Viktoria will in Aubstadt Wiedergutmachung

Zwei Pleiten in der letzten Saison

Regionalliga Bayern
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Fußball, Regionalliga, Viktoria Aschaffenburg - 1. FC Schweinfu
Aschaffenburg, Stadion Schönbusch, Fußball, Regionalliga, Viktoria Aschaffenburg (in weiß) - 1. FC Schweinfurt (in grün) TW Ricardo Döbert (Viktoria Aschaffenburg) in Aktion Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Al­les an­de­re als vergnü­g­ungs­steu­erpf­lich­tig wa­ren in der letz­ten Sai­son der Re­gio­nal­li­ga Bay­ern die bei­den Spie­le der Vik­to­ria ge­gen den TSV Aub­stadt. Mit 0:4 aus­wärts und 0:2 zu Hau­se konn­ten die Aschaf­fen­bur­ger kei­nen ein­zi­gen Zäh­ler für sich be­hal­ten.

Vor dem Spiel in Aubstadt (Samstag, 17 Uhr) räumt Trainer Jochen Seitz daher unumwunden ein: »Wir haben etwas gut zu machen, sonderlich erfolgreich haben wir da ja nicht abgeschnitten.«

Das gilt nicht nur mit Blick auf die letztjährige Saison, sondern auch mit Blick auf die jüngste Vergangenheit. Seit vier Spielen wartet die Viktoria auf einen Sieg. Optimisten könnten zwar darauf hinweisen, dass die Mannschaft seit zwei Spielen ungeschlagen ist, aber während das 1:1 beim FC Bayern II noch als Erfolg gelten kann, fällt das torlose Remis gegen Greuther Fürth II unter die Kategorie Enttäuschung.

Mentaler Schub?

Jetzt hofft Seitz, dass der ungefährdete 3:0-Erfolg im Pokalspiel in Neudrossenfeld den Spielern vor allem einen mentalen Schub gegeben hat. Etwas Positives hat Seitz aber auch aus den letzten Wochen mitgenommen. »Wir haben es geschafft, dass wir defensiv wieder stabiler stehen. Das ist die Basis für unser Spiel.«

Punktgleicher Gegner

Aubstadt liegt wie die Viktoria mit acht Punkten aus sechs Spielen im Mittelfeld. »Das haben die sich bestimmt anders vorgestellt, weil sie doch Ambitionen auf die vorderen Plätze haben«, sieht Seitz auch den Saisonstart des TSV als eher suboptimal. Den derzeitigen Tabellenplatz will er aber nicht als Maßstab nehmen. »Aubstadt ist eine sehr gute Mannschaft. Die haben viele Spieler mit großer Erfahrung.«

Seit zwei Jahren betreut Victor Kleinhenz die Unterfranken - mit deutlichem Erfolg. In seiner ersten (Rumpf-)Saison führte er die Mannschaft auf Platz fünf, in der letzten Runde auf Platz sechs und zusätzlich ins Pokalfinale, das der TSV im Elfmeterschießen gegen Illertissen verlor.

In diesem Jahr tut sich die Elf vor allem auf eigenem Platz schwer, hat da erst zwei Unentschieden geholt und eine Partie verloren. Gut in Form ist aber bereits Christopher Bieber. Fünf Tore in sechs Spielen stehen auf seinem Konto und damit fast die Hälfte der Aubstädter Tore. Da kommt Arbeit auf die Viktoria-Defensive zu, die vor allem von Beginn an hellwach sein muss. In der vergangenen Saison saß die Viktoria eine Halbzeit lang gedanklich noch im Bus und lag zur Pause 0:3 zurück.

Dirigiert wird die Abwehr in Aubstadt von Ricardo Döbert im Tor. Die etatmäßige Nummer eins, Max Grün, ist in dieser Woche im Urlaub. Eine Schwächung bedeutet der Wechsel im Kasten aber keineswegs. Der 31-jährige Döbert hat reichlich Regionalligaerfahrung und bewiesen, dass auf ihn jederzeit Verlass ist, wenn die Mannschaft ihn braucht.

»Belebendes Element«

Schon am Dienstag im Pokal war Alexandru Paraschiv wieder dabei. Viel spricht für einen Einsatz des quirligen und laufstarken Mittelfeldspielers. »Er ist ein belebendes Element, hat zudem ein sehr gutes Defensivverhalten«, lobt ihn Seitz. Er sieht in dem Neuzugang von Viktoria Griesheim einen »Gewinner der bisherigen Saison«.

Das lässt sich leider von Florian Pieper derzeit nicht sagen, der Stürmer muss weiterhin mit Knieproblemen pausieren. Zuletzt stand jeweils Nicolas Hebisch als zentraler Angreifer in der Startelf. Aufgrund der Belastungssteuerung könnte am Samstag Elias Niesigk seinen Platz einnehmen. »Nach vorne haben wir immer die Qualität ein Tor zu schießen«, sagt Seitz und will mit dieser Aussage seine Angreifer wohl vor allem motivieren, die Qualitäten auch zu zeigen. Mit jeweils zwei Treffern sind derzeit die Mittelfeldspieler Benedict Laverty und Roberto Desch die »Torschützenkönige« der Viktoria.

Desch wieder im Kader

Der zuletzt fehlende Desch dürfte wieder im Kader stehen, wenn er die letzten Trainingseinheiten beschwerdefrei übersteht. Jan-Philipp Stein sowie die Langzeitverletzten Tom Schulz und Marco Fritscher sind dagegen kein Thema.

Elf Spiele gab es bislang zwischen Aschaffenburg und Aubstadt sowohl in der vierten wie in der fünften Liga. Mit sechs Siegen hat die Viktoria knapp die Nase vorn, ein Unentschieden gab es noch nie.

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