Mittwoch, 26.09.2018

Kahl lässt in Haibach zu viele Chancen liegen

Fußball, Landesliga, SV Alemannia Haibach – FC Viktoria Kahl (© Petra Reith)

mit Bildergalerie

Landesliga Nordwest Samstag, 11.08.2018 - 20:02 Uhr

Ale­man­nia Hai­bach bleibt in der Lan­des­li­ga Nord­west un­be­siegt: Das Derby gegen Vik­to­ria Kahl entschieden die Alemannen etwas glücklich mit 2:1 für sich.

Ale­man­nia Hai­bach bleibt in die­ser Sai­son in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west un­be­siegt! Auch der Lo­kal­ri­va­le Vik­to­ria Kahl muss­te trotz ei­ner aus­ge­zeich­ne­ten und je­der­zeit gleich­wer­ti­gen Vor­stel­lung ei­ne un­glück­li­che und knap­pe 1:2-Nie­der­la­ge quit­tie­ren. Die vielen Zuschauer, darunter der Aschaffenburger Landrat, mussten lange warten, ehe eine halbwegs spannende Derbystimmung am Hohen Kreuz zustande kam.
Haibachs Trainer Torsten Zeuch war mit den ersten 45 Minuten überhaupt nicht zufrieden. »Wir agierten vornehm zurückhaltend. Kahl war in diesem Zeitraum aggressiver, das gezeigte Spiel entsprach nicht unseren Ansprüchen. Die zweite Halbzeit war auch nicht gerade überragend, aber weitaus besser. Dass wir Tore machen können, haben wir wieder einmal bewiesen.«

Noe spricht von Pech

»Die Haibacher haben verdient gewonnen, weil sie zwei Tore gemacht haben«, bilanzierte Kahls Coach Nils Noe. »Wir haben kämpferisch super ausgesehen und alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Der Gegner schießt zweimal auf unser Gehäuse und macht zwei Treffer. Wir haben im ersten Abschnitt drei hochkarätige Chancen vergeben. Warum der Schiedsrichter den Freistoß von Gökhan Aydin vor der Pause nicht anerkannte, weiß ich nicht. Wir haben momentan ein bisschen Pech.«
Nach einer müden Anfangsphase erspielten sich die Viktorianer eine Feldüberlegenheit und erste Möglichkeiten. Haibach dagegen fand nicht ins Spiel. In der 20. Minuten zielte der auffälligste Akteur in den Reihen der Sandhasen, Bastian Schwalbe, knapp vorbei. Nach einer halben Stunde prüfte Schwalbe erneut den Alemannen-Torsteher. Bei der einzigen Gelegenheit für die Gastgeber vor dem Wechsel kam Christian Breunig nach Vorarbeit von Nikolaos Koukalias um Zentimeter zu spät.

Aydins Tor nicht anerkannt

Riesenaufregung praktisch mit dem Pausenpfiff: Einen Freistoß von der linken Seite bugsierte Aydin an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Die Gäste übten sich in Jubelarien, die Grün-Weißen schauten betroffen drein. Doch nach einiger Diskussion entschied der Unparteiische auf Abstoß. Er hatte vorher nämlich auf einen indirekten Freistoß entschieden. Nichts war es mit der verdienten Kahler Pausenführung.
In der Kabine appellierte Zeuch an seine Kicker, mehr zu tun. Aber Kahl war zuerst an der Reihe durch Aydin, doch Tim Glanz war (noch) nicht zu schlagen. Doch dann war es soweit: Von der linken Seite platzierte Koukalias aus 30 Metern den Ball unhaltbar für den Kahler Keeper ins Netz - überraschend zu diesem Zeitpunkt. Jetzt nahm die Begegnung Tempo auf, gewann an Niveau. Der Ausgleichstreffer für den Aufsteiger nach einer akrobatischen Einlage von Schwalbe ließ das Herz eines jeden Fußballästheten aufjauchzen.
Jetzt ging es hin und her. Eine Viertelstunde vor dem Ende die Entscheidung: Flanke von links, in der Mitte lauert Breunig und aus kurzer Entfernung schiebt er den Ball ein. Mit dem Mute der Verzweiflung versuchte Kahl alles, aber es sollte nicht sein.

Wolfgang Schwarzkopf
 
Alemannia Haibach – Viktoria Kahl 2:1
Haibach: Glanz, Rehm (90.+1 Santos), Schrod, Reis, Wadel, Eren, Gerhart, März, Koukalias, Papic, Breunig.
Kahl: Kasiow, Sauer, Gora, Kirchner, Dzeladini (87. Sanchez), Aydin, Cetim, Schwalbe, Farbmacher, Reinhart (63. Puglisi), Elbert (80. Rung).
Tore: 1:0 Koukalias (57.), 1:1 Schwalbe (66.), 2:1 Breunig (75.).
Schiedsrichter: Andreas Peplinski (Nürnberg).
Zuschauer: 550

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