Die Viktoria will in Bayreuth nicht nur Spalier stehen

Oberfranken können Meisterschaft perfekt machen

Regionalliga Bayern
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Szene aus Hinspiel, das die Aschaffenburger am heimischen Schönbusch mit 0:1 verlor: Bayreuths Daniel Steininger (links) lm Zweikampf mit Roberto Desch.
Foto: Björn Friedrich
Meis­ter­spa­lier oder Spiel­ver­der­ber? Vik­to­ria Aschaf­fen­burg kommt im letz­ten Aus­wärts­spiel der Re­gio­nal­li­ga Bay­ern beim Ta­bel­len­füh­rer Spvgg Bay­reuth (Sams­tag, 14 Uhr) wo­mög­lich ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu. Ei­nen Sieg be­nö­t­i­gen die Ober­fran­ken noch, um sich den Ti­tel und den di­rek­ten Auf­s­tieg in die 3. Li­ga zu si­chern.

Nur wenn der FC Bayern II am Freitag sein Heimspiel gegen Wacker Burghausen nicht gewinnen sollte, findet die Partie im Hans-Wild-Stadion mehr oder weniger als Freundschaftsspiel statt. Dann wäre das Rennen um Platz eins schon vorzeitig entschieden.

Gute Ausgangsposition wahren

Von einem Freundschaftsspiel will Viktoria Trainer Jochen Seitz aber nichts wissen. »Egal wie der Stand ist, wir würden Bayreuth gerne ärgern.« Aber das ist nicht der einzige Antrieb der Gäste. Die Viktoria hat den einstelligen Tabellenplatz, das erklärte Saisonziel, noch nicht sicher, hat sich aber mit einer Serie von vier niederlagenlosen Begegnungen in eine gute Ausgangsposition gebracht. »Wir wollen die Runde mit einem guten Gefühl abschließen, deshalb sind die bevorstehenden Spiele gegen die Top-Teams der Liga, Bayreuth und Schweinfurt, für uns wichtig. Da wollen wir punkten.«

Das haben in Bayreuth schon andere Mannschaften geschafft. Die Spvgg ist zwar eine der überragenden Mannschaften der Liga - aber alle vier Saisonniederlagen kassierte sie zu Hause. Zuletzt überraschend und deftig mit 0:4 gegen den Tabellenletzten Rosenheim.

Seitz führt das auf die Spielweise zurück. »Die Mannschaft spielt einen relativ einfachen Fußball, verlässt sich auf ihr extremes Umschaltspiel und dringt mit großer Wucht vorne rein.« Das lässt sich schwerer umsetzen, wenn die Gegner kompakt stehen. Vor allem das Umschaltspiel will die Viktoria wirksam unterbinden. Seitz: »Ich glaube nicht, dass die versuchen, uns auszuspielen.«

Bayreuth spielt einen relativ einfachen Fußball, verlässt sich auf extremes Umschaltspiel.

Bayreuth profitiert in dieser Runde von der großen Erfahrung fast aller Akteure. Tobias Stockinger (22 Jahre) und Alexander Nollenberger (24) sind die einzigen Stammkräfte unter 25 Jahren. Viele Spieler haben auch schon Drittliga-Erfahrung gesammelt.

1978/79 spielte Bayreuth zuletzt im Profifußball, damals in der 2. Liga. 2011 stieg die Mannschaft dann bis in die sechstklassige Landesliga ab. 2018 übernahm Timo Rost den Trainer-Job und formte die wahrscheinliche Aufstiegsmannschaft. Die Liaison wird aber im Sommer enden. Zwar ist es noch nicht offiziell verkündet, aber sein Wechsel zum Zweitliga-Absteiger Erzgebirge Aue gilt als sicher.

Breite Personalauswahl

Die Viktoria wird am Samstag mit einer breiten Personalauswahl nach Bayreuth reisen. »Wahrscheinlich haben wir wieder mal einen 18er-Kader zusammen«, freut sich Seitz über das Angebot. Neben den drei Langzeitverletzten Hamza Boutakhrit, Tom Schulz und Nick Förster fehlen wahrscheinlich nur die erkrankten Marco Raimondo-Metzger und Philipp Beinenz. Der Außenbahnspieler ist zwar bereits wieder im Training, für einen Einsatz wird es aber vermutlich noch nicht reichen.

Einziger Auswärtssieg 1985

In Bayreuth konnten die Aschaffenburger bisher nur ein Spiel gewinnen: 1985 siegten die von Spielertrainer Kurt Geinzer angeführten Gäste mit 5:0 in der erfolgreichen Relegation zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Um den Aufstieg ging es auch im vergangenen Jahr. In der Relegation für die Qualifikationsrunde zur 3. Liga unterlag die Viktoria dort mit 0:4 und musste alle Hoffnungen begraben. Für das Rückspiel steht zwar ein 7:0-Heimsieg in der Bilanz, aber es war ein Muster ohne Wert. Weil zu diesem Zeitpunkt auch die Spvgg nicht mehr aufsteigen konnte, war nur die chancenlose Bezirksoberliga-Truppe angereist. Damit braucht die Viktoria am Samstag selbst bei bereits feststehender Meisterschaft der Hausherren nicht zu rechnen.

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