Dienstag, 20.11.2018

Der Meister holt auch den Punkterekord

Bayernliga Nord:Viktoria siegt 3:2 in Ansbach – In der Rückrunde ohne Niederlage

Freitag, 18.05.2018 - 21:46 Uhr

Der Re­kord ist in Aschaf­fen­burg: Mit ei­nem 3:2-Sieg bei der Spvgg Ans­bach hol­te die Vik­to­ria die Punk­te 80, 81 und 82 – noch nie hat­te ein Meis­ter der Bay­ern­li­ga Nord mehr Zäh­ler auf sei­nem Kon­to. Bis­he­ri­ger Spit­zen­rei­ter war die Spvgg Bay­reuth mit 81 Punk­ten.

Mit dem 26. Sieg im 34. Saisonspiel setzte sich der Meister endgültig die von Trainer Jochen Seitz gewünschte Krone auf. Seit dem 1:2 im Hinspiel gegen die Mittelfranken hat die Viktoria 15 Siege und zwei Unentschieden geschafft.

Ins Ansbach bewies die Mannschaft noch einmal Moral, steckte die staubelastete Anreise und den um 25 Minuten verzögerten Spielbeginn genauso weg wie eine Ansbacher Aufholjagd und bewies am Ende den längeren Atem. Für die Zuschauer war es ein ansehnlicher Saisonausgleich, bei dem beide Mannschaften ordentlichen Fußball boten und nicht mit Toren geizten.

Die Ansbacher erwiesen dem Meister eine besondere Reverenz: Die Spieler des Gastgebers standen beim Einlauf Spalier für den Spitzenreiter. Seitz: »Eine sehr schöne Geste. Die haben uns da richtig gefeiert.« Er hatte die Anfangsformation vom vorigen Wochenende auf vier Positionen geändert.

Schnitzer musste passen

Erstmals in dieser Runde stand der beruflich verhinderte Björn Schnitzer nicht in der Startelf. Erneut ins Tor durfte Peter Neuberger, der sich in der 21. Minute auszeichnen konnte, als er im direkten Duell mit einem Amberger Angreifer die Nerven bewahrte.

Nach einer halben Stunde setzte die Viktoria die ersten offensiven Akzente. Zunächst war es Daniele Toch, der im Strafraum zu lange zögerte (33.), vier Minuten später agierte er geschickter, passte steil auf Goalgetter Christian Breunig und der erzielte sein 14. Saisontor.

Geradlinig und schnell

Geradlinig und schnell durch die Mitte – das war das Erfolgsrezept der Gäste. Nur eine Minute nach der Führung schickte Breunig dann Toch, der scheiterte im ersten Anlauf, aber Philipp Beinenz versenkte den Abpraller im Tor. Ins schwungvolle Offensivspiel mischten die Aschaffenburger einige Nachlässigkeiten und allzu sorglos geführte Zweikämpfe in der Abwehr. Kroiß nutzte das, um kurz vor der Pause mit einem Weitschuss den Anschlusstreffer zu erzielen.

Für Ansbach war mehr drin

Die beste Phase hatten die Ansbach nach dem Wechsel. Schmidt schoss knapp vorbei, Störzenhofecker scheiterte am Pfosten, Kroiß setzte den Abpraller übers Tor und kam kurz darauf einen Schritt zu spät im Strafraum. Für Ansbach wäre mehr drin gewesen als nur der von Kroiß vorbereitete Ausgleich durch Landshuter. »Da haben wir auf den Halbpositionen Probleme gehabt und den Ansbachern zu viele Torschüsse überlassen«, kritisierte Seitz.

Doch die Viktoria fing sich wieder, bekam die Partie erneut in den Griff und erspielte sich zwei gute Möglichkeiten. Bei der ersten drosch Toch den Ball noch über den Kasten, eine Minute später dribbelte er sich geschickt durch den Strafraum – Clay Verkaj erzielte das 91. und letzte Saisontor der Aschaffenburger.

Die Partie endete so wie sie begonnen hatte, mit einer spektakulären Neuberger-Rettung. Nur Sekunden nach dem 3:2 hielt er mit einer Glanzparade einen Weitschuss und sicherte die Siegesserie. »Alles in allem ein verdienter Sieg für uns. Wir haben den auch unbedingt gewollt und hatten den Punkterekord als großes Ziel. Das ist jetzt der perfekte Abschluss«, freute sich Seitz.

Damit endet auch für den Trainer eine herausragende Bayernligazeit. Seit seinem Start bei der Viktoria am 10. September 2016 holte Jochen Seitz in 58 Spielen 42 Siege und elf Unentschieden bei nur sechs Niederlagen und 157:48 Toren. Im Schnitt holten seine Mannschaften 2,3 Punkte pro Spiel – eine meisterliche Bilanz, die er im nun anstehenden Urlaub feiern kann.

klg
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