Montag, 10.12.2018

Karlburgs Abteilungsleiter Gehret: "Natürlich darf man träumen"

Lan­des­li­ga Nord­west
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Nicht immer der auffälligste Karlburger, aber eine wichtige Mittelfeld-Stammkraft: Cedric Fenske. Foto: Denise Nadler
Fotograf: Denise Nadler  | Location: Karlburg | Datum: 22.09.2018
Michael Gehret. Bildunterschrift 2018-12-03 --> Michael Gehret. Foto: privat
Fotograf: privat  | Location: Karlburg | Datum: 02.12.2018

Michael Gehret, Karlburgs Abteilungsleiter, hat mit dem Main-Echo über die Kaderplanungen, die Trainerfrage und das Thema Bayernliga gesprochen

19 Spie­le, 36:21 To­re und 39 Punk­te: Nach ei­ner fa­mo­sen Vor­run­de steht der TSV Karl­burg zur Win­ter­pau­se auf Rang eins der Lan­des­li­ga Nord­west. Die Mann­schaft hat ei­ne er­staun­li­che Ent­wick­lung un­ter dem zum Sai­so­n­en­de schei­den­den Trai­ner Pa­trick Strä­ß­er ge­nom­men.

Gerade einmal sechs Monate nachdem Karlburg dem Abstieg in der Relegation von der Schippe gesprungen ist, könnte der Aufstieg ein Thema werden.

Beim TSV geben sie sich aber nach wie vor zurückhaltend und sprechen ausschließlich von der Landesliga. Abteilungsleiter Michael Gehret sagt: »Wir planen nicht für die Bayernliga.« Und: »Wir suchen einen Trainer, der die Mannschaft nächstes Jahr in der Landesliga führen kann.«

Wann das Thema Bayernliga intern Konturen annimmt, wie der Stand der Dinge in Sachen Kaderplanungen ist und wann mit einer Antwort auf die offene Trainerfrage zu rechnen ist: All das verrät Gehret im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Michael Gehret, wie lange steht das B-Wort noch auf dem Index?

Das B-Wort?

Ja.

Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Was meinen Sie?

B wie Bayernliga. Wie lange darf dieses Wort in Karlburg nicht ausgesprochen werden?

(Lacht.) Ehrlich gesagt befassen wir uns gar nicht der Bayernliga. Und das ist keine Floskel, wie man sie aus dem Profibereich kennt. Wir standen vor ein paar Monaten noch kurz vor dem Abstieg, da sollten wir jetzt realistisch sein.

Was ist denn - realistisch gesehen - für Karlburg in dieser Saison möglich?

Ich denke, wir können schon jetzt für ein weiteres Jahr in der Landesliga planen. Da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster. Diese Situation hatten wir zur Winterpause noch nie.

Karlburg überwintert als Spitzenreiter und hat vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten.

Ja. Es ist wirklich herausragend, was das Trainerteam und die Mannschaft in diesem Kalenderjahr geleistet haben. Das verdient größten Respekt.

Und weckt vielleicht Sehnsüchte.

Möglicherweise. Natürlich darf man auch träumen, aber wir müssen noch eine Rückrunde spielen. Deshalb haben wir uns noch keine Gedanken gemacht, wie wir die Bayernliga stemmen könnten.

Ist das nicht blauäugig, wenn fast zwei Drittel der Saison vorbei sind? Für Karlburg wäre die Bayernliga schließlich Neuland.

Nein. Die Statuten für die Bayernliga unterscheiden sich kaum von den Statuten für die Landesliga. Ich glaube nicht, dass wir allzu große Maßnahmen am Sportgelände durchführen müssten. Wir müssten nur sportlich anders planen.

Also den Kader aufrüsten.

Ja. Wobei man auch dazu sagen muss: Sollten wir tatsächlich aufsteigen, hätten es die Spieler, die das erreicht haben, auch verdient, in der höheren Klasse zu spielen.

Wann setzen Sie sich mit der Bayernliga auseinander?

Wenn wir nach der Winterpause gut starten und die ersten vier, fünf Spiele positiv gestalten. Dann sollten wir uns Gedanken machen.

Erleichtert die derzeitige sportliche Situation die Gespräche mit den Spielern?

Natürlich. Wenn man schlecht dasteht, überlegen die Spieler länger, ob sie bleiben. Dieses Mal, denke ich, dürften wir schon Anfang des neuen Jahres wissen, wer bleibt und wer geht. Wir haben schon Gespräche mit unseren Spielern geführt, wir wollen den Kader zusammenhalten. Das ist besonders wichtig. Es ist aber auch klar, dass die Spieler ihre Entscheidung auch davon abhängig machen, wer Trainer wird - und das wissen wir noch nicht.

Bis wann ist in dieser Frage mit einer Antwort zu rechnen?

In Kürze - ohne mich festlegen zu wollen und zu können, ob das zwei oder drei Wochen bedeutet. Wir sind in Gesprächen mit potenziellen Kandidaten und wollen unseren Trainer zeitnah präsentieren.

Welches Anforderungsprofil haben Sie erstellt?

Wir sind da offen. Wir stellen keine Bedingungen, welches Spielsystem er spielen lassen soll oder solche Dinge. Wir haben eine gewachsene Mannschaft, und der neue Trainer soll sie weiterentwickeln und den eingeschlagenen Weg fortführen. Er muss einfach zum Verein und zur Mannschaft passen, das ist das Wichtigste.

Sebastian Leisegang
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