Freitag, 16.11.2018

Herbsttitel? Bolze: »Wir genießen das«

Bezirksliga West Donnerstag, 08.11.2018 - 18:14 Uhr

Ein prickelndes Stadtderby dürfen die Fußballfans in Leider erwarten, wo der BSC Schweinheim den Tabellenführer ärgern will. Verfolger Vatan Spor Aschaffenburg empfängt derweil Heimbuchenthal.

Stadt­der­by an der Darm­städ­ter Stra­ße: Zum Auf­takt der Rückrun­de trifft der TuS Lei­der am Sams­tag in der Fuß­ball-Be­zirks­li­ga Un­ter­fran­ken-West auf den BSC Schwein­heim und ist ge­willt, sei­ne Ta­bel­len­füh­rung vor dem SV Va­tan Spor zu ver­tei­di­gen. Der Vi­ze­meis­ter be­kommt es am Sonn­tag mit dem TSV Heim­bu­chen­thal zu tun.

TuS Leider (35 Punkte/Platz 1) - BSC Schweinheim (15/13). - Vorrunde: 4:4. - Samstag, 16 Uhr. - Platz eins nach der Vorrunde? Steffen Bolze verfällt deshalb zwar noch nicht in Euphorie, für unbedeutend will er die Herbstmeisterschaft aber auch nicht erklären. Leiders Spielertrainer findet vielmehr: »Das ist eine schöne Momentaufnahme. Wir genießen das.« Der 34-Jährige sagt das allerdings nicht, ohne seine Aussage noch einzuschränken. Er fügt an: »Wir wissen das einzuordnen.« Für ihn ist Vatan Spor nach wie vor der erste Anwärter auf die Meisterschaft.

Und doch: Seine Mannschaft hat zuletzt vier Siege aneinandergereiht und zehn der jüngsten elf Punktspiele gewonnen. In dieser Form ist auch Leider ein seriöser Kandidat für Rang eins. Nun steht dem TuS aber eine tückische Aufgabe bevor: das Nachbarduell mit Schweinheim. Bolze weiß: Gerade in einem Derby wie am Sonntag ist man nicht vor einem Spiel gefeit, in dem es hin und hergeht - und der Favorit womöglich strauchelt.

Deshalb räumt er ein: »Natürlich kann das für die Schweinheimer ein Spiel sein, das ihnen einen Ruck gibt.« Ohnehin hält er große Stücke auf den BSC - auch wenn dieser eine verkorkste Vorrunde hinter sich hat. »Sie werden ihre Punkte noch holen und den Relegationsplatz verlassen«, glaubt Bolze.

Gall: »Können nur gewinnen«

Jüngst hat Schweinheim das so wichtige Kellerduell mit Neuhütten/Wiesthal verloren. So fehlen vier Punkte zu einem Nichtabstiegsplatz. »Gerade in den entscheidenden Spielen sind wir nicht zur Stelle«, klagt Trainer André Gall, der beim BSC gemeinsam mit Patrick Zimlich die Geschicke leitet. Gall findet: »Es ist fast verwunderlich, dass wir mit nur 15 Punkten aus 15 Spielen auf dem Relegationsplatz stehen.«

Dass es seine Elf nun mit dem Tabellenführer zu tun bekommt, stimmt ihn zuversichtlich. »Vielleicht ist Leider jetzt genau der richtige Gegner«, hofft Gall, »da können wir nur gewinnen.« Unabhängig vom Ausgang sagt er aber: »Egal, wie es läuft: Wir sind jetzt bis zum Winter unten drin.«

SV Vatan Spor Aschaffenburg (33/2) - TSV Heimbuchenthal (24/7). - Vorrunde: 0:1. - Sonntag, 16 Uhr. - Mit dem 5:0 am vergangenen Sonntag gegen Frammersbach hat Vatan Spor nach dem 1:3 in Rottendorf wieder in die Erfolgsspur gefunden. Jetzt steht das Duell mit Heimbuchenthal an, und Co-Spielertrainer Murat Özbahar weiß: »Man muss jedes Spiel mit 100 Prozent angehen. Wenn man ins Schludern gerät, ist es immer schwer, den Hebel noch mal umzulegen.« Gegner Heimbuchenthal spielt eine wechselhafte Saison. Nach der Vorrunde steht der TSV lediglich auf Rang sieben. »Es ist ein Auf und Ab dieses Jahr«, sagt Spielertrainer Fabian Thiel und erklärt: »Sobald zwei, drei Spieler fehlen, können wir das nicht kompensieren. Aber ich mache da niemandem einen Vorwurf. Die Jungen hauen sich immer rein.« Ob Christopher Grund am Sonntag am Schönbusch mitwirken kann, ist noch offen. Der Abwehrmann hat sich in der Vorwoche beim 0:3 in Uettingen wohl eine starke Prellung zugezogen.

Sportfreunde Sailauf (19/11) - TuS Frammersbach (21/9). - Vorrunde: 2:4. - Samstag, 14 Uhr. - Trotz des jüngsten 1:3 gegen Rottendorf hat sich an Sebastian Aulenbachs Ziel nichts geändert: Sailaufs Spielertrainer will vor der Winterpause die Marke von 25 Zählern erreichen. Das heißt: Die Sportfreunde müssen zwei der verbleibenden drei Spiele gewinnen. Deshalb sagt Aulenbach vor dem Duell mit Frammersbach: »Wir haben uns einiges vorgenommen.« Dass die Nordspessarter seit fünf Spielen sieglos sind (0/2/3), könne eine Chance sein, glaubt Aulenbach. Er sagt: »Vielleicht erwischen wir sie in einem guten Moment.« Andererseits weiß er aber auch: »Es kann wieder ganz anders für Frammersbach laufen.«

DJK Hain (30/3) - TSV Rottendorf (26/6). - Vorrunde: 0:0. - Sonntag, 14 Uhr. - Trotz der Abgänge von Markus Brüdigam und Markus Wosiek hat Hain die Vorrunde auf Rang drei beendet. »Wir haben jetzt eine flache Hierarchie«, sagt Spielertrainer Markus Horr, »die anderen müssen jetzt Verantwortung übernehmen, und das machen sie sehr gut.« Nun trifft die DJK im ersten Spiel der Rückrunde auf Rottendorf. Der TSV hat sich nach sechs Spielen ohne Sieg (0/3/3) rehabilitiert und jüngst Vatan Spor und Sailauf mit 3:1 bezwungen.

Spvgg Hösbach-Bahnhof (26/5) - TSV Neuhütten/Wiesthal (20/10). - Vorrunde: 1:0. - Sonntag, 14 Uhr. - »Es war eine gute Vorrunde«, sagt Spvgg-Sportvorstand Christian Grams, »wir sind generell zufrieden.« Hösbach-Bahnhof hat die erste Saisonhälfte auf Rang fünf beschlossen - und trifft nun auf den TSV Neuhütten/Wiesthal. Die Spessarter haben sich nach einem verkorksten Saisonstart gefangen und vier der jüngsten fünf Spiele gewonnen. So ist sich Grams mit Blick auf die noch ausstehenden Partien gegen Neuhütten/Wiesthal, Schweinheim und Uettingen sicher: »Da ist auf jeden Fall noch was machbar.« Auch wenn Kapitän Patrick Schneider (Schulterverletzung) wohl erst im Frühjahr wieder mitmischen kann.

TSV Uettingen (22/8) - TSV Keilberg (19/12). - Vorrunde: 1:2. - Sonntag, 14 Uhr. - »Das ist kein Maßstab«, sagt Keilbergs Sportlicher Leiter Rudi Elbert vor dem Gastspiel, wenn man ihn auf den 2:1-Last-Minute-Sieg in der Vorrunde anspricht. Uettingen hat seit seinem Trainerwechsel eine beachtliche Bilanz vorzuweisen (5/1/1). Dennoch betont Elbert: »Wir haben auch ordentliche Wochen hinter uns, in denen wir immer mitgehalten haben - bis auf das Spiel in Hösbach-Bahnhof.« Im Vergleich zum jüngsten 0:4 bei der Spvgg wird sich personell nicht allzu viel ändern. Ein Einsatz von Dominik Aulbach (Knieprobleme) ist auch in Uettingen »sehr, sehr fraglich« (Elbert), Co-Spielertrainer Fabian Roth klagt über muskuläre Beschwerden, und Raphael Bott spielt derzeit trotz einer Bänderdehnung.

Sebastian Leisgang
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