Dienstag, 25.09.2018

4:3 - Erlenbach zittert sich zum Sieg

Landesliga Nordwest Samstag, 08.09.2018 - 20:57 Uhr

Nach einer 3:0-Führung gerät der SVE in Karlburg ins Wanken. Tschumak und Göbig sehen Gelb-Rot.

Am Sams­ta­gnach­mit­tag hat der SV Er­len­bach den vier­ten Sai­son­sieg in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west ein­ge­fah­ren. Beim 4:3 in Karl­burg bot die Mann­schaft von Trai­ner Se­bas­ti­an Gö­b­ig gut ei­ne Stun­de lang ei­ne an­sp­re­chen­de Vor­stel­lung und führ­te mit 3:0 - büß­te ih­re Sou­ve­räni­tät dann aber ein und muss­te bis zum Schluss um den Drei­er ban­gen.

TSV Karlburg - SV Erlenbach 3:4 (0:2). - Das Spiel war auf den letzten Metern, Karlburgs Andreas Köhler dribbelte auf den Erlenbacher Strafraum zu - und Sebastian Göbig brachte ihn zu Fall. Schiedsrichter Martin Götz zückte Gelb und schickte den Coach des SVE vom Feld, schließlich war er zuvor bereits verwarnt worden. Göbig schlich vom Rasen - konnte wenig später aber jubeln. Karlburgs Freistoß blieb folgenlos, und Erlenbach entführte schließlich doch drei Punkte.

»Der Sieg war verdient«, meinte Göbig nach der Partie, »dass es nach dem 3:0 noch mal spannend geworden ist, darf aber eigentlich nicht passieren. Vielleicht haben wir uns da zu sicher gefühlt.« Mitte der zweiten Hälfte führte seine Elf deutlich - und geriet trotzdem noch mal in Verlegenheit. Dabei überzeugte Erlenbach gut eine Stunde lang.

Führung nach 120 Sekunden

Bereits nach gut 120 Sekunden ging der SVE in Führung: Karlburgs Torwart Fabian Brand verschätzte sich bei einer Flanke, Jakob Traut stieg hoch und netzte per Kopf ein (3.). Wenig später bot sich TSV-Kapitän Manuel Römlein die Chance zum 1:1, doch Erlenbachs Schlussmann Max Zelder tauchte ab und lenkte den Ball mit einer exzellenten Parade um den Pfosten (5.).

Karlburg hatte in den ersten 45 Minuten zwar mehr Ballbesitz, kassierte nach gut einer Viertelstunde aber das zweite Gegentor: Muhammed Kayaroglu traf per Elfmeter (17.). Erlenbach überließ den Hausherren zwar die Kugel, ging im Mittelfeld aber aggressiv in die Zweikämpfe und machte Karlburg das Leben schwer. Die Möglichkeiten von Sebastian Stumpf (19.) und Cedric Fenske (25.) blieben Ausnahmen. »Unser Passspiel war nicht sauber genug, und die Körperspannung hat gefehlt«, klagte Karlburgs Trainer Patrick Sträßer nach der Partie, sagte aber auch: »Für mich hat der Schiedsrichter unglücklich agiert.«

Blutjunges Team nachlässig

Schließlich verwehrte Martin Götz seiner Mannschaft kurz nach Wiederbeginn einen Strafstoß: David Machau wurde im Erlenbacher Sechzehner gefoult, der Schiedsrichter zeigte aber nicht auf den Punkt (52.). Als Karlburgs Fenske wenig später aber auf der Gegenseite eine Flanke von Göbig mit der Hand blockte, entschied Götz auf Elfmeter, und Philipp Traut besorgte die Entscheidung - glaubte zumindest die Mehrzahl der 200 Zuschauer. »Die Mannschaft ist blutjung«, brachte Göbig Verständnis für seine Elf auf, »da kann es mal vorkommen, dass man nachlässig wird.«

Als Karlburgs Schlussmann Brand eine Großchance von Philipp Traut vereitelte (71.), diente das den Gastgebern als Initialzündung. Sträßers Team richtete sich noch einmal auf, der eingewechselte Dominik Lambrecht verkürzte (75.), und selbst auf das vierte Erlenbacher Tor durch Philipp Traut (77.) hatte der TSV in Person von Schiebel eine Antwort parat (78.). »Sie haben immer weiter gemacht, das muss man ihnen zugute halten«, meinte Göbig.

Als sein Team nach einer Gelb-Roten-Karte an Konstantin Tschumak in Unterzahl geriet (81.), war eine spannende Schlussphase programmiert. Während die Gäste durch Philipp Traut ihre dritte Großchance nach einem Konter ausließen (89.), nachdem bereits Oktay Sevim alleine vor Brand an ebendiesem gescheitert war (80.), brachte Lambrecht Karlburg noch mal heran (90.). Letztlich blieb es aber beim Erlenbacher Sieg.

»Am Ende hat es die Summe unserer Fehler ausgemacht«, sagte Karlburgs Coach Sträßer, »wir waren einfach nicht konsequent genug und haben den Gegner zu Toren eingeladen.« Sein Gegenüber Göbig meinte abschließend: »Wenn wir zwei oder drei Tore mehr erzielt hätten, hätte sich Karlburg auch nicht beschweren können. Generell sind wir auf einem guten Weg.«

sl
TSV Karlburg – SV Erlenbach 3:4
 
Karlburg: Brand – Kübert, Wolff (61. Köhler), Schiebel, Wabnitz – Rösch (78. Top), Fenske – Machau, Römlein, Bachmann – Stumpf (67. Lambrecht).
Erlenbach: Zelder – Stoll, J. Traut, Blasi, Zipp (62. Göbig) – Amouzouvi, Scherg, Fleckenstein, Kayaroglu (55. O. Sevim), Tschumak – Ph. Traut.
Tore: 0:1 J. Traut (3.), 0:2 Kayaroglu (17., Foulelfmeter), 0:3 O. Sevim (66., Handelfmeter), 1:3 Lambrecht (75.), 1:4 Ph. Traut (77.), 2:4 Schiebel (78.), 3:4 Lambrecht (90.). – Zuschauer: 200. – SR: M. Götz (Tütschengereuth).
Gelb-Rot: Tschumak (81.), Göbig (90.+4, beide Erlenbach).

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden
Facebook
Twitter
RSS-Feeds
WhatsApp
Live-Blog
Hilfe