Frammersbach sucht wegen der vielen Ausfälle nach Lösungen für die Offensive

Ein Sturm-Experiment mit mäßigem Erfolg

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Offensivmann Maurice Matreux (rechts) erzielte für Frammersbach kurz vor der Pause den 1:1-Ausgleich. Dennoch hatte diesmal Mitaufsteiger Rimpar (links: Hendrik Fragmeier) die Nase vorne.
Foto: Denise Nadler
»Schwach«, das ist das ers­te Wort, das Mar­co Schie­bel in den Sinn kommt, wenn er über die 90 Mi­nu­ten ge­gen den ASV Rim­par spricht. All­zu viel Po­si­ti­ves hat der Co-Spie­ler­trai­ner des TuS Fram­m­ers­bach am Sonn­ta­gnach­mit­tag nicht er­kannt, im Ge­gen­teil. »Ich sehe überall Baustellen«, sagt Schiebel im Rückblick auf die bereits vierte Niederlage im siebten Landesliga-Spiel.

Das 1:2 gegen Rimpar hat die Nordspessarter ziemlich ernüchtert zurückgelassen. Und allmählich, das wurde am vergangenen Wochenende bereits bei der Aufstellung ersichtlich, gehen Frammersbach auch die Ideen aus, wie die Wende ohne Patrick Amrhein zu schaffen ist. Der Spielertrainer ist nach wie vor mit einem Sehnen-Anriss im Fuß zum Zuschauen gezwungen, deshalb rückte Schiebel am Sonntag aus der Abwehrreihe ins Angriffszentrum. Ein Experiment, das ziemlich tief blicken ließ, schließlich ist der 29-Jährige zwar ungemein wertvoll für die Frammersbacher Mannschaft - er ist aber alles andere als ein Angreifer.

Hintergrund: Eine Serie wie vor fast sieben Jahren

0:1 in Röllbach, 0:1 in Schweinfurt, 1:2 gegen Rimpar: Der TuS Frammersbach hat die vergangenen drei Spiele allesamt verloren. Eine Negativserie, wie sie die Mannschaft unter Spielertrainer Patrick Amrhein bislang noch nicht erlebt hat. Als die Nordspessarter letztmals drei Partien nacheinander verloren, spielten sie noch unter André Mehrlich in der Bezirksliga. Beinahe sieben Jahre sind seitdem vergangen.

Seinerzeit ging Frammersbach in drei aufeinanderfolgenden Oktober-Heimspielen leer aus: gegen Hösbach-Bahnhof (0:3), Heimbuchenthal (0:2) und Marktbreit/Martinsheim (0:4). (sl)


»Wir brauchen vorne einen Zielspieler. Ich wollte dort die Bälle halten«, erklärt Schiebel den Rollentausch, musste nach dem Spiel aber eingestehen, dass er kaum Szenen hatte, weil er im Spielaufbau fehlte und der Frammersbacher Kombinationsfußball auch deshalb nicht ins Rollen kam.

Amrheins Ausstrahlung, seine Körperlichkeit, seine Wucht: All das fehlt an allen Ecken und Enden. Eine Erkenntnis, die zwar nichts Neues ist - die die Mannschaft dieser Tage aber mit aller Härte trifft. Wann der Ex-Profi zurückkehren wird, ist noch ungewiss. »Ich glaube, er hat im Kopf, dass er am Wochenende wieder spielt«, verrät Schiebel, »aber ich befürchte, dass es noch zu früh ist. Er sollte noch zwei Spiele pausieren.«

Nach sieben Punkten aus den ersten sieben Spielen ist Frammersbach am Samstag bei Mitaufsteiger TSV Mönchröden zu Gast, dann steht ein Heimspiel gegen den Tabellennachbarn TSV Lengfeld an. Zwei Partien, in denen sich zeigen wird, ob Amrheins Mannschaft das Zeug hat, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen - oder ob sie sich erst einmal im Abstiegskampf herumschlagen muss.

Mit Blick auf die Personallage sagt Schiebel jedenfalls: »Vor dem Rimpar-Spiel haben wir mit sechs oder sieben Spielern trainiert, die am Wochenende dann auch gespielt haben. Und die Situation wird jetzt nicht unbedingt besser.«

TuS Frammersbach - ASV Rimpar 1:2

TuS Frammersbach: Raven - Geiger, Summa, Baur (46. Ritter) - Blenk (68. Franz), Muthig - Matreux, Zachrau (83. Weber), Beck - Englert, Schiebel. - Tore: 0:1 Bah (21.), 1:1 Matreux (45.+3), 1:2 Brahimi (85.) - Zuschauer: 220. - Schiedsrichter: J. Lorenz (Oesdorf).

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