Montag, 18.03.2019

Viktoria fährt mit Selbstvertauen zum Tabellenzweiten Eich­stätt

Regionalliga Bayern
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Zurück in der Startelf: Viktorias Kevin Wittke (weißes Trikot) darf sich am Wochenende mit Eichstätts Sebastian Graßl duellieren. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith

Das Regionalligateam der Viktoria tritt am Samstag beim Tabellenzweiten Eichstätt an. Der Einsatz von Schnitzer, Cheron und Harrer ist fraglich.

Nach dem wich­ti­gen Sieg über Wa­cker Burg­hau­sen kann Vik­to­ria Aschaf­fen­burg mit mehr Selbst­ver­trau­en zum Ta­bel­len­zwei­ten der Fuß­ball-Re­gio­nal­li­ga Bay­ern rei­sen (Sams­tag, 14 Uhr). Das ist zur Über­ra­schung al­ler Be­o­b­ach­ter der letzt­jäh­ri­ge Auf­s­tei­ger VfB Eich­stätt. »Wir er­le­ben ge­ra­de ein Wun­der«, sagt so­gar Trai­ner Mar­kus Mat­tes.

Dabei hat das nichts mit Glück oder Zufall zu tun, wie auch Viktoriacoach Jochen Seitz beobachtet hat: »Der VfB steht völlig zu Recht da oben, in der Mannschaft steckt richtig viel Qualität.«

Viktoria-Sieg im Hinspiel

Die Oberbayern haben den zweitbesten Sturm der Liga, in den letzten zehn Spielen nur einmal verloren und sind auch zu Hause erst zweimal ohne Punkte geblieben. In der bisherigen Runde konnten lediglich vier Mannschaften gegen Eichstätt gewinnen - eine davon ist ausgerechnet die Viktoria, die im Hinspiel durch zwei Harrer-Tore einen 0:1 Rückstand drehte. Für Seitz ein Mutmacher: »Wir haben gegen alle Mannschaften eine gute Chance.« Das zeigt auch die Statistik. Gegen jede Elf der oberen Tabellenhälfte hat die Viktoria mindestens einen Punkt geholt, oft sogar drei oder wie gegen Burghausen sogar sechs.«

Eichstätt präsentiert sich in dieser Saison als organisch gewachsenes Team - zudem geschickt verstärkt wie mit dem Ex-Bundesligaprofi Markus Steinhöfer - das seinen Erfolgsweg unbeirrt fortsetzt: 2017 Bayernligameister und Aufsteiger, 2018 souveräner Klassenerhalt in der Regionalliga, 2019? Die dritte Liga ist kein Thema, sowohl aus finanziellen wie organisatorischen Gründen hat der Verein erst gar keine Bewerbung abgegeben. Aber die Vize-Meisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals soll es jetzt schon werden.

Die Hoffnungen liegen dabei auf dem Sturm. Mit Fabian Eberle (9 Tore), Marcel Schelle (8) und Atdhedon Lushi (7) hat Mattes gleich drei treffsichere Akteure. Seitz: »Nach vorne entfalten die eine unheimliche Wucht. Eberle ist einer der besten Stürmer der Liga.« Allerdings muss Mattes am Samstag auf den verletzten Lushi verzichten, ebenso auf Mittelfeldspieler Fabian Schäll. Dafür hat er im Winter den drittligaerfahrenen Roussel Ngankam für ein halbes Jahr ausgeliehen. Genauso wie den am Untermain (Haibach, Erlenbach) bestens bekannten Torhüter Christos Patsiouras, der zur Zeit aber nur auf der Bank sitzt.

Jochen Seitz plagen aktuell große Personalprobleme. So ist derzeit mit dem erkrankten Björn Schnitzer und den angeschlagenen Daniel Cheron sowie Michél Harrer der Einsatz von drei Stammspielern fraglich. Außerdem könnte Daniele Toch grippebedingt ausfallen.

Zumindest in der Abwehr sieht es besser aus. Nach seiner Sperre kehrt Ugurtan Kizilyar zurück. Er dürfte sich besonders um Eberle kümmern, vor dessen Kopfballstärke Seitz besonders warnt. Generell nimmt der Trainer seine Abwehr in die Pflicht: »Wir müssen sehr konsequent verteidigen. Jede kleine Nachlässigkeit wird Eichstätt sofort ausnutzen.« Nach seiner »Babypause« wird auch Kevin Wittke wieder in der Startelf zu finden sein. Silas Zehnder ist ins Training zurückgekehrt, steht möglicherweise am Samstag zur Verfügung. Trotzdem keine optimalen Voraussetzungen. Setz will die letzten Trainingseinheiten abwarten und erst dann seine Taktik festlegen. Versprechen will er im Vorfeld dennoch, »dass wir auf alle Fälle elf Spieler aufbieten, die in der Lage sind, Eichstätt zu ärgern.«

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