Donnerstag, 20.09.2018

Aydin und Gerhart verabschieden sich mit Toren von der Viktoria

Aschaffenburg gewinnt letztes Heimspiel 4:2 gegen Ammerthal

Bayernliga Nord Samstag, 12.05.2018 - 19:43 Uhr

Ein per­fek­ter Tag für Vik­to­ria Aschaf­fen­burg. So­gar der Him­mel strahl­te in den blau-wei­ßen Ve­r­eins­far­ben, als Ka­pi­tän Si­mon Sch­midt den Po­kal für die Meis­ter­schaft in der Fuß­ball-Bay­ern­li­ga Nord nach oben stemm­te.

»Besser kann es wirklich nicht laufen«, freute sich Trainer Jochen Seitz und meinte nicht nur den 4:2-Sieg im letzten Heimspiel gegen die DJK Ammerthal, sondern die gesamte Saison.

Relegation erspart

Dass mit der Viktoria die beste Mannschaft der Liga völlig verdient den Titel geholt hat, war unstrittig. Schmidt: »Wir spielen einen guten Fußball. Endlich haben wir es wieder nach oben gepackt.« Und er erinnerte sich wie alle Mitspieler an die Schrecken der letzten beiden Sommer: »Wir sind so froh, dass uns diesmal die Relegation erspart bleibt.«

Mit einem breiten Lachen im Gesicht erlebte Vorstandssprecher Holger Stenger diesen Tag. »Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl. Wir haben so viel einstecken müssen, als wir angetreten sind. Jetzt freuen wir uns. Ich glaube, wir sind besser gerüstet für die Regionalliga als vor drei Jahren. Es ist nicht mehr alles so auf äußerste Kante genäht.«

Man lässt sich wieder gerne mit der Viktoria sehen, deshalb versuchten am Samstag auch schnell noch einige Parlamentsabgeordnete und -kandidaten ein wenig von dem neuen Glanz zu erhaschen. »Diese Mannschaft ist eine Visitenkarte«, lobte Oberbürgermeister Klaus Herzog.

In den vorherigen 90 Minuten musste die DJK Ammerthal erleben, was Simon Schmidt ganz unverblümt feststellte: »Nach Aschaffenburg fährt keine Mannschaft gerne.« Beide Teams ließen es allerdings ganz locker angehen. »Wir haben den Zuschauern was geboten«, befand DJK-Trainer Jürgen Press.

Kräftig durchgewechselt

Seitz hatte wie angekündigt kräftig gewechselt und mit Torhüter Peter Neuberger, Marco Wadel, Gökhan Aydin, Johannes Gerhart und Jonas Fritsch fünf neue Spieler in die Startformation befördert. Ein Bruch im Vergleich zu den glanzvollen Wochen der jüngsten Vergangenheit war allerdings nicht feststellbar. Was allerdings auch damit zusammenhing, dass sich die Akteure im eher gemütlichen Testspieltempo bewegten und wirkliche Zweikämpfe scheuten.

Schnitzer-Gala

Die gut 800 Zuschauer erlebten dafür noch einmal eine echte Björn-Schnitzer-Gala. In der elften und 54. Minute verwandelte er Freistöße aus gut 20 Metern zu seinen Saisontoren 32 und 33. Es war sein zehnter Doppelpack in dieser Runde. Um seinen Auftritt perfekt zu machen, gab er die Vorlagen für Gökhan Aydin und Johannes Gerhart. Die beiden Abgänge (siehe Hintergrund) nutzten die Pässe zu Abschiedstreffer. Allein Schnitzer hatte noch eine Handvoll weiterer guter Offensivaktion – die spektakulärste in der 20. Minute, als er Ammerthals Torhüter Sommerer fast aus 40 Metern überrascht hätte.

Aber auch die DJK durfte am Ende zufrieden sein. Ihr Ziel, sich achtbar aus der Affäre zu ziehen, erreichten sie durch die beiden Tore von Dietl (37.) und Lieder (78.). Immerhin: zwei Gegentore hat die Viktoria zuletzt im Oktober beim 1:2 gegen Ansbach kassiert. Seit diesem Tag haben die Aschaffenburger nicht mehr verloren.

Dem Meisterjubel, den übergroßen Weißbiergläsern, der Ehrung durch Thomas Unger, den Spielleiter der Bayernliga-Nord auf der Tortribüne, tat das alles keinen Abbruch. Für gute Stimmung hatte auch der Brauerei-Sponsor mit 300 Liter Freibier gesorgt. Der Silberpokal und die Medaillen für jeden Spieler strahlten mit der Sonne um die Wette. Alle lagen sich in den Armen und nahmen damit schon vorweg, was Seitz für die kommende Regionalligasaison forderte: »Wir müssen da ganz eng zusammenrücken.«

klg

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