Seit seiner Rückkehr zum TuS Frammersbach ist Dominik Bathon auf dem Weg zu alter Stärke

Neuerdings auch in der Defensivarbeit gefordert

Landesliga Nordwest
2 Min.

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Dominik Bathon trägt wieder das Frammersbacher Trikot.
Foto: Klaus Werthmann
So ganz ein­ver­stan­den ist Do­mi­nik Ba­thon nicht. Klar, sagt der 28-Jäh­ri­ge, er füh­le sich wohl, und sein Spiel wer­de »Wo­che für Wo­che flüs­si­ger«, doch dann folgt das Aber: »Neu­es Sys­tem, neue Po­si­ti­on, da muss ich erst­mal rein­fin­den.«

Seit diesem Sommer spielt Bathon wieder für den TuS Frammersbach. Und die Eindrücke, die er in den ersten sechs Landesliga-Spielen hinterlassen hat, sind so positiv, dass sich durchaus behaupten ließe: Nach komplizierten Jahren als Spielertrainer in Lohr ist Dominik Bathon bei seinem Heimatverein wieder auf dem Weg zu alter Stärke. Er selbst findet allerdings: »Es macht momentan sehr viel Spaß. Ich kann mich wieder auf mich konzentrieren, aber ich habe noch viel Luft nach oben.«

Die Anforderungen, die er als Außenspieler im 3-5-2-System zu erfüllen hat, sind hoch. Bathon ist nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive gefordert, um die Dreierkette bei gegnerischem Ballbesitz zu erweitern und Räume zu schließen. Eine Aufgabe, die er in dieser Form bislang noch nicht erfüllen musste. »Das ist schon eine Umstellung«, sagt Bathon, »ich denke, ich werde die ganze Hinrunde brauchen, um mich voll und ganz in die Position einzufuchsen, aber ich komme schon ganz gut damit klar. Es fällt mir nicht so schwer, wie ich vorher gedacht habe.«

Nur fünf Tore in sechs Spielen

In allen sechs Spielen stand Bathon in der Startelf, auf das erste Tor nach seiner Heimkehr wartet er allerdings noch. Das liegt auch daran, dass das gesamte Team in der Offensive bislang unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. In der vergangenen Bezirksliga-Saison war Frammersbach mit 90 Toren in 30 Spielen die mit Abstand treffsicherste Mannschaft - in den ersten sechs Landesliga-Partien haben die Nordspessarter nur fünf Tore geschossen.

»Unser System lebt von einem Mittelstürmer, der Bälle festmachen und auch mal ein oder zwei Verteidiger abschütteln kann«, erklärt Bathon, »das hat uns zuletzt gefehlt.« Weil Spielertrainer Patrick Amrhein derzeit mit einer Fußverletzung außen vor ist, mangelt es dem Frammersbacher Offensivspiel an Durchschlagskraft.

Sei es beim 0:3 gegen Haibach, dem 0:1 in Röllbach oder dem jüngsten 0:1 in Schweinfurt: Bei allen drei Saisonniederlagen war Amrheins Mannschaft spielerisch mindestens auf Augenhöhe - vor dem Tor gelang aber stets zu wenig, um die Spiele für sich zu entscheiden. »Teilweise sind wir einfach noch zu grün hinter den Ohren«, findet Bathon und schickt mit Blick auf die nächsten Spiele hinterher: »Wir müssen zusehen, dass wir Punkte holen, sonst geraten wir früh hinten rein. Das soll nicht überheblich klingen, aber das haben wir gar nicht nötig, weil wir mit unserer Mannschaft eigentlich in der oberen Tabellenhälfte mitkicken können.«

Wiedersehen mit Rimpar

Derzeit steht Frammersbach allerdings auf einem Abstiegsrelegationsplatz, drei Punkte hinter Mitaufsteiger ASV Rimpar, dem nächsten Gegner am Sonntag. Dann kommt es an der Orber Straße also zur Neuauflage jenes Duells, bei dem sich am letzten Spieltag der Bezirksliga-Saison die Frage nach dem Meister beantwortete. Zweieinhalb Monate ist es mittlerweile her, dass Patrick Geiger in einem denkwürdigen Spiel vor 1500 Zuschauern in der neunten Minute der Nachspielzeit das 2:2 und Frammersbach damit zum Aufstieg schoss. Nun also das Wiedersehen in einer anderen Liga und mit einer anderen Mannschaft. Bei Frammersbach wirbelt jetzt ja wieder einer auf der Außenbahn, der zuletzt vor vier Jahren da war: Dominik Bathon.

 

Zur Person: Dominik Bathon

Nach vier Jahren als Spielertrainer des TSV Lohr ist Dominik Bathon in diesem Sommer zu seinem Heimatverein TuS Frammersbach zurückgekehrt. An der Orber Straße bestritt er 2012 sein erstes Spiel im Männerfußball, 2016 zog es ihn schon einmal weg, doch nach nur einem Jahr beim TSV Karlburg verschlug es Bathon für die Saison 2017/18 wieder in den Nordspessart. Nun also die zweite Rückkehr nach Frammersbach.

Bathon ist 28 Jahre alt und verheiratet. Er wohnt in Frammersbach und eröffnet am 1. September eine Physiotherapeuten-Praxis in Lohr. (sl)

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