Montag, 27.05.2019

Viktoria Kahl weist Landesliga-Spitzenreiter Karlburg in die Schranken

Landesliga Nordwest
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Kahl am Main, Sportgelände: Fußball-Landesliga Nordwest, FC Viktoria Kahl – TSV Karlburg; v. l. Marvin Schramm und Marco Schiebel (beide TSV), am Boden Felix Wissel (FC), .Jan Wabnitz (TSV). Foto: Stefan Gregor 20.04.2019
Foto: Stefan Gregor

Das hät­te sich der bis­her so sou­ve­rä­ne Spit­zen­rei­ter TSV Karl­burg in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga Nord­west vor dem Anp­fiff nicht träu­men las­sen. Auf dem gut be­spiel­ba­ren Ra­sen des Kah­ler Walds­port­plat­zes schi­en die Früh­lings­son­ne nur für die Sand­ha­sen. Da­bei ent­täusch­ten die Schütz­lin­ge von Trai­ner Pa­trick Strä­ß­er kei­nes­wegs.

FC Viktoria Kahl - TSV Karlburg 3:0. - Der große Unterschied zwischen beiden Teams: Die Kahler handelten nach dem Motto »Jede Chance ein Treffer und jedes Tor eins schöner als das andere«. Die Karlburger konnten sich für die Schönheit ihres Spiels nicht kaufen, sie hatten praktisch keine einzige dicke Möglichkeit. Viktoria Kahl dagegen präsentierte Effizienz pur an diesem Tag. Mit dieser Niederlage haben die Kicker aus dem Main-Spessart nur noch einen Vorsprung von drei Zählern gegenüber dem Aufsteiger. Weil auch Haibach gepunktet hat, dürfen sich die Fußball-Fans rund um Aschaffenburg auf ein ungemein spannendes Saison-Finale freuen.

Turbulenter Auftakt

Viktoria Kahl - TSV Karlburg 3:0. - Weil viele der benachbarten Vereine in der Nähe von Kahl alle im Spielbetrieb waren, kamen trotz wunderschönem Wetter nur 240 Zuschauer, die dieses Fußball-Schmankerl genießen wollten. Und sie sahen einen turbulenten Auftakt: Nach sieben Minuten legte sich Gökhan Aydyin die Lederkugel 30 Meter vor dem Karlburger Kasten zurecht. Über die Mauer hinweg sauste der Ball wie ein Strich genau ins Dreieck. TSV-Torhüter Fabian Brand streckte sich vergebens.

In der Folge bestimmte der Tabellenführer das Geschehen, war nicht geschockt. Die Kombinationen im Mittelfeld waren schön anzusehen. Das große Manko beim TSV: Sie erspielten sich in der ersten Hälfte keine einzige Möglichkeit, sieht man einmal von einer Gelegenheit der Nummer 11, David Machau, ab. Dieser verfehlte nach einer tollen Ballpassage nur knapp den Viktoria-Kasten. Die Kahler Abwehr erwischte einen Glanztag. Die gegnerischen Angreifer aus dem Main-Spessart fanden einfach kein Mittel, die kompakte Abwehr der Untermainler zu bezwingen.

Besser machte es dagegen der Gastgeber, der beharrlich auf Konter wartete. Und zum psychologisch richtigen Zeitpunkt schlug es zum zweiten Mal in der 42. Minute durch Okam Cetim, der entschlossen abzog, hinter Brand ein.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild. Es gab kein Durchkommen für Karlburg. Erwähnenswert höchstens ein Fehlschuss von Jan Wabnitz, der über das Gehäuse ging. Wie aus dem Fußball-Lehrbuch dann der dritte Treffer für Kahl. Von der linken Seite kam ein Querpass von Mike Kirchner über den Platz zu Patrick Farbmacher auf der rechten Seite. Dessen genaue Flanke köpfte Aydin ins Netz. Der Schlusspfiff ging im Jubel der Kahler Anhänger unter.

Die Trainerstimmen:

Patrick Sträßer (Karlburg): »In der ersten Hälfte waren wir klar besser. Karlburg wurde nicht gefordert. In der Pause gingen die Köpfe aller meiner Spieler nach unten. Ich habe umgestellt auf eine Dreierkette. In den zweiten 45 Minuten hatten wir keinen Zugriff zum Spiel und zu den Zweikämpfen. Über die 90 Minuten gesehen war der Kahler Sieg verdient. Sie haben aus 2,5 Chancen drei Tore gemacht.«

Nils Noe (Kahl): »Wir haben eine konzentrierte und effiziente Leistung über die gesamte Spielzeit erbracht. Wir haben uns in der ersten Hälfte dem Karlburger System angepasst und Nadelstiche gesetzt. Dann haben wir weiter Fußball gespielt. Unsere Aktionen nach vorne haben für Entlastung gesorgt.«

Viktoria Kahl - TSV Karlburg 3:0

Kahl: Stadtmüller - Sauer, Elbert, Akman, Kirchner- Aydin (85. Rung), Wissel (84. Knecht), Farbmacher, Cetim (73. Dzeladini), Gora - Heßler.
Karlburg: Brand - Wabnitz, Schramm, Schiebel, Kübert - Fenske, Stumpf, Römlein (83. Füller), Köhler Pfister (63. Langer) - Machau.

Tore: 1:0 Aydin (7.), 2:0 Cetim (42.), 3:0 Aydin (65.). - Zuschauer: 240. - Schiedsrichter: Nögel (Kunreuth).

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