Bayern Alzenau verspielt 2:0-Führung

Hessenliga: Das 2:4 beim SC Waldgirmes ist ein herber Rückschlag im Aufstiegskampf - Zusammenbruch in der zweiten Halbzeit

Hessenliga
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Der FC Bay­ern Al­zenau hat das Top­spiel der Fuß­ball-Hes­sen­li­ga beim SC Wald­gir­mes trotz ei­ner 2:0-Halb­zeit­füh­rung noch mit 2:4 ver­lo­ren. Für die Un­ter­fran­ken war es der zwei­te Rück­schlag in Fol­ge, was sich in der Ta­bel­le deut­lich nie­der­schlägt. Der Rück­stand auf Spit­zen­rei­ter SC Hes­sen Drei­eich (5:0 ge­gen OSC Vell­mar) be­trägt nun schon neun Punk­te. Wald­gir­mes ist zu­dem an den Al­ze­nau­ern vor­bei­ge­zo­gen und nun Drit­ter.

Alzenaus Trainer Angelo Barletta hatte mit Aret Demir, Elias Niesigk und Cem Özer gleich drei Offensivspieler aus der Mannschaft, die bei Viktoria Griesheim (2:5) begonnen hatte, auf die Bank gesetzt. Für das Trio kamen Keanu Hagley, Patrick Kalata und Kristijan Bejic von Beginn an zum Zug. Die Unterfranken begannen äußerst konzentriert und stellten auf dem Kunstrasen des Aufsteigers die Passwege geschickt zu, ließen zudem den SC-Angreifern kaum einmal die Chance, aktiv zu werden.
Der Pfiff bleibt aus
Schon früh in der Partie gab es den ersten Aufreger: Bejic wie auch die FCB-Anhänger forderten nach einem vermeintlichen Foulspiel an ihm vehement Elfmeter - der Pfiff blieb jedoch aus. »Eine strittige Entscheidung«, meinte FCB-Vereinsboss Andreas Trageser.
Doch sollte die Gästeführung im Anschluss nicht lange auf sich warten lassen. Nach Rechtsflanke von Rico Kaiser köpfte Christoph Krause das Leder zum 1:0 in die SC-Maschen (23.). Krause war es auch, der in der 30. Minute per Steilpass auf die Reise geschickt wurde, noch SC-Keeper Fabian Grutza umkurvte und zur 2:0-Halbzeitführung einschob. Trageser: »Klasse gemacht!« Krause verpasste mit einem weiteren Versuch nur wenig später sogar einen Hattrick, als sein Schuss nur knapp das Ziel verfehlte (35.).
Was nach der Pause folgte, war der totale Zusammenbruch des FC Bayern Alzenau. Der Anschlusstreffer von Tolga Duran (66.) ließ die Barletta-Mannschaft völlig aus den Latschen kippen, vom konzentrierten und effektiven Zweikampfverhalten der ersten Halbzeit konnte kaum mehr die Rede sein.
»Unser Defensivverhalten war einfach schlecht. Die Mannschaft war sich nach der 2:0-Führung wohl zu sicher. Dieser Zusammenbruch ist dennoch insgesamt unerklärlich«, war Alzenaus Pressesprecher Toni Ritter nach dem Abpfiff bedient. Trageser wollte nach der dritten Saisonniederlage keinen detaillierteren Kommentar abgeben, meinte lediglich: »Ich habe die Gründe für das, was hier heute geschehen ist, erkannt, mehr sage ich besser nicht.« Die Hausherren hatten nach dem Anschlusstreffer mächtig Gas gegeben und die Begegnung durch die Treffer von Jurij Gros (74.), Lucas Hartmann (79.) und Marcel Siegel (90.+4) noch zu ihren Gunsten gedreht. Und dies am Ende nicht einmal unverdient. »Wir alle sind absolut fassungslos. Aber man muss auch sagen, dass Waldgirmes seine Tore gut herausgespielt hat.« Achim Dürr

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
Telegram
Live-Blog
Hilfe