Spielertrainer Steffen Bolze über das Erfolgsrezept des TuS Leider und dessen Chancen

»Das Gesamtpaket passt einfach«

Bezirksliga Unterfranken-West
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Seit elf Jahren hat Steffen Bolze das Kommando beim TuS Leider, heuer der Top-Favorit.
Foto: Petra Reith
Seit der damals 27-Jährige Steffen Bolze vor nunmehr elf Jahren als Spielertrainer beim damaligen Kreisklassisten TuS Aschaffenburg-Leider die sportliche Führung übernahm, ging es stetig bergauf . Gleich im Jahr darauf gelang der Aufstieg in die Kreisliga, diese war nur Durchgangsstation und seit neun Jahren spielen die Leiderer nun ununterbrochen in der Bezirksliga. Nachdem die Mannschaft sich auch dort zuletzt regelmäßig in der Spitzengruppe einsortierte, gelten die Grün-Weißen in der kommenden Runde unter Experten als erster Favorit für den Meistertitel. Ein Interview mit dem Erfolgscoach:

Sie haben aus einem Kreisklassisten einen Anwärter für einen Platz in der Landesliga geformt. Wie erklärt sich diese positive Entwicklung?
Bolze: Dass man so lange bei einem Verein arbeitet, ist schon eine ungewöhnliche Geschichte. Das Gesamtpaket passt einfach, es geht menschlich zu und wir haben uns stetig weiterentwickelt. Und natürlich hatten wir auch meist Glück mit unseren Neuzugängen.

Mit Viktoria Aschaffenburg und Vatan Spor spielen große Vereine in unmittelbarer Nachbarschaft. Wie kann sich der Stadtteilverein TuS Leider in diesem Umfeld behaupten?
Bolze: Zunächst freue ich mich darüber, dass wir hochklassigen Fußball gleich um die Ecke sehen können. Andere müssen weit fahren, um ein Regionalligaspiel zu besuchen. Wir spielen aber auch inzwischen eine gute Rolle und können daher auch davon profitieren, so wechseln auch schon mal U 19-Spieler der Viktoria zu uns.

Zur Person: Steffen Bolze

Alter: 38 Jahre
Familienstand: verheiratet, zwei Töchter
Beruf: Sozialversicherungsfachangestellter
Spielerstationen: TuS Leider (Jugend), Viktoria Aschaffenburg (Jugend), TuS Leider (Aktive) Alemannia Haibach (Aktive) TuS Leider (Aktive)
Trainer: in Leider seit Februar 2011

 

Wo sehen Sie Ihre Mannschaft mittelfristig?
Bolze: Jeder Sportler möchte den maximalen Erfolg, aber es gibt eben keine Garantie. Wir sind in der Bezirksliga glücklich, aber wenn es noch weiter nach oben gehen sollte, werden wir das probieren.

Die Jugendarbeit in Leider hat einen sehr guten Ruf - aber besteht nicht ständig die Gefahr, dass die Besten zu den großen Nachbarn abwandern?
Bolze: Das sehe ich sehr entspannt. Wenn jemand die Chance hat, dann würde ich selbst dazu raten, sie auch zu nutzen. Das ist dann ja auch eine Auszeichnung für uns, wenn es klappt. Aber für die meisten unserer Nachwuchsleute bieten wir mit der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse eine gute Plattform, wo sie sich entwickeln können.

Wo sehen Sie die Hauptkonkurrenten im Kampf um die Meisterschaft in der Bezirksliga?
Bolze: Natürlich der letztjährige Dritte Hösbach-Bahnhof und auch Hain mit unserem früheren Torjäger Daniel Meßner. Dazu rechne ich wieder mit einer Überraschungsmannschaft, so wie in der vergangenen Saison mit Mömlingen.

Jeder muss um seine Einsätze kämpfen.

Stammtorhüter Max Zelder hat Leider verlassen. Ist das nicht eine enorme Schwächung?
Bolze: Sebastian Torka ist von der Viktoria zu uns gestoßen und macht bisher einen sehr guten Eindruck. Max Weigand hat im letzten Jahr Zelder auch einige Male gut vertreten, ich sehe uns da gut gerüstet.

Unter den Neuzugängen sticht der langjährige Alzenauer Oberligaspieler Christoph Prümm heraus. Welche Rolle soll er spielen?
Bolze: Er ist inzwischen 37, hat ein paar Mal mittrainiert und es hat ihm gut bei uns gefallen. Er wird einige Spiele bestreiten, aber nicht regelmäßig zum Einsatz kommen. Marvin Sauerwein aus Haibach, Jens Philipp aus Hösbach, Ricardo Santos aus Alzenau und Volkan Pancar von Gencler Birligi haben in der Vorbereitung überzeugt, aber Stammplätze gibt es bei uns nicht. Der Kader ist groß, jeder muss um seine Einsätze kämpfen.

Sie sind inzwischen 38 Jahre alt. Wie oft sehen wir Sie noch auf dem Platz?
Bolze: Es kommt auf die Personallage an. Ich habe ja letztes Jahr schon reduziert, lasse gerne den Jüngeren den Vortritt. Mein Bruder Sven kann noch einige Jahre spielen.

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