Braucht es für eSport-Titel überhaupt Nachfolger? "Overwatch 2" kommt im Oktober

Kolumne "Das E im Sport"

Kolumne
1 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Die "Junker Queen" ist ein neu angekündigter Held für Blizzards neuen Teil der Reihe Overwatch. Das Spiel erscheint im Oktober.
Foto: Activision Blizzard
Trom­mel­wir­bel: Denn der Ent­wick­ler Ac­ti­vi­si­on Bliz­zard hat für den Nach­fol­ger des be­lieb­ten eS­ports »Over­watch« end­lich neue Bil­der und Trai­ler ge­zeigt. Der Ti­tel »Over­watch 2« wur­de be­reits 2019 an­ge­kün­digt. Seit­dem ka­men neue In­fos nur spär­lich in die Öf­f­ent­lich­keit - bis jetzt.

Ein neuer Spielemodus kommt in Overwatch 2: Statt sechs gegen sechs sollen die Kämpfe nun mit einem Spieler weniger im Team ausgetragen werden, also fünf gegen fünf. Auch ein Storymodus ist für 2023 geplant - bei der Community ist dieser heiß begehrt. Und sonst? Neue Helden, neue Spieleumgebungen (Maps), neue Outfits für die Helden und natürlich neue Möglichkeiten, seinen Geldbeutel zu leeren. Reicht das aber, um diesen neuen Teil zu rechtfertigen?

Kein Wechsel nötig

Denn Besitzer von Overwatch 1 sollen tatsächlich alle Neuerungen im Spielprinzip in einem großen Update erhalten. So bräuchten Gamer und eSportler nicht unbedingt zum neuen Spiel wechseln. Egal ob man das alte oder das neue Game besitzt: Alle können weiterhin online gemeinsam und gegeneinander bei Wettkämpfen teilnehmen.

Was die verpassen, die den Wechsel nicht mitmachen: Unter anderem den Storymodus und die neue Grafik. Obwohl das optische Upgrade auf den ersten Blick eher mager aussieht. Im Oktober soll Overwatch 2 dann »Free to Play« erscheinen - man kann das Spiel also kostenlos herunterladen. Lieber »Starcraft 3« Die Entscheidung von Overwatch, einen zweiten Teil auf den Markt zu bringen, hat die eSport-Sphäre geschockt. Es ist nicht das erste Mal, dass Blizzard einem seiner beliebten eSport-Titel einen komplett neuen Anstrich verpasst.

Eindrücke aus dem neuen "Overwatch 2".
Foto: Activision Blizzard

Starcraft erschien 1998 und ist Vorreiter des modernen eSports. 2010 brachte der Hersteller »Starcraft 2« heraus. Beide Spiele gehören heute noch zu den größten eSport-Titeln der Welt. Aber zwischen beiden Computerspielen lagen zwölf Jahre. Overwatch kam 2016 auf den Markt. Sechs Jahre später kommt nun Teil zwei. Ehrlich: Ich hätte lieber »Starcraft 3« gesehen - denn dieser eSport braucht frischen Wind. Im Gegensatz zu Overwatch und dessen Nachfolger.

Nur ein eSport-Titel

Zwar schreibt Blizzard groß eine »2« in den neuen Titel. In Wahrheit scheint es aber ein und dasselbe Spiel, das auf absehbare Zeit den ersten Teil komplett ersetzen soll. Noch hält sich Blizzard bedeckt, aber Folgendes ist sicher keine weit hergeholte Prognose: Irgendwann wird der Hersteller seine Updates für »Overwatch 1« nicht mehr fortführen. Und dann ist es nicht so wie bei Starcraft, bei dem bei Teil eins und zwei völlig unabhängige eSport-Wettkampfszenen entstanden sind. Dann gibt es nur noch »Overwatch 2« als eSport. Bleibt zu hoffen, dass die Neuerungen dem Spiel als eSport helfen - und deren Szene nicht dem Untergang weiht.

Eindrücke aus "Overwatch 2", veröffentlicht von Activision Blizzard.
Foto: Activision Blizzard

Mehr eSport gefällig? Alle Artikel im Netz unter: https://www.main-echo.de/esport

Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!