Montag, 25.03.2019

Mit Heimvorteil im Rücken will Bayern Alzenau zurück auf Erfolgskurs

Hessenliga
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Kapitän Salvatore Bari ist wieder an Bord. Der Torjäger steht gegen Waldgirmes wieder in der Startformation.
Foto: Jörg Albert

Gegen Waldgirmes will der FC Bayern Alzenau in die Erfolgsspur zurückkehren. Der Einsatz von Milosevic ist fraglich.

Es wird Zeit, dass der FC Bay­ern Al­zenau den Schal­ter in der Fuß­ball-Hes­sen­li­ga wie­der um­legt. Da die Bar­let­ta-Elf aus den letz­ten sie­ben Be­geg­nun­gen nur ei­nen Sieg (2:1 Heim­sieg am 17. No­vem­ber ge­gen Bad Vil­bel) ein­fah­ren konn­te, hat sich der Ta­bel­len­drit­te KSV Hes­sen Kas­sel (spiel­f­rei) bis auf vier Punk­te ge­näh­ert.

Gegen den SC Waldgirmes (Samstag, 15 Uhr, Main-Echo-Arena) wollen die Bayern mit dem Heimvorteil im Rücken wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, um in der kommenden Woche mit breiter Brust nach Kassel fahren zu können.

Eine dicke Rechnung haben die Bayern mit dem SC Waldgirmes offen. Im vergangenen September war die Elf aus dem mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis die erste Mannschaft, welche den Bayern eine (1:3-)Niederlage beibringen konnte. »Das ist eine absolut schwere Aufgabe. Seit ich in Alzenau bin, haben wir noch nie gegen sie gewonnen«, warnt Angelo Barletta vor dem Tabellensiebten. Die momentan schwierige Phase seines Teams möchte der 42-jährige nicht überbewerten: »Es ist ganz normal, dass eine Mannschaft auch mal ein Tief überstehen muss. Wir wollen jetzt weiter konzentriert arbeiten und die Ruhe bewahren. Wenn wir gegen Waldgirmes den Bock umstoßen, wird uns das sicher einen Push geben.«

Entspannter Gegner

Ganz entspannt geht der Trainer des SCW, Daniyel Bulut, das Auswärtsspiel in Unterfranken an: »Wir haben im Grunde genommen nichts zu verlieren. Aus meiner Sicht wäre es sensationell, wenn wir einen Punkt mitnehmen könnten.« Bulut wird den SCW auf eigenen Wunsch nach zwei Saisons im Sommer verlassen und durch Otmar Velte (früher FSC Lohfelden) ersetzt. »Für mich ist das keine Abschiedstour. Wir wollen schnellstmöglich 40 Punkte erreichen und uns den Klassenerhalt sichern«, betont der Verwaltungsfachwirt, dass er den Ligaverbleib derzeit als noch nicht gesichert ansieht.

Nachdem der 38-jährige beim letzten Saisonspiel gegen Baunatal (0:0) gleich neun Kicker ersetzen musste, hofft Bulut auf eine verbesserte Personalsituation in Alzenau: »Unser Kader ist nicht sehr groß und wir können so viele Ausfälle nicht kompensieren. Deswegen muss bei uns schon alles optimal laufen, wenn wir etwas mitnehmen wollen.«

Auf Seiten der Bayern muss Angelo Barletta auf Philipp Wörner und den rotgesperrten Markus Auer verzichten. Fraglich ist auch, ob Danilo Milosevic (Schulterverletzung) eingesetzt werden kann. Der etatmäßige Sechser soll die vakante Innenverteidigerposition von Auer übernehmen, sofern er am Samstag auflaufen kann. »Unser Physiotherapeut Dennis Wagenknecht leistet großartige Arbeit und ich bin guter Dinge, dass er Danilo fit bekommt«, berichtet Barletta.

Als mögliche Kandidaten für die zweite Sechser-Position neben Kreso Ljubicic stehen Semih Sentürk, Luca Bergmann und Patrick Kalata zur Verfügung. Auch Noah Schmitt hinterließ im Training einen guten Eindruck und kann auf einen Einsatz hoffen. Nachdem er in Fulda zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, ist Kapitän Salvatore Bari gegen Waldgirmes wieder gesetzt. »Man muss bei Salva berücksichtigen, dass er wie Hedon Selishta und Kreso Ljubicic keine gute Vorbereitung hatte. Auch wenn er momentan nicht bei einhundert Prozent ist, bleibt er ein Ausnahmespieler«, hält der Alzenauer Trainer große Stücke auf seinen Stürmer.

Überhaupt gibt Angelo Barletta zu bedenken, dass die Bayern inzwischen zu den gejagten Mannschaften in der Liga gehören: »Wir werden ganz anders als zu Beginn der Saison wahrgenommen.« Diese Ansicht bestätigt auch Daniyel Bulut: »Sie stehen völlig zurecht so weit oben in der Tabelle. Alzenau hat eine unheimliche Offensivpower, weswegen wir kompakt auftreten müssen. Wenn wir kopflos nach vorne rennen, dann kriegen wir die Hütte voll.«

Hintergrund: Erster Testlauf der neuen UBZ-Tribüne

Offiziell eingeweiht wird die neue Sitzplatztribüne in der Main-Echo-Arena zwar erst am 1. Mai beim Heimspiel gegen den KSV Baunatal, ihre Feuertaufe feiert das Schmuckstück aber schon am Samstag bei der Begegnung gegen den SC Waldgirmes.

380 Zuschauer können künftig auf den überdachten Sitzplätzen Platz nehmen, die unmittelbar an das Spielfeld angrenzen. Rund 700 000 Euro ist das Bauwerk nach den Angaben des Bayern-Vorsitzenden Andreas Trageser wert: »Unter Leitung von Karlheinz Frank und Armin Franz haben unsere Mitglieder sehr viele Eigenleistungen erbracht. Jetzt hoffen wir, dass gegen Waldgirmes viele Interessierte kommen, um das neue Flair im Stadion zu entdecken.«

Die Eintrittspreise betragen 12 Euro (normal) und 10 Euro (ermäßigt). Bis die Tribüne endgültig fertig gestellt ist, müssen noch einige Arbeiten erledigt werden. Unter anderem soll noch ein Ausschankbereich und ein Fitnessstudio entstehen.

Trotz aller Freude stehen nach Angaben von Trageser die sportlichen Belange am Samstag im Vordergrund: »Ich erwarte, dass sich die Jungs zerreißen und gegen Waldgirmes einen Sieg einfahren. Wir wollen mit vier Punkten Vorsprung nach Kassel fahren, damit wir dort nicht so unter Druck stehen.«

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