Montag, 27.05.2019

Maximale Oster-Ausbeute für die Erlenbacher: Nach 3:1-Heimerfolg gegen Fuchsstadt siegt der SVE auch in Aufkirchen

Landesliga Nordwest
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Ob­wohl sich in der Ta­bel­le in der Fuß­ball-Lan­des­li­ga-Nord­west für den SV Er­len­bach nichts ge­än­dert hat, ist der SVE der Ge­win­ner des Os­ter­wo­che­n­en­des. Nach dem 3:1-Heim­sieg ge­gen Fuchs­stadt sieg­te der Vor­letz­te auch beim Nach­hol­spiel in Auf­kir­chen mit dem glei­chen Re­sul­tat.

SV Erlenbach - FC Fuchsstadt 3:1 (0:1). - Die Freude war riesig am Viktoria-Heim - auch wenn es nach 45 Minuten zunächst aussah »wie immer«. Denn genau das sagte Erlenbachs Trainer Nico de Rinaldis über die erste Hälfte. Zelder lenkte einen langen Ball, der auf dem harten Platz aufhüpfte, gerade noch über die Latte. Im Anschluss erspielte sich der SVE laut de Rinaldis drei hundertprozentige Chancen, das runde Leder wollte aber nicht ins »Eckige«. Stattdessen leistete sich Blasi in der 36. Minute einen kapitalen Abspielfehler und steckte den Ball mustergültig zwischen seinen beiden Innenverteidigern durch, wo sich Halbig bedankte und mit etwas Glück das 0:1 erzielte.

»Als Psychologe gearbeitet«

»In der Halbzeit habe ich dann als Psychologe gearbeitet«, sagte der Coach. Denn die Mannschaft sei kurz davorgestanden, in alte Muster zurückzufallen. Meckern und Diskutieren, sowie hängende Köpfe beschrieb de Rinaldis. Vor allem Muhammed Kayaroglu sei immer wieder mit unfairen Mitteln bekämpft und provoziert worden, kritisierte der 45-Jährige.

Nach der Halbzeit setzte der SVE dann endlich um, was der Trainer seit drei Monaten fordert und was im Training einstudiert wurde. Innerhalb von zehn Minuten drehte Erlenbach die Partie. Zunächst war Philipp Traut nach einem Freistoß mit dem Kopf zur Stelle (51.), wenig später war das Glück auf Seiten der Tüchtigen. Kayaroglu zog aus 16 Metern ab, Eyrich ließ den eher harmlosen Schuss passieren (60.). In der Folge versuchte Fuchsstadt noch einmal alles, brachte aber seinerseits den Ball nicht mehr ins Tor. Der eingewechselte Nachwuchsspieler Okan Yildiz machte mit dem dritten Treffer den Sieg perfekt (89.).

»Das hat er schön gemacht«, lobte de Rinaldis. »Jetzt geht es in die Eistonne zum Regenerieren, damit wir in Aufkirchen wieder ein gutes Spiel zeigen können«, so de Rinaldis. Ein besonderes Lob hatte er für Kayaroglu: »Das Beste, was ich bisher von ihm gesehen habe, er hat überragend gespielt.«

De Rinaldis voll zufrieden

SV Aufkirchen - SV Erlenbach 1:3 (0:1). - De Rinaldis voll zufrieden. Es war die erwartet schwere Partie in Aufkirchen. Erlenbach schnuppert durch den Sieg nun wieder am direkten Klassenerhalt, für Aufkirchen ist der Ligaverbleib mit neun Punkten auf den Relegationsplatz nur noch rechnerischer Natur.

Erlenbach setzte um, was der Trainer in den letzten Wochen akribisch einstudiert hat. Anstelle zu meckern hat sich die Mannschaft wieder auf Passspiel, Raumgewinn und die Zusammenarbeit im Kollektiv besonnen. So ging es nach 45 Minuten verdient mit 1:0 in die Kabine. Kocer köpfte nach einer gefühlvollen Flanke von Stoll in den Winkel (36.). Beinahe hätte der SVE noch vor der Pause erhöht, aber ein etwas leichtsinniger Foulelfmeter von Kayaroglu wurde zur Beute für Friedrich.

Nach dem Wechsel sorgten die Gäste schnell für klare Verhältnisse. Was Kayaroglu beim Elfmeter vergeigte, machte er bei einem direkten Freistoß nach 53 Minuten umso besser. Er hob den Ball über die Mauer, wo er wie ein Stein am Pfosten herunterfiel. 0:2. Auch das 0:3 eine Viertelstunde vor Schluss resultierte aus einer einstudierten Situation. Philipp Traut stand nach einem Eckball genau richtig und köpfte zur Entscheidung ein (76.). Das 1:3 nach 79 Minuten durch Lechlers Abstauber war ein Schönheitsfehler, den de Rinaldis einerseits als Haar in der Suppe nannte, andererseits nahm er seine Spieler nach der Doppelbelastung durch die beiden Spiele an Ostern in Schutz. »Die sind in beiden Spielen bis zum Schluss 100 Prozent gegangen«, so de Rinaldis. »Nur ein Tag Pause, die lange Anreise, man muss der Mannschaft ein Kompliment machen«, ergänzte der 45-Jährige. Er kündigte an, der Mannschaft erst einmal zwei Tage frei zu geben, ehe es in die Vorbereitung auf das Spiel in Schwebenried geht.

sts

Der SV Erlenbach im Stenogramm

SV Erlenbach - FC Fuchsstadt 3:1

Erlenbach: Zelder - Kayaroglu, Neuendorf, J. Traut, Tschumak, Stoll, Fleckenstein (74. Sevim), Amouzouvi, P. Traut, Kocer, Blasi (73. Yildiz). - Tore: 0:1 Halbig (37.), 1:1 P. Traut (51.), 2:1 Kayaroglu (60.), 3:1 Yildiz (88.). - Zuschauer: 130. - Schiedsrichter: Doneff (Weingarts).

SV Aufkirchen - SV Erlenbach 1:3

Erlenbach: Zelder - Neuendorf, J. Traut, Tschumak, Stoll, Fleckenstein (66. Kuther), Amouzouvi (66. Sevim), P. Traut, Kocer, Blasi, Kayaroglu. - Tore: 0:1 Kocer (34.), 0:2 Kayaroglu (51.), 0:3 P. Traut (75.), 1:3 Lechler (79.) - ZS: 150. - Bes. Vorkommnis: Kayaroglu verschießt Elfmeter (41.)

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