Dienstag, 25.09.2018

Peter Neuberger hält den Sieg der Viktoria fest

Regionalliga Bayern Freitag, 17.08.2018 - 21:54 Uhr

Trotz fünffachen Ersatzes gelingt den Aschaffenburgern beim Tabellenzweiten eine faustdicke Überraschung. Beim 2:1-Sieg nach Rückstand treffen Verkamp und Dähn.

Mit ei­ner faust­di­cken Über­ra­schung hat sich Vik­to­ria Aschaf­fen­burg drei wich­ti­ge Punk­te im Kampf um den Klas­sen­er­halt in der Fuß­ball-Re­gio­nal­li­ga Bay­ern ge­si­chert. Nach drei Nie­der­la­gen in Se­rie sieg­te die Mann­schaft von Trai­ner Jo­chen Seitz aus­ge­rech­net bei Ti­te­l­an­wär­ter Wa­cker Burg­hau­sen mit 2:1.

Unglaubliche Moral

Dabei unterstrichen die Spieler, was ihnen Seitz seit Beginn der Runde bescheinigt: eine unglaubliche Moral. Fünf Spieler musste die Viktoria ersetzen, einen frühen 0:1-Rückstand wegstecken und dann gegen die bisher größte Schwäche, Gegentore in den Schlussminuten, ankämpfen. »Das war eine äußerst leidenschaftliche Vorstellung. Da sind ganz viele Spieler an ihre Leistungsgrenzen gegangen, aber anders wäre so ein Sieg in Burghausen auch gar nicht möglich«, lobte Seitz.

Am Ende jubelten alle Spieler - aber besonders Torhüter Peter Neuberger, der mit einer Vielzahl großartiger Paraden den Grundstein für den Sieg legte. Über ein Jahr lang hatte der 26-jährige kaum gespielt. Erst als vor einem Jahr die Oberliga-Meisterschaft feststand, durfte er für zwei Partien ins Tor.

»Sensationelle Paraden«

An der etatmäßigen Nummer eins, Ricardo Döbert, ist für ihn kein Vorbeikommen. Aber als der jetzt wegen eines Magen-Darm-Infekts die Reise nach Südostbayern nicht antreten konnte, zeigte Neuberger, dass auf ihn Verlass ist. »Peter war mit Sicherheit ein ganz wichtiger Bestandteil. Gerade zum Schluss hat er uns mehrfach im Spiel gehalten. Da waren wirklich ein paar sensationelle Paraden dabei«, lobte Seitz. Neben Döbert fehlte auch noch Daniel Cheron, der Vaterfreuden entgegensieht und freigestellt wurde, sowie die verletzten Ugurtan Kizilyar, Björn Schnitzer und Lukas Oppermann. Das Spiel begann wie erwartet mit stürmischen Burghausenern, bei denen erstmals Sascha Marinkovic von Beginn an auflief. Ausgerechnet Marinkovic, an den die Viktoria so schlechte Erinnerungen hat. Sein Tor für Rosenheim vor zwei Jahren besiegelte den Abstieg. Und dann war es dieser Marinkovic, der das 1:0 erzielte. Bei seinem Flachschuss aus 14 Metern hatte Neuberger keine Abwehrmöglichkeit. In der 27. Minute ergab sich für den Wacker-Angreifer erneut eine Möglichkeit, er verfehlte jedoch das Tor.

Diesmal mit Viererkette

Dazwischen hatte Duhnke das 2:0 auf dem Fuß - Neuberger zeigte seine erste große Parade. Allerdings beherzigten die Aschaffenburger nun die Aufforderung ihres Trainers, nicht zu defensiv zu stehen. Seitz zur Taktik: »Nach dem Ausfall von Kizilyar habe ich umgestellt und mit einer Viererkette agiert. Dadurch hatten wir dann einen offensiven Mann mehr. Das hat sich heute ausgezahlt.«

Prompt stellte sich der Erfolg ein. Der Ex-Haibacher Pasqual Verkamp nutzte bei seinem Startelfdebüt den ersten gefährlichen Angriff zum Ausgleich. Philipp Beinenz hatte ihn mit einem tollen Pass angespielt und Verkamp drehte sich in bester Mittelstürmermanier um die eigene Achse.

Wichtiger Michél Harrer

Wenig später das zweite Debüt: Luca Dähn erzielte per Kopf sein erstes Tor für die Viktoria. Clay Verkaj und Verkamp lobte Seitz besonders für ihren Auftritt, erwähnte aber auch den erstmals von Beginn an aufgebotenen Michél Harrer: »Man hat gesehen, wie wichtig er für uns ist. Er macht auch vorne einmal Bälle fest.« Den Pausenvorsprung rettete Neuberger mit einer Glanztat gegen Marinkovic.

In der zweiten Halbzeit gab es lange einen relativ offenen Schlagabtausch mit Gelegenheiten auf beiden Seiten. Buchner (47.) und Duhnke (60.) hatten den Ausgleich auf dem Fuß, Desch mit einem Pfostenschuss (53.) und Harrer (59.) eine höhere Führung der Gäste. Nach gut einer Stunde erhöhte Wacker den Druck. Neuberger wurde endgültig zum entscheidenden Rückhalt. Gegen Duhnke aus vier Metern (66.), Winklbauer (78.) und Buchner (88.) zeigte er drei weitere überragende Paraden.

Allerdings ließen sich die Aschaffenburger nicht komplett einschnüren und hatten durchaus Kontermöglichkeiten. Wenn es etwas zu kritisieren gibt an diesem Abend, dann mag es die mangelnde Konsequenz beim Ausspielen dieser Gegenangriffe sein. So mussten sich Spieler und Betreuer durch eine quälend lange Schlussphase und vier Nachspielminuten zittern. Für die Viktoria ein optimaler Auftakt zu einer erneuten englischen Woche mit dem Pokalspiel in Großbardorf und dem Ligaheimspiel gegen den VfB Eichstätt am kommenden Samstag.

Klaus Gast

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