Viktoria will gegen Greuther Fürth II die Abwehr stabilisieren

Fünf statt vier vor dem eigenen Tor

Regionalliga Bayern
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Sauber abräumen, wie hier gegen den Fürther Jean Carlos de la Cruz Bustamente, soll Hamza Boutakhrit (vorne) in der Aschaffenburger Abwehrkette. Damit die mehr Stabilität hat, lässt Viktoria-Trainer Jochen Seitz auch schon mal fünf statt vier Abwehrrecken vor dem eigenen Tor arbeiten.
Foto: Jürgen Gerlach
Wo­hin führt der Weg in der Re­gio­nal­li­ga Bay­ern in die­ser Sai­son? Ei­ne rich­ti­ge Ant­wort ha­ben we­der Vik­to­ria Aschaf­fen­burg noch die Spvgg Greu­ther Fürth II bis­her ge­fun­den, die sich am sechs­ten Spiel­tag als Mit­tel­feld-Mann­schaf­ten ge­gen­über ste­hen (Frei­tag, 19 Uhr, Sta­di­on am Sc­hön­busch).

»Die sind ähnlich wie wir in die Saison gestartet«, blickt Trainer Jochen Seitz rätselnd auf die letzten Ergebnisse der Mittelfranken: zwei Siege, zwei Niederlagen. Stimmungsmäßig hat die Viktoria aber ein deutliches Plus, nachdem sie dem großen Favoriten FC Bayern München II einen Punkt abknöpfen konnte. Fürth beklagte dagegen eine 0:1-Heimniederlage gegen den starken Aufsteiger DJK Vilzing.

Basis für den Aschaffenburger Teilerfolg war in der Landeshauptstadt die Defensivleistung, wie Seitz noch einmal betont. »Wir sind hinten viel sicherer gestanden und haben deutlich konzentrierter verteidigt.« Nicht ausschließen will er, dass der große Name des Gegners eine Rolle gespielt hat. »Die Mannschaft war viel wacher«, sieht er einen Unterschied zum letzten Heimspiel gegen Burghausen.

Aber vor allem seine Taktik mit der erstmals aufgebotenen Fünferkette in der letzten Reihe war ein wesentlicher Faktor. Diese Formation könnte auch gegen Fürth so auflaufen. Seitz hat die letzten Auftritte der Mittelfranken analysiert: »Die treten in der Regel mit einem 4-4-2-System an. Bei zwei gegnerischen Angreifern passt die Fünferkette gut, da hat man noch einen weiteren Verteidiger zur Absicherung hinten dran.«

Bei zwei gegnerischen Angreifern passt die Fünferkette gut.

Beim Blick auf den Kader der Fürther ist auf alle Fälle genauso viel Respekt angesagt wie bei den Bayern. Zwei erfahrene Führungsspieler hebt Seitz hervor: »In der Abwehr sorgt Fabian Baumgärtel für Ordnung und davor müssen wir ganz besonders auf Daniel Adlung aufpassen.« Den 34-Jährigen sieht er als Kopf der Mannschaft. Daneben läuft wie immer eine Reihe hoffnungsvoller Talente auf. Wer in Aschaffenburg dabei ist, bleibt offen, denn nach dem schlechten Start der Profis in die 2. Liga sind die U23-Spieler plötzlich in den Fokus gerückt. In dieser Woche durften Natanas Zebrauskas und Maximilian Dietz dort mittrainieren, Oliver Fobassam und Oualid Mhamdi hatten bereits ihre Einsätze in der »Ersten«. In beiden Mannschaften spielte bereits U-Nationalspieler Sidney Raebiger, Neuzugang von RB Leipzig, der als eines der großen deutschen Talente gilt. Außerdem steht da auch noch Weltmeister-Sohn Lucien Littbarski auf dem Zettel, der aus disziplinarischen Gründen derzeit sogar komplett in die »Zweite«versetzt wurde.

Die richtige Startelf für das Spiel in Aschaffenburg zu finden wird daher eine knifflige Aufgabe für Trainer Petr Ruman, der nach seinem wenig erfolgreichen Ausflug zu Türkgücü München seit Jahresbeginn wieder an alter Wirkungsstätte tätig ist. Einen erfahrenen Co hat er dazu bekommen: Gerd Klaus, der frühere Trainer des 1. FC Schweinfurt 05.

Paraschivs Einsatz fraglich

Für Jochen Seitz ist die Aufstellungsfrage nicht ganz so diffizil. Erstmals hat er nach dem Spiel in München keinen neuen Verletzten zu beklagen. Sollte er die bewährte Taktik vom Bayern-Spiel beibehalten, dann spricht viel für eine unveränderte Startaufstellung. Allenfalls einen Platz auf der Bank sieht Seitz für Alexandru Paraschiv, der nach seiner Verletzung aus dem Burghausen-Spiel (Probleme mit dem Sprunggelenk) in München passen musste. Endgültig entschieden wird das erst am Spieltag. Seitz: »Für die Anfangsformation wird es aber ganz bestimmt nicht reichen.« Noch kein Thema für den Freitag ist Roberto Desch. Der hat erste Laufeinheiten absolviert. Wenn alles gut geht, könnte er am Dienstag mit dabei sein, wenn die Viktoria in der zweiten Pokalrunde nach Neudrossenfeld muss.

Seit drei Jahren sind die Fürther bei der Viktoria gerne gesehen. In den letzten vier Spielen holte die Truppe von Jochen Seitz zwei Siege und zwei Unentschieden. In den 13 Begegnungen davor konnten die Aschaffenburger nur zweimal gewinnen.

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