Freitag, 16.11.2018

Eine Saison der Superlative

Meister-Porträt Mittwoch, 13.06.2018 - 20:26 Uhr

Germania Großwelzheim holt sich den Titel in der A-Klasse AB 1 – mit neun Punkten Vorsprung. Der Verein kehrt nach zwei Jahren zurück in die Kreisklasse.

Es war ei­ne Sai­son der Su­per­la­ti­ve. Tor­ge­fähr­lichs­ter An­griff und sta­bils­te De­fen­si­ve. Bes­te Heim- und Aus­wärts­mann­schaft. Zu­dem die meis­ten Sie­ge und die we­nigs­ten Nie­der­la­gen. Der Ti­tel von Ger­ma­nia Großwelz­heim in der Fuß­ball-A-Klas­se Aschaf­fen­burg 1 war mehr als ver­di­ent. Als Topfavorit gestartet, bestätigte die Truppe die Vorschusslorbeeren und machte von Beginn an deutlich, dass die Meisterschaft nur über sie geht.

Keine Niederlage in 2017

Bereits zur Winterpause war der Vorsprung auf Rang zwei derart deutlich, dass die Konkurrenz nicht mehr wirklich daran glauben konnte, die Germania noch vom Thron stoßen zu können. Zu dominant waren die Auftritte bis dahin. In der Rückrunde setzte es zwar zwei Niederlagen – die ersten in einem Punktspiel seit 2016 – und trotzdem standen am Ende neun Zähler Vorsprung auf Rothengrund/Gunzenbach zu Buche.

Nach zwei Jahren Abstinenz kehrt die Mannschaft vom Langen See damit zurück in die Kreisklasse. Bereits Ende April machte Großwelzheim mit einem standesgemäßen 10:3-Kantersieg in Wasserlos den Titel perfekt. »Mit dem Abpfiff haben dann auch die Feierlichkeiten begonnen. Per Autokorso ging es weiter in unser Vereinsheim, wo es bis zum nächsten Morgen feuchtfröhlich war«, beschreibt Spielertrainer Gabriele Accardo die ersten Stunden nachdem der Aufstieg feststand.

105 Tore erzielt

Mit 105 Toren aus 23 Partien zeigte sich die Germania vor allem vor dem Tor der Gegner extrem effektiv. Mit Torschützenkönig Oliver Reinhart (25 Tore), Accardo (15), Christopher Dusch (14) und Sergio Lopez-Sanchez (10) trafen gleich vier Spieler zweistellig. Dreimal erzielte man in einem Spiel zehn oder mehr Treffer. »Der Schlüssel zum Erfolg war aber eindeutig das überragende Klima und der Zusammenhalt innerhalb der Truppe. Jeder wusste, dass er sich auf den Anderen verlassen kann. Zudem hatten wir einen tollen Start und jede Menge individuelle Klasse«, lobt Accardo.

In einer Spielzeit, in der fast alles gelang, blieb dem Coach also vor allem die intakte Moral positiv in Erinnerung. So konnte seine Mannschaft trotz Rückstand etliche Spiele gewinnen. »Weil wir eben immer an uns geglaubt haben. Ich war mir schon vor der Saison sicher, dass es schwer wird, uns zu schlagen, wenn wir unser Potenzial abrufen. Dass wir am Ende so deutlich den Titel holen, war aber auch für mich überraschend«, räumt Accardo ein.

So geht es nun in die Kreisklasse und der Trainer weiß genau, wo sich seine Kicker im Hinblick darauf noch steigern können: »Unsere Stärke sind die schnellen Konter und das Herausspielen von Torchancen. Im Umschaltspiel von Offensive auf Defensive müssen wir uns allerdings unbedingt verbessern.«

Klassenerhalt als Nahziel

Das Ziel sei es zunächst, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben und möglichst schnell die nötigen Punkte dafür einzufahren. »Wenn wir aber weiterhin diesen Teamspirit an den Tag legen und unsere Leistung zu 100 Prozent abrufen, dann können wir auch einen Platz im oberen Mittelfeld erreichen«, orakelt der Ex-Kahler.

Die Chancen dazu stehen sicher nicht schlecht, denn am Kader wird sich voraussichtlich nicht viel verändern. Mit Lopez-Sanchez (berufsbedingt) und Simon Barlovits (Karriereende) kehren nur zwei Aktive dem Verein den Rücken. Mit Marc Trageser (FC Oberrodenbach), Robin Schirmer (Fontana Finthen), Ivo Becker (FSV Michelbach) und Dominik Lang (JFG Bay. Maingau) stehen dagegen bereits vier Neuzugänge fest. »Es gibt zudem weitere mündliche Zusagen. Offiziell kann ich das aber noch nicht bekannt geben«, klärt Accardo auf.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Germania in der Kreisklasse schlagen wird. Das Potenzial für eine weitere Saison der Superlative hat die Mannschaft allemal.

Ingo Weber
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