Mittwoch, 21.11.2018

Barletta fordert drei weitere Punkte

Hessenliga Mittwoch, 08.08.2018 - 15:26 Uhr

Bayern Alzenau muss zum ersten Auswärtsspiel nach Bad Vilbel. Stürmen Selishta und Bari gemeinsam?

3000 Zu­schau­er in Hün­feld, 2300 Fans in Gie­ßen und 2200 Be­su­cher in Loh­fel­den. Sie boomt, die Fuß­ball-Hes­sen­li­ga in der Sai­son 2018/2019. Und ei­ner der Hech­te im Karp­f­en­teich ist der­zeit der FC Bay­ern Al­zenau, der mit zwei spek­ta­ku­lä­ren Heim­sie­gen ge­gen Ha­da­mar (5:2) und Gins­heim (4:2) ei­nen opti­ma­len Start hin­ge­legt hat.Am dritten Spieltag müssen die Jungs von Trainer Angelo Barletta beim Aufsteiger FV Bad Vilbel (Freitag, 20 Uhr, Nidda-Sportfeld) antreten.

»Ich erwarte ein äußerst schwieriges Spiel für uns, denn Alzenau kommt hierher, um zu gewinnen«, weiß der Trainer des FV, Amir Mustafic, welches Kaliber den letztjährigen Meister der Verbandsliga Hessen Süd erwartet. Nach dem 3:0 beim Mitaufsteiger Türk Gücü Friedberg folgte in der vergangenen Woche ein 0:2 in Baunatal. Zum ersten Hessenliga-Heimspiel seit der Saison 2006/2007 muss sich die Elf aus dem Wetteraukreis nun mit dem amtierenden Vizemeister messen. »Alzenau ist eine sehr robuste und organisierte Mannschaft, die zudem sehr effektiv ist«, hat Mustafic großen Respekt. Gleichwohl erwartet der 43-jährige, dass seine Elf den Kampf annimmt: »Wir müssen dagegen halten, egal ob spielerisch oder kämpferisch. Meine Spieler müssen sich jetzt möglichst schnell an die Hessenliga gewöhnen.«

Gewöhnen wollen sich die Alzenauer möglichst an das Gefühl zu gewinnen. »Drei Punkte sind die Vorgabe«, lässt Angelo Barletta keinen Zweifel daran, welches Ziel er verfolgt.

Ein besonderes Match

Für zwei FV-Kicker dürfte das Spiel gegen die Alzenauer ein ganz besonderes Match sein. Keeper Patrick Rühl (22) und Mittelfeldspieler Kristjan Bejic (22) schnürten in der letzten Runde noch die Kickschuhe für den FCB. »Die beiden werden bestimmt auf die Begegnung brennen«, ist sich Barletta sicher. Doch auch den Bad Vilbeler Zugang von der Usinger TSG, Tim Tilger (29), lobt der Bayern-Coach: »Das ist ein gestandener Hessenliga-Spieler.« In puncto Spielsystem geht Barletta von einer eingespielten Truppe aus: »Sie haben die Vorgaben ihres Trainers verinnerlicht und spielen entweder ein 5-4-1 oder ein 3-4-3. Insgesamt ist das eine fußballerisch clevere Elf. Es wird mit Sicherheit eine anspruchsvolle Aufgabe werden«, so Barletta weiter.

Arbeiten müssen die Bayern weiter an ihrer Defensive. Drei von vier Gegentoren entstanden aus Standardsituationen. Auch gegen Ginsheim herrschte nach der Pause für einige Minuten extreme Unordnung in der Alzenauer Hintermannschaft. »Die Jungs haben gemerkt, wie schnell es gehen kann. Das Spiel schien zur Halbzeit schon gewonnen, dann kommen gewisse Fahrlässigkeiten von unserer Seite auf und in zehn Minuten haut dir der Gegner das Spiel um die Ohren«, betrieb Barletta Ursachenforschung. »Wir sind momentan noch nicht soweit, dass wir unser eigenes Spiel über 90 Minuten durchbringen«, so der 41-jährige weiter.

Äußerst positiv zeigte sich allerdings die Reaktion der Bayern-Kicker nach dem Ausgleichstreffer der Ginsheimer. Mit großem Willen und vor allem über die rechte Seite mit den bärenstarken Rico Kaiser und Noah Schmitt drehten die Bayern das Match wieder.

Auf Alzenauer Seite kann Barletta, bis auf Stammkeeper Takidis, auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Auch Hedon Selishta trainierte in dieser Woche wieder beschwerdefrei mit und könnte neben »Salva« Bari im Angriff auflaufen. »Ich weiß nicht, ob es in der Hessenliga ein besseres Stürmerduo gibt«, ist Barletta von den Qualitäten seiner Torjäger überzeugt. Verzichten muss sein Gegenüber Amir Mustafic auf Zoran Djordjevic (Meniskus), auch hinter dem Einsatz von Spielführer Nuh Uslu (Schichtarbeit) steht ein Fragezeichen.

Jörg Albert

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