Brisantes Verfolgerduell in Mömlingen

FCM braucht wie die DJK Hain einen Sieg, um oben dranzubleiben

Bezirksliga Unterfranken-West
3 Min.

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Dürfen die Mömlinger auch am Sonntag im Heimspiel gegen Hain jubeln?
Foto: Björn Friedrich
Mit dem 19. Spiel­tag star­tet die Fuß­ball-Be­zirks­li­ga Un­ter­fran­ken-West am Wo­che­n­en­de in das Fuß­ball­jahr 2022. Al­le Ve­r­ei­ne ha­ben noch zwölf Par­ti­en aus­zu­tra­gen. Mit deut­li­chem Ab­stand be­le­gen Fram­m­ers­bach und Rim­par die Spit­zen­po­si­tio­nen.

Beide starten auswärts, wobei Frammersbach in Kitzingen zumindest auf dem Papier die etwas schwerere Aufgabe zu lösen hat.

Mit Hösbach-Bahnhof, Leider, Mömlingen, Hain und Wasserlos folgen fünf ambitionierte Untermain-Teams auf den Plätzen drei bis sieben. Dabei sticht die Partie zwischen den Tabellennachbarn Mömlingen und Hain hervor, beide brauchen einen Dreier, um noch einmal ganz vorn anzugreifen. Hösbach-Bahnhof bekommt es auf eigenem Platz mit Lohr zu tun, beide Teams scheinen den Testspielergebnissen nach zu schließen gut in Form zu sein. Die Bahnhöfer rangen unter anderem Bayernligist Vatan Spor Aschaffenburg ein 2:2 ab.

Für Leider sollte in Buchbrunn-Mainstockheim ein Sieg möglich sein, auch wenn man sich im Hinspiel beim 5:3-Heimsieg recht schwertat. Die Aufstiegschancen für Wasserlos sind wohl nur noch theoretischer Natur. Mit Keilberg kommt ein Gegner, der noch nicht aller Sorgen ledig ist.

Für Sailauf zählt gegen Schlusslicht Gemünden/Seifriedsburg nur ein Sieg, will man den Abstieg noch vermeiden. Ein klassisches Mittelfeldduell steigt in Heimbuchenthal, sowohl die Platzherren als auch die Gäste aus Neuhütten-Wiesthal sind nach unten abgesichert.

Spvgg Hösbach-Bahnhof (38 Punkte/3. Platz) - TSV Lohr (27/8.). - Wer den ehrgeizigen Spvgg-Coach Jürgen Baier kennt, weiß, dass er alle Möglichkeiten ausschöpfen wird, um mit seiner Mannschaft zumindest auf Relegationsrang zwei vorzurücken. Fünf Punkte Rückstand auf die Führenden sind nicht unaufholbar. Lohr erwies sich im Hinspiel als harter Brocken, erst in der Schlussphase konnte der knappe 3:2-Erfolg gesichert werden.

Duell der Tabellennachbarn

TSV Heimbuchenthal (26/9.) - TSV Neuhütten-Wiesthal (25/10.). - Völlig offen erscheint das Spiel der Tabellennachbarn. Auch der Blick auf die letzten Testspiele macht nicht wirklich schlauer: Sowohl Heimbuchenthal (unter anderem Remis gegen Viktoria Kahl, aber auch klare Niederlage gegen Elsenfeld) als auch Neuhütten-Wiesthal hinterließen einen zwiespältigen Eindruck. Im Hinspiel gab es ein klares 3:0 für Neuhütten-Wiesthal.

TV Wasserlos (28/7.) - TSV Keilberg (20/12.). - Beide Teams hatten sich wohl etwas mehr versprochen: Dies gilt sowohl für die ambitionierten Wasserloser, als auch für den seit vielen Jahren in der Bezirksliga beheimateten TSV Keilberg. Noch immer haben die Bessenbacher unter dem völlig missratenen Saisonstart zu leiden, nach der 0:3-Schlappe gegen Wasserlos am 4. Spieltag hatte die Elf gerade einmal einen Punkt auf dem Konto. Zuletzt ging es allerdings deutlich aufwärts.

SG Buchbrunn-Mainstockheim (12/13.) - TuS Leider (37/4.). - Mit Leider ist im Aufstiegsrennen zweifellos noch zu rechnen. Spielerisch haben die Aschaffenburger das Zeug dazu, mit Frammersbach wurde auch der Tabellenführer auf eigenem Platz bezwungen, Ergebnisse wie das 4:0 gegen Hain oder gar 8:1 gegen Heimbuchenthal unterstreichen das. Doch da ist auch die andere Seite: Schlusslicht Gemünden/ Seifriedsburg holte seinen einzigen Dreier gegen Leider, auch gegen Rimpar war der TuS beim 0:4 von allen guten Geistern verlassen.

SSV Kitzingen (22/11.) - TuS Frammersbach (43/1.). - Frammersbach spielt eine hervorragende Runde und steht zu Recht auf Rang eins, das Sportgerichtsurteil gegen Mömlingen spielt dem TuS obendrein in die Karten. Mit nur 15 Gegentoren aus 18 Spielen hat man die wenigsten Gegentreffer kassiert, andererseits auch mit 50 die meisten eigenen Tore geschossen. Trotzdem droht bereits bei einem Remis in Kitzingen der Verlust der Tabellenspitze, wenn die punktgleichen Rimparer die drei Punkte in Uettingen mitnehmen sollten. (alle Samstag, 15 Uhr)

Sailauf in der Pflicht

Spfr. Sailauf (12/15.) - FV Gemünden/Seifriedsburg (5/16.). - Vorletzter gegen Letzten: Keine Frage, für Sailauf geht es am Samstag buchstäblich um die Wurst. Erst 13-mal haben die Männer vom Bischling ins Schwarze getroffen. Damit ist man sogar noch um fünf Tore schlechter als der wohl bereits hoffnungslos abgeschlagene Gegner. Ein Sieg muss also her, egal wie.

FC Mömlingen (34/5.) - DJK Hain (30/6.). - Seit nunmehr sechs Saisons gehört die DJK Hain unter der sportlichen Führung von Markus Horr konstant der Bezirksliga an, Mömlingen stieg nach langer Kreisliga-Zugehörigkeit unter Tobias Bystrek im Jahr 2020 auf. Die Mömlinger haben sich in ihrer ersten Bezirksligasaison auf dem fünften Platz etabliert und liegen sogar vier Punkte vor der Horr-Truppe. Entsprechend zufrieden äußert sich Abteilungsleiter Rainer Spall: »Wenn wir in unserem 100. Jubiläumsjahr unter die ersten Fünf kommen, wäre das eine tolle Sache. Das Trainerteam leistet super Arbeit und deshalb haben wir auch die Verträge schon verlängert. Das Gesamtbild wird dadurch abgerundet, dass auch der Unterbau stimmt. Der Aufstieg ist bei uns kein Thema, wenn es doch so käme, würden wir uns aber nicht dagegen wehren. Für Sonntag wäre ich persönlich mit einem Punkt zufrieden.«

Hains Trainer Markus Horr weist jegliche Revanchegelüste für die knappe Hinspielniederlage von sich: »Davon halte ich nichts, aber natürlich sind am Sonntag wie immer drei Punkte unser Ziel. Ich hatte Mömlingen mit seiner Euphorie und auch spielerischen Klasse von Anfang an auf dem Schirm, der Sieg im Hinspiel war nicht unverdient. Unser Ziel für die Rückrunde ist, weniger Gegentreffer zu bekommen, aber Rimpar und Frammersbach werden vorne nichts mehr anbrennen lassen. Bis auf Badowski und Jashari stehen uns alle Spieler für Sonntag zur Verfügung.« (beide Sonntag 15 Uhr)

Die Torjäger

25 Tore: Patrick Amrhein (TuS Frammersbach). - 23 Tore: Patrick Schneider (Spvgg Hösbach-Bhf). - 17 Tore: Daniel Meßner (DJK Hain). - 16 Tore: Sandro Kramosch (DJK Rimpar). - 15 Tore: Tim Kraus (TV Wasserlos). - 13 Tore: Maximilian Eberhard (SG Buchbrunn-Mainstockheim, Christian Huth (TSV Neuhütten-Wiesthal). - 12 Tore: Tobias Bystrek (FC Mömlingen), Albert Grenz (TSV Lohr). - 11 Tore: Lukas Weimer (TSV Uettingen)

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