Freitag, 16.11.2018

»Wir sind ein Kader«

Meister-Porträt Freitag, 08.06.2018 - 15:01 Uhr

Den Erfolg von Keilbergs zweiter Mannschaft führt Trainer Dieter Steinhauer auf den großen Zusammenhalt im Verein zurück.

Die Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 2 hat­te es die­ses Jahr in sich. Denn vor der Sai­son wa­ren der SV Straß­b­es­sen­bach (7 Nen­nun­gen) und der FSV Glatt­bach (3) die Fa­vo­ri­ten auf die Meis­ter­schaft. Am En­de stieg die Ein­tracht ab und Glatt­bach wur­de nur Fünf­ter.

Meister wurde der TSV Keilberg II und dies doch recht souverän mit neun Punkten Vorsprung. Meister-Trainer Dieter Steinhauer stand dem Medienhaus Main-Echo nun Rede und Antwort.

Herr Steinhauer, eine Saison zuvor ist Keilberg II doch eher sang- und klanglos abgestiegen aus der Kreisklasse. Haben Sie mit einer sofortigen Wiedergutmachung überhaupt gerechnet?
Steinhauer: Ziel war ein Mittelfeldplatz und zu schauen, ob sich etwas entwickelt. Also ganz ehrlich, ich habe mit der Meisterschaft oder dem Aufstieg wirklich nicht gerechnet. Für mich war Glattbach der große Favorit. Aber wir sind Schritt für Schritt gegangen und haben immer mehr Zusammenhalt gefunden. Das war auch ein Verdienst unseres Erstmannschaftstrainers Rudi Elbert, mit dem ich eine tolle Verbindung habe.

Was habt ihr im Vergleich besser gemacht, oder ist der Unterschied von Kreisklasse zur A-Klasse so groß?
Steinhauer: In der Kreisklasse hatten wir personelle Probleme und einige Verletzte. Da konntest du nie richtig aus dem Vollen schöpfen. Das haben wir in diesem Jahr kompensiert, hatten einige Neuzugänge, die nicht nur in der Breite des Kaders halfen, sondern teilweise auch richtig gut einschlugen.

Seit dem fünften Spieltag Spitzenreiter, gab es da irgendwann noch Zweifel?
Steinhauer: Natürlich, da war lange Zeit noch gar nichts klar. Wir haben immer gesagt, wir wollen von Spiel zu Spiel denken. Erst als wir Ende März mit 3:0 in Damm gewonnen hatten, war es richtungsweisend. Wenn du beim schärfsten Verfolger so klar dominierst, dann hat das Aussagekraft.

Ungeschlagener Herbstmeister, auch die Rückrunde gewonnen, aber zwei Spiele verloren. Woran lag das?
Steinhauer: Das geschah erst, als die Messe bereits gelesen war. Dann ging uns etwas die Luft aus, weil die Anspannung fehlte. Allerdings muss man sagen, dass beim 2:4 in Glattbach auch der Schiedsrichter ein wenig dazu beigetragen hatte.

In fast allen Statistiken Erster, nur im Fair Play etwas weiter unten. Muss man auch als Meister in die Zweikämpfe?
Steinhauer: Ohne jetzt den Schiedsrichtern zu nahe zu treten, die braucht man im Fußball unbedingt, sind solche Entscheidungen ab und an auch Zufall. Aber ich bin in dieser Statistik gerne etwas weiter unten und dafür Meister.

Was ist das Geheimnis der Mannschaft, woran lag es?
Steinhauer: Die Mannschaft ist gewachsen, und auch ohne geldliche Zuwendungen aufgestiegen. Das merkt man vor allem am Zusammenhalt Woche für Woche, Monat für Monat. Dabei gilt auch die Regel, dass wir keine »Erste« oder »Zweite« sind, sondern ein Team.

Ein kleiner Ausblick, wird es besser als vor zwei Jahren?
Steinhauer: Wir wollen die Klasse so schnell wie möglich halten. Unser Training fängt jetzt am 22. Juni bereits an, am 6. bis 8. Juli geht es ins Trainingslager nach Nördlingen. Da unterscheiden wir auch nicht zwischen den beiden Mannschaften, wir sind ein Kader. Ein Dank geht an Rudi Elbert, mit dem ich einen sehr guten Draht habe und an meine Lebensgefährtin Katharina. Wenn du dreimal die Woche bei Training und Spielen unterwegs bist, brauchst du eine verständnisvolle Frau an deiner Seite.

Carsten Maier
Lade Inhalte...

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe