Montag, 18.03.2019

Zum Rückrundenstart hofft Kreisjuniorenleiter, dass alle Teams durchspielen können

Interview
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Das Kreispokalfinale zwischen den U 19-Junioren der Spvgg Hösbach-Bahnhof (rotes Trikot) und der SG SV Sulzbach zählt für Kreisjuniorenleiter Xaver Rodenhausen zu den Höhepunkten im bisherigen Saisonverlauf. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor

Der Kreisjuniorenleiter Xaver Rodenhausen hofft, dass die Restsaison genauso reibungslos läuft wie die Vorrunde. Vor dem Ende der viermonatigen Winterpause hat er mit unserem Medienhaus gesprochen.

So­fern das Wet­ter mit­spielt, be­ginnt am Wo­che­n­en­de für die Nach­wuchs­fuß­bal­ler im Fuß­ball­kreis Aschaf­fen­burg/Mil­ten­berg die Rückrun­de. Bis An­fang Ju­ni ge­hen dann im Li­ga­be­trieb mehr als 5000 Kin­der und Ju­gend­li­che in 500 Mann­schaf­ten auf To­re­jagd.

Mit welchen Wünschen gehen Sie und Ihre vier Spielgruppenleitern in die Rückrunde?
Rodenhausen: Wir wünschen uns, dass alle Mannschaften die Saison durchspielen und auch noch die letzten Saisonspiele durchgeführt werden. Wir hoffen, dass der Spielbetrieb reibungslos läuft und es keine Ausfälle gibt, da wir die Saison mit Ausnahme von Ostern ohne freie Nachholspieltage an Wochenenden geplant haben.

Wie fällt Ihr Fazit der Vorrunde aus?
Rodenhausen: Die Vorrunde lief reibungslos. Wir haben es geschafft, in den 20 Spielklassen im Großfeldbereich bei 200 Mannschaften die zirka 130 Wünsche zu 95 Prozent zu erfüllen. Dies ist nicht immer einfach, da wir am Ende der Kette sind und unsere Spielpläne nach den Bayernligen, Landesligen und Bezirksoberligen ausrichten müssen. Höhepunkt war sicherlich das U 19-Kreispokalfinale am 1. Dezember zwischen der Spvgg Hösbach Bahnhof und der SG SV Sulzbach in Obernau vor 200 Zuschauern. Das Spiel, das 3:0 für Hösbach-Bahnhof endete, war Werbung für den Juniorenfußball im Kreis.

 Gute Trainingsbedingungen und qualifizierte Trainer sind verlässliche Ansatzpunkte.

Wie zufrieden waren Sie mit der Hallenrunde?
Rodenhausen: Die Hallenrunde lief sehr gut. Ich kann die Vereine, Spieler und Schiedsrichter sehr loben, die dazu beigetragen haben, den Zuschauern sehr guten Hallenfußball zu präsentieren. Auch viele niederklassige Vereine, wie zum Beispiel der FC Unterafferbach bei der U 19, haben erfolgreich abgeschnitten. Unsere Vereine waren auf Bezirks- und Landesebene sehr erfolgreich und haben den Kreis bestens vertreten.

Gab es zur Rückrunde Nach- oder Abmeldungen?
Rodenhausen: Im Großfeldbereich gab es keine Nachmeldungen, dies ist auch nur bei ungeraden Spielklassenzahlen möglich. In der U 13 gab es zwei Nachmeldungen, im Kleinfeldbereich zehn, bei drei Abmeldungen.

Mit der Spvgg Hösbach Bahnhof in der U 19 und den jüngeren Jahrgängen von Viktoria Aschaffenburg in der U 17 und U 15 stellt der Kreis drei Tabellenführer in den Bezirksoberligen. Wie wichtig ist es, dass der Fußballkreis Aschaffenburg/Miltenberg in den höheren Ligen gut vertreten ist?
Rodenhausen: Es ist uns sehr wichtig. In dieser Saison haben wir so viele Mannschaften wie nie zuvor in diesen Klassen. Von Viktoria Aschaffenburg wird als NLZ erwartet, dass sie in den Bayernligen spielen, sie sind das Aushängeschild in unserem Kreis. Es ist sehr positiv und freut uns als Kreis aber auch, wenn neben den größeren Vereinen und größeren JFGs auch kleinere Vereine den Weg in die Bezirksklassen gehen und dort attraktiven Juniorenfußball spielen und dies nicht nur für eine Saison.

Das U 19-Kreispokalfinale war Werbung für den Juniorenfußball.

Im Sommer wechseln viele Spieler in eine neue Altersklasse und übernehmen die Liga ihrer Vorgänger. Dies kann für schwächere, aber auch für starke Mannschaften ein Problem darstellen. Was raten Sie den Vereinen?
Rodenhausen: Mit entsprechender Begründung können Vereine bis zum 15. Mai beim Verbandsjugendausschuss einen Antrag auf Umgruppierung in eine höhere Spielklasse stellen, wir unterstützen dabei gerne. Dies ist in besonders gelagerten Fällen altersklassenübergreifend möglich. Wir hatten hier in den letzten Jahren einige Vereine, die davon Gebrauch gemacht haben, dem Antrag wurde vom Verbandsjugendausschuss zugestimmt. Es ist durchaus möglich, dass auch in diesem Jahr nicht nur der Meister wieder aufsteigt. Genauso können Anträge auf Einstufung in eine niedrigere Klasse gestellt werden, auch das wurde in der vergangenen Saison erfolgreich praktiziert.

In diesem Winter gab es keine Jugendleitersitzung. Was waren die Gründe dafür und was möchten Sie den Vereinen für die Rückrunde mitgeben?
Rodenhausen: Um die Verantwortlichen der Vereine zeitlich zu entlasten, haben wir auf die Halbzeittagung bei den Junioren verzichtet. Ich habe bei der Halbzeittagung der Senioren interessante Themen wie »Fit for Kids« und die Änderungen beim Talentsichtungstag vorgestellt, die die anwesenden Funktionäre in den Vereinen weiter geben sollen.

Im Kleinfeldbereich sind die Mannschaftszahlen nach wie vor sehr hoch, gehen aber mit zunehmendem Alter zurück. Was empfehlen Sie den Vereinen, um auch im Großfeldbereich möglichst viele Spieler für den Fußball zu begeistern?
Rodenhausen: Hier gibt es keine Pauschallösung. Gute Trainingsbedingungen und qualifizierte Trainer sind sicher verlässliche Ansatzpunkte, um Spieler im Verein und im Fußball zu halten. Weiterhin wird die Zusammenarbeit mit Schulen in Sportarbeitsgemeinschaften für die Zukunft ein wichtiger Faktor für die Vereine vor Ort sein. Hier ist unser Schulbeauftragter Horst Kern ein sehr guter Ansprechpartner. Die Ausbildung zum DFB-Juniorcoach an Mittelschulen für fußballbegeisterte Schüler gehört sicherlich auch dazu, um diese auf die Jugendarbeit und Betreuung von Mannschaften vorzubereiten. Auch an ganz neue Wege für die Vereine sollten wir denken. E-Sports könnte hier zu einem verbindenden Thema für die Kinder und Jugendlichen werden. Fair Play und weniger Erfolgsdruck sind weitere Ansätze.

Zahlen und Fakten: Nachwuchs im Fußballkreis AB/MIL

Kleinfeld (U 7 bis U 11): 291 Mannschaften

Großfeld (U 13 bis U 19): 209

Ligen-Aufteilung:

Bayernliga:  Viktoria Aschaffenburg (U 15)

Landesliga: Viktoria Aschaffenburg )(U 17 und U 19)

Bezirksoberliga: Spvgg Hösbach-Bahnhof (U 19, U 17)

(SG) FSV Michelbach (U 19)

DJK-TuS Leider (U 19, U 15, U 13)

JFG Mittlerer Kahlgrund (U 17, U 15)

JFG Churfranken (U 15)

JFG Kickers Bachgau (U 15)

Viktoria Aschaffenburg

(U 17, U 15, U 13, jeweils jüngerer Jg.)

Kreisliga: 44 (U 13 bis U 19)

Kreisklassen: 50 (U 13 bis U 17)

Gruppen: 89 (U 13 bis U 19)

Mädchen: 11 (U 13 bis U 17)

Termine:

16. März: Beginn der Rückrunden in den 12er-Ligen und Nachholspiele (10er-Ligen eine Woche später)

1. Mai: Kreisfinale U 15-Baupokal

5. Mai: BFV-Talentsichtung für den Jahrgang 2008 in Aschaffenburg und Großheubach

2. Juni: Ende der Rückrunde

5. Juni: Kreisfinale U 13-Pokal

30. Juni: Bezirksfinale U 15-Baupokal

Noch offen: Finale U 17-Landrätepokal (Ende April/Anfang Mai) und Tag des Mädchenfußballs

Zur Person: Xaver Rodenhausen

Alter: 30 Jahre

Wohnort: Obernburg

Familienstand: ledig

Beruf: Koch

Ehrenamt: Kreisjuniorenleiter Aschaffenburg/Miltenberg (seit Mai 2014, zuvor vier Jahre Gruppenspielleiter), Schiedsrichter (seit 2004)

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