Nach dem 1:3 im Hinspiel könnte sich Karlburgs Abstieg am Samstag in Würzburg besiegeln

Noch keine Zeit für weiße Fahnen

Fußball-Relegation
2 Min.

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Foto: Marco Bachmann
Re­le­ga­ti­on zur Fuß­ball-Bay­ern­li­ga Nord, 1. Run­de, Rück­spiel: Würz­bur­ger FV - TSV Karl­burg. - Sams­tag, 16 Uhr. - Hin­spiel: 3:1. - Ma­nu­el Stei­ger­wald gibt sich kämp­fe­risch. Das 1:3 aus dem ers­ten Ver­g­leich? »Ei­ne rie­si­ge Hy­po­thek.« Die Aus­wärt­s­tor­re­gel, die nach wie vor gilt? »Macht es nicht ein­fa­cher.«

Die Rollen vor dem Rückspiel? »Sind klar verteilt.« Und doch: Der Vorstand des TSV Karlburg ist weit davon entfernt, schon vor dem zweiten Duell die weiße Fahne zu hissen.

»Es ist erst Halbzeit«, ruft Steigerwald und lässt dann ein paar Sätze folgen, aus denen tatsächlich so etwas wie Optimismus spricht. »Warum sollten wir nicht drei Tore schießen?«, fragt der 38-Jährige, »aus meiner Sicht hat der WFV beim Hinspiel an seinem Limit gespielt. Und wenn wir beim Rückspiel ein frühes Tor machen, kommt der WFV nochmal ins Nachdenken.«

Klar ist aber auch: Nach dem 3:1 am Mittwoch haben die Würzburger alle Trümpfe in ihrer Hand - auch wenn das Resultat in Steigerwalds Augen deutlicher ausfiel, als es nach dem Spielverlauf gerecht gewesen wäre. »Wir waren nicht zwei Tore schlechter«, findet Karlburgs Vorstand, »das Ergebnis täuscht ein bisschen über die Kräfteverhältnisse hinweg.«

Dass Fabio Bozesan in der letzten Minute der regulären Spielzeit mit einem Kunstschuss aus 45 Metern den Schlusspunkt setzte, war für die Karlburger besonders schmerzhaft - schließlich wäre die Ausgangslage bei einem 1:2 weitaus besser gewesen. Schon vor vier Jahren, als es in der Relegation um den Abstieg aus der Landesliga ging, verlor Karlburg das Hinspiel gegen Vatan Spor mit nur einem Tor Unterschied und entschied das Duell im Rückspiel durch ein 3:1 n.V. doch noch für sich.

Das dritte Tor tut weh

»Das dritte Gegentor hat weh getan«, sagt Steigerwald deshalb, trägt es dann aber doch mit Fassung, obwohl Bozesans Treffer von entscheidender Bedeutung gewesen sein könnte. Dass es Karlburg in der Bayernliga drei Jahre lang mit Größen des Amateurfußballs aufnehmen durfte, dass Vereine wie Eintracht Bamberg, Bayern Hof und der Würzburger FV ihre Visitenkarte in Karlburg abgegeben haben, das macht Steigerwald stolz. »Es war von Anfang an klar, dass wir nicht vergessen dürfen, wo wir herkommen«, sagt er, »nach dem Aufstieg haben wir die Struktur der Mannschaft nicht verändert, deshalb war uns schon 2019 klar, dass jede Bayernliga-Saison für uns die letzte sein könnte.«

»Alle Spieler wollen mitgehen«

Sollte nun die Spielzeit 2021/22 die letzte gewesen sein, wäre Karlburg wieder Landesligist, könnte dann aber auf einen Kader zurückgreifen, der am Saisonende nur zwei Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz ins Ziel gekommen ist. »Es gibt keinen Spieler, der den Weg in die Landesliga nicht mitgehen will«, betont Steigerwald, will sich im Grunde aber noch gar nicht mit dem Abstiegsszenario befassen.

Noch hat Karlburg ja die Chance, den Abstieg zu vermeiden. Dafür braucht es vorne mindestens drei Tore - und hinten eine Abwehr, die konsequent verteidigt und den Ausfall von Andreas Rösch wettmacht. Der 30-Jährige hat sich beim Hinspiel am Sprunggelenk verletzt und fällt deshalb aus. Da Rösch den Verein verlassen wird, um beim TSV Homburg erste Schritte als Co-Spielertrainer zu gehen, dürfte der Defensivmann keine Gelegenheit mehr haben, um sich auf dem Feld zu verabschieden.

Wer ihn in Würzburg ersetzt, ist noch offen. Denkbar ist, dass Innenverteidiger Cedric Fenske wieder in die Startelf rückt und Maurice Kübert aus dem Abwehrzentrum auf die Außenposition ausweicht. Röschs Part könnte aber auch Fabio Gobbo übernehmen, der in den vergangenen Wochen meist auf der offensiven Außenbahn gespielt hat.

Karlburg am Samstag

Voraussichtliche Aufstellung:Fischer-Vallecilla - Kübert, Schramm, Fenske, Meyer - Karle, Martin, Wabnitz, Fries, Gobbo - Kunzmann. - Ersatz: J. Kohlhepp (Tor), Winter, Bachmann, Hetterich, Heuchert, M. Lambrecht, Jeni, Leibold. - Es fehlen: Rösch (Verletzung am Sprunggelenk), Franz (Kreuzbandriss), A. Köhler (Operation am Sprunggelenk). - Schiedsrichter: M. Huber (Wurmannsquick). - Anstoß: 16 Uhr. - Unser Tipp: 1.

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