Dienstag, 25.09.2018

Elbert traut Leider den großen Wurf zu

Bezirksliga Unterfranken-West Donnerstag, 06.09.2018 - 16:53 Uhr

Der­by in der Be­zirks­li­ga Un­ter­fran­ken-West: Am Sonn­tag emp­fängt der TSV Keil­berg den TuS Lei­der - und rech­net sich nach dem Auf­schwung in den ver­gan­ge­nen Wo­chen durch­aus et­was aus.

Vizemeister SV Vatan Spor trifft derweil auf die Sportfreunde Sailauf, und der BSC Schweinheim hat bereits am Samstag den Tabellenzweiten TSV Rottendorf zu Gast.

TSV Keilberg (10 Punkte/Platz 9) - TuS Leider (11/7). - Sonntag, 15 Uhr. - Vorsaison: 0:0 (H), 0:0 (A). - Natürlich war das Spiel vom vorigen Sonntag auch bei der Trainingseinheit am Dienstag noch einmal Thema in Keilberg - es ging allerdings weniger um Pässe und Grätschen, sondern um jene Vorwürfe, die Spieler und Verantwortliche des FV Karlstadt noch während der 90 Minuten erhoben hatten: dass einer aus ihren Reihen von einem Keilberger Zuschauer rassistisch beleidigt worden sei.

Hohe Wellen nach Anklage

Die Anklage hat hohe Wellen geschlagen, nun sagt Keilbergs Sportlicher Leiter Rudi Elbert mit ein paar Tagen Abstand: »Es gab am Dienstag beim Training ein Gespräch. Damit ist das Thema für uns abgehakt.« Denn: »Es sind Ausdrücke gefallen, die man ständig auf dem Sportplatz hört - aber definitiv keine rassistischen Beleidigungen. Deshalb gilt unser Fokus jetzt nur noch dem nächsten Spiel.«

Nach sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien geht Keilberg mit breiter Brust ins Derby. »Wir haben Selbstvertrauen getankt«, sagt Elbert und ergänzt mit Blick auf die jüngsten Duelle mit Leider: »Wir spielen gerne gegen sie.« Schließlich hat Keilberg dem TuS in der vergangenen Spielzeit zweimal ein 0:0 abgetrotzt, in der Saison 2015/16 gab es gar ein 2:1 und ein 1:1. Trotzdem mahnt Elbert: »Es wird ein sehr schweres Spiel.«

Denn Jonas Willig (Innen- und Außenbandriss), Jonas Salg und Stefan Emmerich (beide Urlaub) fehlen der Mannschaft - und Leider ist nach seinem durchwachsenen Saisonstart inzwischen bestens in Form. »Jetzt sind wir angekommen«, betont Pressesprecher Manfred Schoch angesichts der jüngsten Siege in Frammersbach (3:2) und gegen Heimbuchenthal (3:0). Elbert glaubt gar: »Leider kann ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden« - auch wenn der TuS, so seine Hoffnung, am Sonntag leer ausgehen sollte.

SV Vatan Spor Aschaffenburg (12/3) - Sportfreunde Sailauf (4/13). - Sonntag, 16 Uhr. - »In dieser Liga musst du Woche für Woche an die Leistungsgrenze gehen«, betont Vatan Spors Co-Spielertrainer Murat Özbahar vor dem Duell mit Sailauf. In der Vorwoche ist das dem Vizemeister nicht gelungen - und prompt setzte es ein 3:4 gegen den BSC Schweinheim. Deshalb will Vatan Spor gegen Aufsteiger Sailauf Wiedergutmachung betreiben. »Ich hoffe nur, dass wir nicht unter die Räder kommen«, sagt Thomas Grabherr aus dem Spielausschuss der Sportfreunde.

BSC Schweinheim (7/10) - TSV Rottendorf (14/2). - Samstag, 16 Uhr. - Vorsaison: 1:0 (H), 2:1 (A). - »Wir haben etwas gutzumachen«, betont Schweinheims Abteilungsleiter Christoph Schürmer trotz des 4:3-Erfolgs am vorigen Sonntag gegen Vatan Spor. Er findet: »Wir haben schon zu viele Punkte liegen gelassen, die wir eigentlich eingeplant haben.« Deshalb soll nun ein Dreier gegen die einzige noch ungeschlagene Mannschaft her: den Tabellenzweiten TSV Rottendorf (4/2/0). Im Vorjahr hat der BSC zwar beide Vergleiche für sich entschieden, Schürmer weiß aber: »Das Spiel wird mindestens genauso schwer wie gegen Vatan Spor.«

Spvgg Hösbach-Bahnhof (12/4) - SG Hettstadt (6/12). - Sonntag, 15 Uhr. - »Wir sind immer noch voll im Soll«, findet Hösbach-Bahnhofs Sportvorstand Christian Grams trotz der jüngsten 2:3-Pleite in Hain. Gegen Hettstadt peilt die Spvgg zwar den fünften Saisonsieg an, doch Grams warnt: »Sie haben gegen Heimbuchenthal gewonnen. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet - und das kann uns auch passieren, wenn wir nicht alles in die Waagschale werfen.« Positiv stimmt Grams die Rückkehr von Andreas Zimmermann.

TSV Heimbuchenthal (12/5) - FG Marktbreit/Martinsheim (3/15). - Sonntag, 15 Uhr. - »Uns war klar, dass die Bezirksliga eine hochkarätige Liga ist - und auch für uns eine große Herausforderung wird«, sagt Heimbuchenthals Spielertrainer Fabian Thiel. Seine Elf hat zwar zwei der vergangenen drei Partien verloren, doch Thiel findet: »Wir müssen uns nur die Niederlage in Hettstadt vorwerfen lassen, mit dem Auftritt in Leider war ich zufrieden, auch wenn das Ergebnis nicht gepasst hat.« Beim 0:3 in der Vorwoche hat Heimbuchenthal beinahe die gesamte Offensivabteilung gefehlt, am Sonntag sind Steffen Bachmann, Moritz Kunkel und Co. wieder zurück.

»Aktuell gut in Form«

TSV Uettingen (6/11) - DJK Hain (11/8). - Sonntag, 15 Uhr. - Vorsaison: 0:1 (H), 2:4 (A). - »Wir sind aktuell gut in Form«, sagt Hains Spielertrainer Markus Horr, schließlich hat seine Elf sieben Punkte aus den jüngsten drei Partien geholt. »Wir wollen weiter punkten, um von unten fern zu bleiben.« Den TSV schätzt der 34-Jährige als »drahtig« und »unangenehm« ein, trotzdem sagt er: »Wir wollen das Spiel schon gewinnen, auch wenn wir Uettingen am Anfang erst mal kommen lassen werden.«

Sebastian Leisgang
 

Restliche Spiele und Torjäger der Bezirksliga West

Die weiteren Spiele: Sonntag, 15 Uhr: TuS Frammersbach (12 Punkte/Platz 6) – TSV Retzbach (15/1), TSV Neuhütten/Wiesthal (4/14) – FV Karlstadt (0/16), In Neuhütten. – Vorsaison: 1:4 (H), 1:0 (A).

Die Torjäger: 9 Tore: Daniel Meßner (TuS Leider). – 7 Tore: Patrick Badowski (DJK Hain). – 6 Tore: Adnan Kerouad (BSC Schweinheim), Peter Sprung, Ünal Noyan (beide SV Vatan Spor Aschaffenburg). – 5 Tore: Linus Ebert (Sportfreunde Sailauf), Sven Bolze (TuS Leider), William Vielwerth, Maximilian Köstler (beide TSV Retzbach), Lukas Weimer (TSV Uettingen).

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