Dienstag, 25.09.2018

Nils Noe: Der Gegner soll sich nach uns richten

Landesliga Nordwest Mittwoch, 11.07.2018 - 18:09 Uhr

Der Aufsteiger Viktoria Kahl möchte in der Landesliga Nordwest eine gute Rolle spielen. Doch die Schichtarbeit etlicher Spieler könnte Problem ein Problem werden.

Vik­to­ria Kahl hat den Zwangs­au­f­ent­halt in der Be­zirks­li­ga Un­ter­fran­ken-West auf nur ein Jahr be­schränkt. Des­halb dür­fen die Ki­cker von der baye­risch-hes­si­schen Gren­ze in der Sai­son 2018/2019 wie­der im Kon­zert der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west mit­spie­len. Die­se Klas­se hat jetzt nur 16 Ve­r­ei­ne. Davon kommen 14 aus Unterfranken und mit SC Aufkirchen und TuS Feuchtwangen zwei aus Mittelfranken. Weil der SV Erlenbach abgestiegen und Kahl aufgestiegen sind, dürfen sich die Fans am Untermain auf spannende Lokalderbys freuen.

Die Kahler Truppe hat zweifellos Landesligaformat und möchte eine gewichtige Rolle spielen. Schließlich sind in dem rot-schwarzen Team einige höherklassige Kicker angesiedelt.

Flexibler aufgestellt

Trainer Nils Noe - er ist seit Oktober des vergangenen Jahres Coach bei der Viktoria - hat in der Taktik einiges gefeilt und die Mannschaft flexibler aufgestellt. So wurde aus der Dreier- eine Viererkette. Der ehrgeizige Trainer baut auf eine breit stehende Innenverteidigung und auf hochstehende Außenverteidiger.

Viel Schweiß hat die Viktoria-Elf bei den Übungen vergossen, das Umschaltspiel zu optimieren. »Wir wollen schneller nach vorne und schneller nach hinten kommen«, so der Kahler Übungsleiter. Er will seinen Jungs die gleiche Spielfreude vermitteln, die den Trainer auch in seiner aktiven Zeit auszeichnete. »Ganz wichtig: Die gegnerische Mannschaft soll sich nach uns richten und nicht umgekehrt.« Viel wird davon abhängen, wie schnell sich die sechs Zugänge in das bereits bestehende Aufgebot etablieren, Potenzial haben sie alle. Ein Problem, das sich auswirken könnte, hat Noe ausgemacht: Etliche seiner Spieler sind in Schichtarbeit beschäftigt. Ob der Trainingsbesuch darunter leidet, muss sich zeigen.

Der Sportliche Leiter André Kasiow hat sich um die Transfers der neuen Spieler verdient gemacht und auch beim Sponsoring hervorragende Arbeit geleistet. Übrigens: Mit Blick auf die Finanzen des über 100 Jahre alten reinen Fußballvereins stellt der langjährige Vorsitzende Fritz Will fest: »Wir haben unseren Etat gegenüber den Vorjahren drastisch reduziert!«

Wolfgang Schwarzkopf
 

Viktoria Kahl – Das Personal

Trainer: Nils Noe. – Co-Trainer: Julian Mbuku. – Sportlicher Leiter: André Kasiow. – Meistertipp: TSV Unterpleichfeld. – Erwarteter Zuschauerschnitt: 250. – Zugänge: Gökhan Aydin, Okan Cetin, Florent Popaj (alle Viktoria Aschaffenburg), Lukas Elbert, Kevin Knecht (beide Spfr. Seligenstadt), Patrick Kasiow (SG Bruchköbel), Ahmet Dilki (Bayern Alzenau). – Abgänge: Enrico Puglisi (SG Bruchköbel), Thomas Rummel (BSC Schweinheim), Fabian Kolaczek, Jasko Kolovic (beide Ziel unbekannt), Niklas Kalina, Sebastian Morhard (beide Germania Dettingen).

Der Kader

Tor: Simon Stadtmüller (27), Patrick Kasiow (20). – Abwehr: Lucas Gora (21), Bajram Dzeladini (21), Mike Kirchner (23), Bastian Schwalbe (26), Michel Sauer (23), Gabriel Akman (34), Kevin Knecht (23), Ahmet Dilki (18). – Mittelfeld: Okan Cetin (19), Florent Popaj (19), Lukas Elbert (21), Dennis Rung (29), Dominik Witzel (28), Patrick Farbmacher (27). – Angriff: Gökhan Aydin (29), Jannik Heßler (22), Fabio Sanchez (20). – Altersdurchschnitt: 23,7 Jahre.

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