Samstag, 26.05.2018

Winkler: doppelter Wadenbeinbruch

Schwere Verletzung bei Karlstadt gegen Kahl

Sonntag, 13.05.2018 - 21:34 Uhr

Karlstadts Bezirksliga-Torjäger verletzt sich schwer. Der geschockte Gegenspieler bekommt keine Vorwürfe.

Es war sein letz­tes Heim­spiel für den FV Karl­stadt in der Fuß­ball-Be­zirks­li­ga West, und es en­de­te jäh. Mit­te der ers­ten Hälf­te, nach ei­nem Zwei­kampf an der Sei­ten­li­nie.

Michael Winkler hat sich am Sonntagnachmittag beim furiosen 6:2 gegen Viktoria Kahl einen doppelten Wadenbeinbruch zugezogen – nach einem »normalen Zweikampf«, wie Kahls Vorsitzender Fritz Will sagte.

Als Fabian Kolaczek in Richtung Kabine trottete, trösteten ihn selbst die Spieler des FV Karlstadt. Auch sie wussten: Kahls Verteidiger hatte ihren Teamkollegen Michael Winkler nicht vorsätzlich umgegrätscht. »Es war definitiv keine Absicht, es war einfach unglücklich«, sagte auch FVK-Coach Tamer Yigit.

»Normaler Zweikampf«

Obwohl seine Mannschaft mit einem Kantersieg gegen den Meister den Klassenerhalt klargemacht hatte, war Yigit nicht nach Feiern zumute. »Die Stimmung ist getrübt«, sagte er – denn Winkler hatte sich bei Kolaczeks Foul einen doppelten Wadenbeinbruch zugezogen.

Viktorias Vorsitzender Fritz Will bewertete die Szene so: »Es war ein normaler Zweikampf und ein Unfall.« Winkler sei nach der Grätsche im Rasen hängengeblieben und habe sich auch deshalb eine derart gravierende Verletzung zugezogen, sagte Will und ergänzte: »Als Fabian gesehen hat, wie schwer sich sein Gegenspieler verletzt hat, war er mit den Nerven am Ende.« Winkler wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht – und Kolaczek von der Kahler Physiotherapeutin in die Kabine geführt.

Dass der Unparteiische Marvin Heimrich Kolaczek auf Anhieb Rot gezeigt hatte, konnte Will nicht nachvollziehen. Kahls Vorsitzender meinte: »Der Schiedsrichter hat es mit der Schwere der Verletzung begründet, das verstehe ich nicht. Auch die Karlstädter haben gesagt, dass es nicht unbedingt Rot war.«

SEBASTIAN LEISGANG

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