Laverty lässt die Viktoria bei Profi-Reserve des FC Bayern München jubeln

Verdienter Punktgewinn

Regionalliga Bayern
2 Min.

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Der Aschaffenburger Benedict Laverty (links) wird hier von Justin Janitzek (FC Bayern München II) bedrängt.
Foto: Wolfgang Fehrmann
Die Se­rie der Vik­to­ria in Mün­chen hat ge­hal­ten: Mit dem 1:1 hol­ten die Aschaf­fen­bur­ger be­reits in der vier­ten Sai­son in Fol­ge ein Un­ent­schie­den beim FC Bay­ern Mün­chen II. Zu­g­leich hat die Mann­schaft von Trai­ner Jo­chen Seitz da­mit die drit­te Nie­der­la­ge in Fol­ge in der Fuß­ball-Re­gio­nal­li­ga Bay­ern ver­mie­den.

»Man of the Match« aus Sicht der Gäste war Benedict Laverty. In der 78. Minute nutzte er einen üblen Fehler im Aufbauspiel der Bayern und erzielte das 1:1. Hochzufrieden äußerte sich Seitz nach dem Ausflug an die Isar: »Das ist ein völlig verdienter Punkt. Die Mannschaft hat eine sehr leidenschaftliche Leistung gezeigt und den Bayern Paroli geboten.«

Mit dem Ausgleich verhinderte Laverty wohl auch eine Strafpredigt seines Trainers. Denn er allein hätte in der ersten Halbzeit schon die Weichen in Richtung Erfolg stellen können. In der 6. und 27. Minute scheiterte er mit guten Chancen an Bayern-Torhüter Mayer, in der 22. Minute traf er nur den Pfosten.

Die Mannschaft hat eine sehr leidenschaftliche Leistung gezeigt.

Seitz hatte seine Mannschaft stärker als erwartet umgebaut. Die wichtigste taktische Änderung: Erstmals in dieser Saison wechselte in der Defensive auf eine Fünferkette. Mit dem davor aufgereihten defensiven Mittelfeld agierte die Mannschaft deutlich kompakter als in den letzten Wochen. Zwar gingen die ersten 20 Minuten klar an die Bayern, aber daraus entstand nur eine Chance, als Max Grün gegen Copado klärte (8.). Alle anderen Szenen entschärfte die Viktoria lange bevor sie brenzlig wurden. Ab Mitte der ersten Halbzeit gestalteten die Aschaffenburger die Partie dann deutlich offener und ließen den Münchnern nicht mehr so viele Möglichkeiten zur Entfaltung.

Noch einmal lag ein Treffer in der Luft nach einem langen Pass von Benjamin Baier in die Spitze. Aber Nicolas Hebisch, der den Vorzug vor Elias Niesigk und Florian Pieper erhalten hatte, bekam den Ball nicht unter Kontrolle. »Wir haben sehr gute Umschaltmomente kreiert und hätten in dieser ersten Halbzeit sogar in Führung gehen können«, befand Seitz.

Die zweite Halbzeit begann dann mit einer intensiven Druckphase der Bayern. Minutenlang kam die Viktoria kaum aus der eigenen Hälfte. Fast folgerichtig nach 56 Minuten die Führung der »Amateure«. Nach einem Freistoß von Aydin hatte kein Aschaffenburger den aufgerückten Innenverteidiger Janitzek im Blick, der das 1:0 köpfte. Seitz war sauer: »Ein Tor nach einer Standardsituation - das ist sehr ärgerlich, das darf uns nicht passieren.« Zumal die Bayern weiter angriffen und Grün gegen Herold (60.) und Copado (72.) den knappen Rückstand rettete. Allerdings konnten sich die Gäste zunehmend vom Druck befreien und mit den von Seitz gelobten Umschaltmomenten ihrerseits für Gefahr sorgen.

»Wie die Mannschaft da noch einmal zurück gekommen ist, das nötigt allen Respekt ab«, zog Seitz den Hut und erinnerte daran, dass der Trupp schon seit sieben Uhr am morgen unterwegs war. Mit Verkaj, Niesigk und Pieper hatte der Trainer zudem weitere Offensivkräfte eingewechselt, die auch in den letzten Minuten mit viel Mut nach vorne spielten.

Das war eine gute Reaktion nach den letzten beiden Spielen.

»Wir haben nach dem Rückstand alles gegeben, mit ein bisschen Glück können wir hier sogar gewinnen«, dachte Daniel Cheron an die guten Möglichkeiten vor allem der ersten Halbzeit. Ganz zum Schluss hatte die Viktoria dann aber auch noch einmal etwas Glück, als der Unparteiische bei einem ungestümen Einsatz von Jan Philipp Stein gegen Copado in der 93. Minute kein elfmeterwürdiges Foul erkannte und Grün den Schuss aus dem Gewühl heraus parierte.

Auch Max Grün trauerte ein wenig den in der Offensive liegengelassenen Chancen nach, lobte aber vor allem die gesamte Entwicklung. »Das war eine gute Reaktion nach den letzten beiden Spielen. Mit diesem Auftritt hier bei den Bayern können wir sehr zufrieden sein, das muss unsere Basis sein.« Die sich bereits am kommenden Freitag gegen die Spvgg Greuther Fürth II wieder bewähren muss.

Liveticker zum Nachlesen unter https://www.main-echo.de/viktoria

FC Bayern München II - Viktoria Aschaffenburg 1:1

München: Mayer - Herold, Janitzek, Tikvic, Brückner - Aydin (ab 89. Krätzig), Neziri (ab 61. Denk) - Ranos, Vidovic, Zvonarek - Copado.

Aschaffenburg: Grün - Beinenz (ab 76. Pieper), Stein, Borger, Boutakhrit, Zehnder (ab 53. Cheron) - Meyer (ab 69. Niesigk), Baier, Metzler (ab 73.Verkaj), Laverty - Hebisch.

Zuschauer: 665. - Tore: 1:0 Janitzek (56.), 1:1 Laverty (77.). - SR: Wörz (Friesenried). - Gelbe Karten: Tikvic, Neziri - Borger (1), Metzler (1), Beinenz (1), Stein (1), Laverty (1).

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