Donnerstag, 22.11.2018

Wie fremde Musiker

Bezirksliga Unterfranken West Sonntag, 26.08.2018 - 20:23 Uhr

Fünf­tes Sai­son­spiel für den TSV Neu­hüt­ten/Wies­thal in der Fuß­ball-Be­zirks­li­ga West, be­reits die drit­te Nie­der­la­ge: Am Sonn­tag un­ter­la­gen die Spess­ar­ter der DJK Hain mit 1:2.

Nach dem Spiel mein­te Trai­ner Ni­co De Ri­nal­dis aber: »Ich muss der Mann­schaft ein Kom­p­li­ment ma­chen. Auf­grund des Auf­wands wä­re so­gar ein Punkt ver­di­ent ge­we­sen.«

Saisondebüt von Schuhmann

TSV Neuhütten/Wiesthal - DJK Hain 1:2 (0:1). - Nico De Rinaldis änderte seine Startelf im Vergleich zum jüngsten 1:1 gegen Sailauf auf vier Positionen: Anstelle von André Wirzberger, Christian Kunkel, Dominik Kunkel (alle Urlaub) und Steffen Englert (angeschlagen) spielten Marco Kunkel, Marc Pimpertz und Benjamin Weber, zudem gab Dominik Schuhmann sein Saisondebüt.

Trotz dieser Umstellungen bot Neuhütten/Wiesthal dem Gegner von Anfang an die Stirn, Hain gab zwar den Ton an und traf acht Minuten vor der Pause durch Torjäger Patrick Badowski zur Führung (37.), die Hausherren hielten aber kämpferisch dagegen - und ergriffen nach Wiederbeginn die Initiative. Während sich auf Seiten der Gäste die Fehlpässe häuften, baute De Rinaldis' Team Druck auf. Der Lohn: der Ausgleich nach gut einer Stunde durch Felix Schanbacher (63.).

Chancen zur Führung

Nun boten sich Neuhütten/Wiesthal gar Möglichkeiten zum 2:1, doch Christian Huth, Lukas Salg und Schanbacher blieben erfolglos. »Wir waren am Drücker«, meinte De Rinaldis und fügte an: »Unterm Strich sind wir aber traurig, dass wir den Punkt nicht geholt haben.« Denn zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schlug Badowski erneut zu - die Entscheidung zu Gunsten Hains (88.).

Dass sich seine Elf trotz der angespannten Personallage derart wacker geschlagen hatte, stimmte De Rinaldis positiv. »Wir haben deutlich gezeigt, dass niemand nach Neuhütten oder Wiesthal fährt und kampflos die Punkte bekommt«, meinte der TSV-Coach, räumte aber auch ein: »Man sieht einfach, dass es Qualitätsunterschiede gibt.«

Exemplarisch führte er Schuhmann an. »Er hat einen guten Job gemacht«, lobte De Rinaldis, bemühte dann aber noch eine Metapher: »Wenn zwei Musiker, die sich nicht kennen, ein gemeinsames Konzert spielen sollen, dann passt auch nicht alles zusammen - auch wenn die Musiker im Einzelnen gut sind.«

Sebastian Leisgang
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