Patrick Amrhein könnte Frammersbachs Aufstellung ausnahmsweise nach gegnerischem System richten

Personell so breit aufgestellt wie noch nie in dieser Saison

Landesliga Nordwest
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Foto: Marco Bachmann
War das der ers­te Schritt zu mehr Kon­stanz? Nach dem 2:0 in Schwe­ben­ried hat der TuS Fram­m­ers­bach er­leich­tert auf­ge­at­met, nun ste­hen in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west bis zu ei­nem spiel­f­rei­en Wo­che­n­en­de Mit­te Ok­tober vier Par­ti­en an, vor de­nen Spie­ler­trai­ner Pa­trick Am­r­hein sagt: »Wenn al­les gut läuft, könn­ten wir ei­ne Se­rie star­ten.« Dafür will der Ex-Profi eine Maßnahme ergreifen, die für ihn eher ungewöhnlich ist.

TuS Frammersbach (15 Punkte, Platz 13) - SV Friesen (19, Platz 8). - Sonntag, 15 Uhr. - Patrick Amrhein ist zu Scherzen aufgelegt. Als der Frammersbacher Spielertrainer vor dem Heimspiel gegen Friesen über die Personalsituation spricht, formuliert er einen Satz, aus dem sich eine Menge ableiten lässt. »Ich weiß gar nicht, was ich mit so vielen Spielern anfangen soll«, sagt Amrhein und lacht - schließlich hat er längst gezeigt, dass er sehr gut weiß, wie mit einem breiten Kader umzugehen ist. Der Punkt ist nur: In dieser Saison hatte er noch in keiner einzigen Partie ein derart großes Angebot wie am Sonntag.

Weil sich Jannik Diehl und Dominik Elbert nach ihren Einsätzen in der Reserve nun auch im Landesliga-Team zurückmelden, stehen mit Maurice Matreux, Maximilian Baur und Julian Etzel nur drei Spieler nicht zur Verfügung. »Das ist ganz ungewohnt«, sagt Amrhein und erklärt dann am Beispiel Marlon Dimitrov, dass die verbesserte Personalsituation auch Härtefälle mit sich bringt: »Er hat ein sehr gutes Spiel in Schwebenried gemacht, trotzdem könnte es sein, dass er jetzt nur auf der Bank sitzt.« Hintergrund dieses Gedankens ist eine Überlegung, die Amrhein eigentlich nie anstellt: Er will sich nach dem Gegner richten.

Nur ein echter Stürmer

Friesen spiele mit drei zentralen Mittelfeldspielern und nur mit einem Stürmer, deshalb könne es sein, verrät Amrhein, dass er nach dem Schwebenried-Spiel wieder von der Viererkette abkehre und seine Mannschaft im angestammten 3-5-2 anordne. »In der Vergangenheit habe ich immer gesagt, dass wir unser eigenes Spiel durchziehen«, erklärt Amrhein, »aber jetzt passen wir uns vielleicht ein bisschen dem Gegner an, um unsere Chancen zu erhöhen.«

Vier aussichtsreiche Spiele

Der Sinneswandel des 32-Jährigen hat in erster Linie mit der nach wie vor unbefriedigenden Tabellensituation und dem nun bevorstehenden Programm zu tun. Nach der Partie gegen Friesen trifft Frammersbach auf Sand, Rottendorf und Vatan Spor, drei Teams, die in der Tabelle hinter den Nordspessartern stehen. Deshalb ist für Amrhein klar: In den nächsten vier Spielen schlummert die große Chance, aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Und wenn es dafür ungewöhnlicher Maßnahmen bedarf, dann gilt es eben, sie zu ergreifen.

Frammersbach am Sonntag

Voraussichtliche Aufstellung: Schuhmacher - Geiger, Schiebel, Weber - Pfister, Bathon - Summa, Beck, Zachrau - Englert, Amrhein. - Ersatz: Raven (Tor), Franz, Dimitrov, Ritter, Muthig, Diehl, Elbert, Blenk. - Es fehlen: Matreux (Aufbautraining), M. Baur (Oberschenkelverletzung), Etzel (Rückenbeschwerden). - Anstoß: 15 Uhr. - Schiedsrichter: P. Höfer (Feucht). - Unser Tipp: 1. - Torschützen des TuS Frammersbach:

6 Patrick Amrhein

5 Dominik Englert

2 Kilian Blenk

1 Marco Schiebel, Maurice Matreux, André Mehrlich, Alexander Beck

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