ist das ein Faible von mir, ich weiß es nicht. Die haben jemanden gebraucht, der ihnen den Weg zeigt und weiß, wie es funktionieren soll. Ich bin, glaube ich, der älteste Trainer in der Klasse und überhaupt einer der ältesten im Umkreis. Ich wollte einfach neu formieren und aufbauen. Und ich denke, wir haben das ganz gut hingekriegt - schauen wir mal, was die in der Saison zustande bringen.

Wie wollen Sie die Mannschaft in Rothenbuch entwickeln?

Ich habe immer einen Drei-Jahres-Plan. Jetzt beschnuppern wir uns mal ein Jahr und schauen, wie alles so läuft: Wie der Verein tickt, wie die Spieler ticken, wie der Trainer tickt und wie es alles zusammen funktioniert. Ziel ist es, zwischen Platz drei und sechs zu landen, mehr zu gewinnen als zu verlieren und ein bisschen Spaß zu haben. Dann können wir nächstes Jahr schauen, dass wir uns punktuell verstärken und den Aufstieg einfach mal ins Auge fassen. Ob das nächstes Jahr funktioniert, kann man nicht garantieren. Aber nach dem dritten Jahr werden wir sehen, wo die Reise hingeht. Wenn wir es schaffen, aus dieser Klasse rauszukommen und wieder in der Kreisklasse zu spielen, dann habe ich meine Mission mehr oder weniger erfüllt.

Sie sprechen von Platz drei bis sechs - wie realistisch ist das?

Ich bin einer, der den Ball flach hält - im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn mehr geht, nehmen wir es natürlich auch an. Aber wenn wir unser Ziel erreichen, dann sind wir im sicheren Mittelfeld und müssen nicht nach hinten schauen. Dann können wir vorne mitspielen. Damit wäre ich zufrieden.

Am Sonntag starten Sie mit ihrem neuen Verein gegen Gailbach in die neue Saison. Die Kickers sind wie Ihre Mannschaft in der vergangenen Saison abgestiegen. Wie wichtig ist es speziell für diese beiden Teams, gut in die Saison zu starten?

Es ist ganz wichtig, dass man gut in die Saison startet. Wir wollen in Gailbach gewinnen, man kann nicht antreten und sagen, »mal gucken wie es ausgeht«, das können wir den Jungs nicht plausibel machen. Wir fahren da hin, um zu gewinnen, das ist ganz klar. So selbstbewusst sind wir mittlerweile, so muss es auch sein.

Was erwarten Sie von Ihrem Gegner?

Gailbach ist ein bisschen unberechenbar: Der Czapla ist weggegangen, ein guter Stürmer, aber es wird auf jeden Fall sehr schwer werden bei denen. Meiner Meinung nach gibt es einen offenen Schlagabtausch. Ich zähle Gailbach zu den stärkeren Mannschaften in dieser Klasse.

Wie schätzen Sie die Stärke der Liga im allgemeinen ein?

Die ganze Klasse ist eine Wundertüte. Sie ist mit Ringheim, Wenigumstadt, Roßbach uns, und ein paar Stadtvereinen wie Schweinheim und Damm zusammengewürfelt - es wird schwierig werden. Dazu sind vier Absteiger in der Klasse: Gailbach, Krausenbach, Rothenbuch und Laufach. Die Klasse ist also sehr ausgeglichen und auf einem guten Niveau. Wir wollen gut aus den Startlöchern kommen und, wie gesagt, das erste Spiel gewinnen. Anschließend haben wir zwei Heimspiele gegen Ringheim und Oberbessenbach und wollen auch da punkten.

Sie haben also ein schwieriges Jahr vor sich. Sind sie denn mit der Vorbereitung zufrieden?

Ja, auf jeden Fall. Das Wichtigste waren erstmal zwei Dinge: Die Jungs fit zu bekommen und den Spaß am Fußball wieder zu vermitteln. Es spielt ja jeder freiwillig, es wird keiner dazu gezwungen. Aber es macht doch mehr Spaß, wenn man fit ist und 90 Minuten marschieren kann. Wir haben natürlich in dieser Klasse ein paar Urlauber im Juli, August, September, aber schwerwiegende Verletzungen haben wir zum Glück nicht zu beklagen.

Xenia Reinfels
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