Dienstag, 25.06.2019

Karlburgs System, Spielweise und die Schlüsselspieler: Schramm, Schiebel und Römlein bilden die Achse

Analyse
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Kapitän und bester Torschütze des Karlburger Meisterteams: Manuel Römlein.
Foto: Julien Christ / julienchrist.com (Julien Christ / julienchrist.com)
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Foto: Carmen Mölter

Vom Bei­na­he-Be­zirks­li­gis­ten zum Bay­ern­li­gis­ten: In nur elf Mo­na­ten hat sich die Welt des TSV Karl­burg um 180 Grad ge­dreht. Doch wie kam die Mann­schaft zum Er­folg? Auf wel­ches Sys­tem setz­te Trai­ner Pa­trick Strä­ß­er? Und wer wa­ren die fe­der­füh­r­en­den Akteu­re?

System

Sträßer richtete seine Mannschaft in aller Regel in einem 4-2-3-1 aus, in dem Cedric Fenske stets vor der Viererkette im defensiven Mittelfeld spielte, während sein Nebenmann Andreas Rösch das Bindeglied zur Offensive war und - je nach Spielsituation - neben Manuel Römlein auftauchte. So veränderte sich das System bisweilen hin zu einem 4-1-4-1.

Spielweise

Auch wenn der TSV in neun seiner 29 Saisonspiele drei oder gar mehr Tore schoss, waren Karlburgs Auftritte selten spektakulär. Sie zeichneten sich vielmehr durch taktische Disziplin, Systemtreue und Kompaktheit aus. Es sind Attribute, die gerade für Mannschaften im Abstiegskampf unabdingbar sind, Sträßers Team aber dazu verhalfen, zu einer Spitzenmannschaft aufzusteigen. In Auswärtsspielen, in denen es in aller Regel dem Gegner obliegt, die Initiative zu ergreifen, machten sich diese Qualitäten besonders bezahlt.

Schlüsselspieler

Marvin Schramm und Marco Schiebel in der Innenverteidigung, Römlein im zentralen offensiven Mittelfeld: Dieses Trio bildete die Achse des Karlburger Spiels. Während Schramm seine Kopfballstärke, Zweikampfhärte und Führungsqualität einbrachte, glänzte Schiebel mit seiner Technik und Antizipation. Und Römlein vereinte in der Offensive all das, was ein Spielgestalter benötigt: Übersicht, ein präzises Passspiel und Torgefahr.

Spielerkader

Sei es Angreifer Dominik Lambrecht, der gegen Ende der Vorrunde mit sechs Toren auf sich aufmerksam machte - oder seien es die Mittelfeldspieler Andreas Köhler und Luca Pfister, die auf den letzten Metern der Saison in den Vordergrund rückten: Im Vergleich zur Vorsaison war Karlburgs Kader breiter aufgestellt. Fielen arrivierte Kräfte mal aus, standen Spieler bereit, die die Aufgabe auf mindestens solide Art und Weise übernahmen.

Stärken und Schwächen

Der TSV hat weder die stabilste Defensive der Landesliga (33 Gegentreffer) noch die erfolgreichste Offensive (51 Tore). Und im Gegensatz zu anderen Teams gibt es keinen Spieler, der so herausragt, dass er Spiel für Spiel auffällt. Karlburgs Stärke ist aber, dass die Mannschaft kaum Schwächen hat. Die Ausgeglichenheit ist Trumpf - und trägt zu einer gewissen Unberechenbarkeit bei.

Die bisherigen Torschützen

13 Tore:   Manuel Römlein
6 Tore:     Dominik Lambrecht, Sebastian Stumpf
5 Tore:     Jan Wabnitz, Marvin Schramm, Luca Pfister, Steffen Bachmann
3 Tore:     David Machau
2 Tore:     Marco Schiebel, Andreas Köhler
1 Tor:       Maurice Kübert

 

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