Dienstag, 13.11.2018

Sommerkahl will es wissen

A-Klasse Aschaffenburg 1:Nach einer Rückholaktion ist der TuS der heiße Titelkandidat

Mittwoch, 25.07.2018 - 13:42 Uhr

Bald hat das War­ten auch in der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 1 ein En­de. Ab Mit­te Au­gust su­chen 14 Ve­r­ei­ne ei­nen Meis­ter und zwei di­rek­te Ab­s­tei­ger. Der Li­ga­zwei­te geht in die Auf­s­tiegs-, die Mann­schaft auf Rang zwölf in die Ab­s­tiegs­re­le­ga­ti­on.

Sieben Klubs spielten bereits im Vorjahr in der A-Klasse 1, gleich sieben kommen heuer neu dazu. Mit der DJK Wenighösbach, dem FC Oberafferbach und dem FSV Glattbach wurden drei Teams aus der A-Klasse 2 umgesiedelt. Der FC Hochspessart II gesellt sich als Meister der B-Klasse 1 dazu, Bavaria Wiesen II belegte dort Platz zwei und machte den Aufstieg über die Relegation perfekt. Rot-Weiß Daxberg brachte durch die Meisterschaft in der B-Klasse 3 den sofortigen Wiederaufstieg unter Dach und Fach. Das Teilnehmerfeld komplettiert der TuS Sommerkahl, der sich die Berechtigung für die A-Klasse durch den Titel in der B-Klasse 2 verdiente.

Und genau dieser TuS Sommerkahl gilt bei den meisten Experten als großer Favorit auf den Titel - und das als Aufsteiger. Wirft man einen Blick auf die Neuzugänge, kann man sich diese Einschätzung allerdings teilen. Der Verein hat eine Rückholaktion im großen Maße gestartet. Alle acht Spieler, die in Zukunft wieder die Schuhe für den TuS schnüren, sind gebürtig aus Sommerkahl und haben bereits höherklassig gekickt. Mit der Verpflichtung von Julian Steigerwald als Spielertrainer gelang wohl der größte Coup. Er kommt genau wie Philipp Dorn vom SV Erlenbach und spielte zudem bereits für Bayern Alzenau. Vom Kreisligisten VfR Goldbach kommen Leon und Kai Schickling sowie Kevin Krämer. Jan Stenger und Maximilan Maier wechseln von Bezirksliga-Aufsteiger Sportfreunde Sailauf nach Sommerkahl. Zudem kehrt Fabian Kraus dem SV Schöllkrippen den Rücken und geht zurück zu seinem Heimatverein. Kein Wunder also, dass gleich zehn Konkurrenten den TuS am Ende der Spielzeit ganz oben sehen.

Erstmal tief stapeln

»Wir wollen eine gute Saison spielen und am Ende unter den ersten Fünf landen«, stapelt Spielertrainer Steigerwald allerdings tief. Klar, auch in der A-Klasse muss der Titel hart erarbeitet werden und hohe Qualität ist noch lange kein Selbstläufer. Aber das Potenzial ist schon wahnsinnig hoch. »Die wichtigste Aufgabe sehe ich darin, die neuen Spieler schnell zu integrieren, um das gute Teamklima aufrecht zu erhalten«, weiß Steigerwald, wo seine Prioritäten liegen. Auch die stärkste Konkurrenz um die vorderen Plätze hat der 25-jährige Controller bereits ausgemacht: »Rothengrund/Gunzenbach ist erst in der Relegation gescheitert und wird es diese Saison erneut versuchen. Blankenbach hat einige Neuzugänge vermeldet, die das Team sicher verstärken werden. Auch vom SV Albstadt hört man immer wieder, wie stark der Kader ist. Viele Vereine sind für mich allerdings eher unbekannt und somit schwer einzuschätzen.«

Neben dem TuS wurden auch Rothengrund/Gunzenbach und Brücken als Mitfavoriten genannt. »Rogu« hat seinen Kader weitgehend zusammengehalten und verfügt daher weiterhin über die Qualität, ein Wörtchen um die Spitzenplätze mitzureden. Brücken blieb in der Vorsaison hinter den eigenen Ansprüchen zurück und wird versuchen, diese Scharte auszuwetzen. Was dieses Vorhaben unterstreicht: Mit Sebastian Wegstein vom SV Albstadt verpflichtete die Viktoria einen Goalgetter, der jedes Jahr für 20 Tore und mehr gut ist. Der TV Blankenbach spielte eine starke Rückrunde und hat auch das Potenzial, oben anzugreifen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die vielen Zu- und Abgänge auswirken.

Aufbruchstimmung

Im oberen Drittel wollen nach eigener Aussage die DJK Wenighösbach, der FC Oberafferbach, der FC Mömbris und die SG Laudenbach/Westerngrund landen. Wenighösbach belegte in der abgelaufenen Spielzeit einen Mittelfeldplatz in der A-Klasse 2. Mit Sven Durschang als neuem Coach hat sich die DJK allerdings höhere Ziele gesetzt. Gleiches gilt für Oberafferbach. Große Veränderungen am Kader blieben zwar aus, aber Ingo Hortig verbreitet als neuer Trainer durchaus Aufbruchstimmung. Mömbris und Laudenbach/Westerngrund beendeten die abgelaufene Saison mit guten Ergebnissen und wollen diese Erfolgserlebnisse auch in die neue transportieren. Auch Albstadt muss man trotz des Abgangs von Trainer Michael Mohr zu den ambitionierteren Klubs zählen. Beim SVA soll es nun Stefan Leginszki als Spielertrainer richten.

Der FSV Glattbach, mit Übungsleiter Marian Sprung, hat sich zum Ziel gesetzt, am Ende besser dazustehen, als im Vorjahr. Ob Rang fünf bei dieser starken Konkurrenz getoppt werden kann, muss man jedoch anzweifeln. Beim FSV Feldkahl hat man sich damit abgefunden, erstmal kleinere Brötchen zu backen. Gleich sieben Spieler verließen den Verein - mit Andreas Zimmermann und Florian Hasenstab unter anderem die beiden besten Torschützen der Vorsaison. Mehr als der Klassenerhalt wird daher wohl kaum drin sein. Für die drei Aufsteiger Daxberg, Wiesen II und Hochspessart II wäre genau dieser schon ein großer Erfolg. Daxberg stellt mit Oliver Rink zwar einen der gefährlichsten Torjäger der A-Klasse. Nach dem überraschenden Abstieg im Jahr 2017 will sich der Klub aber erstmal in der A-Klasse etablieren.

Nur Außenseiter

Die zwei einzigen Reserveteams gelten in diesem Teilnehmerfeld sowieso nur als Außenseiter. Hier wird es sowohl in Wiesen, als auch beim FC Hochspessart darauf ankommen, wie oft Spieler für die erste Mannschaft abgestellt werden müssen.

Ingo Weber
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