Dienstag, 13.11.2018

Alzenauer punkten mit Mentalität

mit Bildergalerie

Hessenliga Sonntag, 05.08.2018 - 14:01 Uhr

Der FC Bayern Alzenau hat auch sein zweites Saisonspiel gewonnen. Beim 4:2 Ginsheim setzen zwei Japaner der Barletta-Elf nach der Pause aber gehörig zu.

Men­ta­li­tät - das war das am meis­ten ge­brauch­te Wort auf der Pres­se­kon­fe­renz nach der Par­tie der Fuß­ball-Hes­sen­li­ga zwi­schen dem FC Bay­ern Al­zenau und dem VfB Gins­heim. Sowohl FCB-Coach Angelo Barletta, als sein Gegenüber Artur Lemm stellten ihren Mannschaften nach dem Heimsieg der Alzenauer hervorragende Kritiken in puncto Einstellung und psychische Stabilität aus.

Mit gegenseitigem Lob geizten die beiden Trainer ebenfalls nicht. Während Lemm die Alzenauer Elf als eine Spitzenmannschaft bezeichnete, sprach Barletta von einer Ginsheimer Truppe, die man nie abschreiben dürfe. Und genau diese Erfahrung machten die Bayern in einem Match, dass sie nach 90 Minuten mit 4:2 für sich entschieden hatten.

Bari und Kubilay in Startelf

Alzenau musste ohne den verletzten Goalgetter Hedon Selishta (muskuläre Probleme) antreten, im Gegensatz zum Hadamar-Spiel rückten Salvatore Bari und Cetin Kubilay in die Startformation. Bei »brutal heißen Temperaturen« (O-Ton Stadionsprecher Toni Ritter) - zum Anpfiff um 18 Uhr wurden noch 32 Grad gemessen - setzte Barletta auf eine Abwehr-Dreierkette mit Wörner, Wilke und Auer. Auf dem Außenbahnen sollten Kaiser und Calabrese für gefährliche Vorstöße sorgen.

Dieser Plan ging schon in der neunten Minute auf. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß schlief die Gästeabwehr. Flanke Kaiser - Kopfball Bari - 1:0 für Alzenau. Ginsheim fand in den ersten 45 Minuten nie in die Partie, was auch Lemm später eingestand: »In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren.« Alzenau nutzte die Chance und legte in der 29. Minute nach. Nach einem gewonnenen Kopfballduell von Bari lief Kalata auf das Gästetor zu, narrte seinen Gegenspieler und brachte seine Farben mit 2:0 in Front.

»In der Pause gab es einige fiese Worte von mir«, schilderte Lemm seine Ansprache. Einige Meter weiter warnte Barletta seine Elf vor dem angeschlagenen Gegner: »Mir war klar, dass Ginsheim noch nicht besiegt ist.« Und mit japanischer Power, in Form der zur Pause eingewechselten Kota Ogura und Masaki Murata, machte der VfB plötzlich mächtig Druck. Nach einem Freistoß war Ogura (47.) zur Stelle - nur noch 2:1 für Alzenau. Da die Bayern bereits das dritte Gegentor nach einem Standard kassiert haben, muss sich Barletta für die kommenden Begegnungen etwas einfallen lassen.

13 Minuten später tanzte Murata (60.) Marcel Wilke aus und vollstreckte zum 2:2. Vieles erinnerte die einheimischen Fans an die »15 Chaosminuten« gegen Hadamar, aber auch die positive Reaktion der Bayern zeigte Parallelen zum letzten Match. Nach einem Eckball der Gäste spielte Calabrese einen mustergültigen Konter mit Kubilay aus. Der eingewechselte Noah Schmitt (63.) war zur Stelle und staubte zum 3:2 ab.

Alzenau drückte dem Spiel nun wieder seinen Stempel auf und sorgte vor allem über die rechte Seite mit Schmitt und dem überragenden Rico Kaiser für viel Gefahr. Letzterer zeichnete auch für das entscheidende 4:2 verantwortlich. Nach einem feinen Pass von Milosevic versenkte Kaiser (73.) das Leder in der langen Ecke.

Fallrückzieher an die Latte

Um ein Haar hätte Salvatore Bari noch einen Treffer Marke Tor des Jahres erzielt. Doch sein Fallrückzieher (83.) knallte an die Latte. »Die Punkte sind heute absolut verdient nach Alzenau gegangen«, sagte Lemm nach dem Match. Gleichzeitig betonte der Ginsheimer Trainer aber auch die Personalmisere und die hohe Belastung seiner Elf. »Es war ein verrücktes Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht. Nach dem Ausgleich zum 2:2 hat meine Mannschaft eine geile Mentalität gezeigt«, freute sich Barletta. Da war es also wieder - das Wort des Tages.

Jörg Albert
 
 

Bayern Alzenau - VfB Ginsheim 4:2 (2:0)

Alzenau: Brao - Wörner (51. Schmitt), Wilke, Auer - Ljubicic, Milosevic - Kaiser, Kalata, Calabrese (80. Hochstein) - Bari, Kubilay (64. Sejdovic). - Tore: 1:0 Bari (9.), 2:0 Kalata (29.), 2:1 Ogura (47.), 2:2 Murata (60.), 3:2 Schmitt (63.), 4:2 Kaiser (73.). - SR: Frohnapfel (Neuhof). - Zuschauer: 330. - Gelb-Rot: Eren (81., Ginsheim, wiederholtes Foulspiel).

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