Montag, 24.09.2018

Viktoria Aschaffenburg rüstet sich für die Zukunft

Fußball Dienstag, 11.09.2018 - 17:31 Uhr

104 Mitglieder bestätigen den Vorstand bei der Jahresversammlung im Amt. Im Etat des Regionalligisten fehlen noch 90000 Euro.

Vik­to­ria Aschaf­fen­burg rüs­tet sich für die Zu­kunft und will lang­fris­tig hoch­klas­si­gen Fuß­ball spie­len. Das wur­de am Mon­tag in der Jah­res­ver­samm­lung im Vip-Zelt des Sta­di­ons am Sc­hön­busch deut­lich. Ge­lei­tet wur­de die Ver­samm­lung von Hein­rich Fuß­b­ahn. 104 Mitglieder waren gekommen, darunter die Regionalliga-Mannschaft einschließlich der Trainer. Zuvor hatte der Vorstand Finanzen, Manfred Fleckenstein, die Versammlung unter das Motto »Unser SVA auf einem dauerhaften Weg zu einem sportlich dauerhaften Erfolg« gestellt.

Vorstandssprecher Holger Stenger erinnerte an die vergangenen erfolgreich gestalteten Spiele. Unglücklich sei die Niederlage gegen Ingolstadt II (1:2) am Wochenende gewesen. Im Pokal lebe der Traum vom Erreichen der Endrunde weiter. Stenger betonte, dass der Verein vor ein paar Jahren noch am Abgrund gestanden habe.

Viktoria »ein lebendes Gebilde«

Menschen hätten Verantwortung übernommen, um den Verein zu retten. Heute sei die Viktoria ein lebendes Gebilde, das sich jeden Tag bewegt. Man könne stolz auf das Erreichte sein, denn der Verein werde gemeinschaftlich, freundschaftlich, respektvoll und kollegial geführt. Alle Schritte und Änderungen seien wohlüberlegt diskutiert und werden den Verein nach vorne bringen. Man sei auf dem richtigen Weg und man habe deshalb keine Angst vor der Zukunft.

Verwaltungsratsmitglied Gerald Rienecker betonte, dass man sich als Planungs- und Kontrollinstanz sehe und Impulse und Anregungen gebe. Beim Projekt »Viktoria fit for Future« seien die Ziele Bundesligafußball, Kontinuität, eine stabile Finanzsituation, klare Kommunikationswege, ein hoher Zuschauerzuspruch, eine automatisierte Organisation, eine hohe Identifikation in der Stadt, eine große Basis von Mitgestaltern und ein großes Produkt-Portfolio. Wenn man die Mittel richtig einsetze, sei die 3. Liga keine Utopie.

200 Jugendliche in zehn Teams

Der Vorstand Jugend, Stefan Sickenberger, informierte über die Jugendabteilung. Derzeit spielen 200 Jugendliche in zehn Mannschaften. Positiv sei, dass keine Mannschaft abgestiegen sei. Allerdings sei auch kein Team aufgestiegen. Als Ziele nannte Sickenberger bei der U 16 einen Platz im oberen Tabellendrittel, dass die U 17 um den Aufstieg mitspielt und die U 19 sich im oberen Tabellendrittel etabliert. In der Vergangenheit hätten 26 Prozent der Jugendlichen den Sprung zu den Aktiven geschafft. Sein Ziel seien künftig 50 bis 60 Prozent.

Der Vorstand Finanzen, Manfred Fleckenstein, berichtete, dass im Jugendbereich Verlust gemacht wurde, der durch Spenden ausgeglichen werden konnte. Die Mitgliedsbeiträge und die Personalkosten seien seit Jahren stabil. Seit September habe man dank des Verwaltungsrates zahlreiche neue Sponsoren und Partner gefunden. Dies zeige, dass der Verein attraktiv und die Mannschaft samt Trainer sympathisch sei. Für die Regionalliga benötige man ein Budget von 400 000 Euro. Derzeit fehlen noch 90 000 Euro. Trainer Jochen Seitz sei mittlerweile hauptamtlich beschäftigt.

Eric Rasp, Vorstand Organisation und Beschaffung, erinnerte, dass das Heinz-Stenger-Jugendhaus im September umbenannt werden soll. Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte er Renate Richartz, Radomir Dubovina und Frank Menke mit der Silbernen Ehrennadel. Die Goldene Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielt Ralf Riehl.

Die alten und neuen Kassenprüfer Dietmar Appel und Wolfgang Buchner bescheinigten eine ordnungsgemäße Buchführung ohne Beanstandungen. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Bei den Neuwahlen wurden Holger Stenger (Vorstandssprecher), Manfred Fleckenstein (Vorstand Finanzen), Stefan Sickenberger (Vorstand Jugend) und Eric Rasp (Vorstand Organisation und Beschaffung) in ihren Ämtern bestätigt.

Martin Roos

Hintergrund: Finanzielle Situation bei Viktoria Aschaffenburg

Ge­schäfts­jahr 2016:

Ein­nah­men: 682 000 Eu­ro, da­von Wer­bung 336 000 Eu­ro, Ti­ckets 158 000 Eu­ro, Mit­g­lieds­bei­trä­ge 43 000 Eu­ro und Spen­den 58 000 Eu­ro­ Aus­ga­ben: 674 000 Eu­ro, da­von 1. Mann­schaft 544 000 Eu­ro, da­von Per­so­nal 266 000 Eu­ro. Ge­winn: 8000 Eu­ro.

Geschäftsjahr 2017:

Einnahmen: 696 000 Euro, davon Werbung 336 000 Euro, Tickets 168 000 Euro, Mitgliedsbeiträge 43 000 Euro und Spenden 69 000 Euro. Ausgaben: 737 000 Euro, davon 1. Mannschaft 566 000 Euro, davon Personal 271 000 Euro. Verlust: 41 000 Euro (wie erwartet).

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