Sieg im »heiß erwarteten Duell« und ein erfüllter kleiner Lebenstraum

Stimmen zum Citylauf 2022

Ausdauersport
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Mehr zum Thema: Citylauf in Aschaffenburg
Beim City­lauf Aschaf­fen­burg zäh­len für die Teil­neh­mer nicht nur die Po­dest­plät­ze, es gibt auch klei­ne Tri­um­phe, über die sie un­se­rem Mit­ar­bei­ter Ing­bert Rein­ke be­rich­ten kön­nen.

Mark Scheuring (Spannrit-Team TSG Kleinostheim, 7. Platz gesamt Männer/3. UF): Heute habe ich das heiß erwartete Duell gegen Tobias Erbacher gewonnen. Wir sind die ersten 5 km einen 3:20er-Schnitt gelaufen. Dann habe ich 3:09 Minuten auf den sechsten Kilometer eingestreut und konnte ihn nach und nach distanzieren.

Jan Herzog (TSG Mainaschaff, 9. Platz UF):

Jan Herzog (TSG Mainaschaff) hat sich einen kleinen Traum erfüllt.
Foto: Björn Friedrich

Der Citylauf war sehr hart wegen der Hitze. Vor mir hat die Gruppe mit Tobias (Erbacher), Mark (Scheuring), Niklas (Lentzkow) und David (Zimmermann, d. Red.) ein sehr hohes Tempo angeschlagen. Letzte Runde habe ich direkt vor mir David Johnson gesehen. Ich habe mir gedacht, einmal in meinem Leben will ich ihn schlagen, habe das Tempo forciert und ihn noch überholen können. Im Moment ist David viel auf dem Fahrrad unterwegs und läuft noch nicht so viele Kilometer, muss man dazu sagen. Aber ich bin sehr glücklich mit meinem Lauf.

Felix Kern (TSG Kleinostheim): Es lief heute besser als erwartet. Ich bin einen 3:33er-Schnitt gelaufen und bin sehr zufrieden damit. Im November werde ich vermutlich den Halbmarathon in Hockenheim in Angriff nehmen.

Markus Riefer (SSC Hanau-Rodenbach): Ich bin heute zum 10. Mal am Start beim Citylauf. Eigentlich hätte ich mit meinen Knieschmerzen gar nicht laufen dürfen. Aber da ich gemeldet war, habe ich von meinem Startrecht Gebrauch gemacht. Seit ich in Marburg die 5000 m gelaufen bin, habe ich die Probleme. Deswegen war ich heute auch nur Dritter in meiner Altersklasse M55. Gewonnen hat der Gesamtsieger vom ersten Citylauf, Carsten Schmidt.

Nadja Heininger (SSC Hanau-Rodenbach, 4. Platz gesamt Frauen):

Stark zurück im Rennbetrieb: Nadja Heininger (SSC HU-Rodenbach).
Foto: Björn Friedrich

Ich habe im Januar meinen letzten Wettkampf gehabt. Mein Ziel war nach meiner Vorbereitung, nun einen guten Lauf abzuliefern. Während des Laufs habe ich nie auf die Uhr geschaut, um nicht nervös zu werden. Ich bin mit meiner Endzeit von 31:09 Minuten sehr zufrieden. So kann es weitergehen.

Marie Schwöppe (TSG Kleinostheim, 7. Platz gesamt Frauen/2. UF): Es war sehr heiß. Ich hatte einen trockenen Hals und Pfeifen im Ohr. Ich bin die ganze Zeit mit Alexandra Wasse zusammen gelaufen, habe gehofft, dass ich am Ende die besseren Reserven habe. So war es auch. Ich habe meinen Endspurt ausgespielt und konnte sie distanzieren. Den ersten Kilometer habe ich mal auf die Uhr geschaut, um das Rennen nicht zu schnell anzugehen. Am 25. Oktober werde ich in Utah bei der WM 70.3 teilnehmen, dem »kleinen Bruder« vom Ironman.

Tinka Uphoff (Eintracht Frankfurt, 3. Platz gesamt Frauen):

Für Tinka Uphoff (Eintracht Frankfurt) war der Citylauf ein Anfang.
Foto: Björn Friedrich

Der Citylauf war sehr anstrengend. Aber die Stimmung am Straßenrand war einfach riesig. Das ist man ja zu Coronazeiten gar nicht mehr gewohnt und auch selten geworden. Vor vier Wochen bin ich in Hamburg Marathon gelaufen. Es ist bei windigen Verhältnissen eine 2:48 Stunden dabei herausgekommen. Ich hatte danach das Training etwas rausgenommen, um mich zu erholen. Letzte Woche bin ich dann mal zwei Tage für 370 Kilometer aufs Rad gestiegen, bin von Frankfurt in die Niederlande gefahren. Mittwoch und Donnerstag habe ich dann zur Vorbereitung auf den Citylauf einige Kilometer laufend abgespult. Der Citylauf bedeutete für mich den Einstieg nach dem Marathon. Ende September will ich in Berlin erneut die Marathondistanz wagen. Mit meinem Trainer Max Kerschbaum peile ich eine Zeit von unter 2:45 Stunden an, da dort hoffentlich bessere Bedingungen als in Hamburg herrschen.

Andreas Schwind: Ich laufe heute bei der Firma Richard Wenzel mit. Ich bin noch etwas überstrapaziert, weil ich vor Kurzem das Sportabzeichen gemacht habe.

Dominik Scherger (TV Großostheim): Es war jetzt nach zwei  Jahren Pause wieder mal ein regionales Highlight. Hier wird man an jeder Stelle der Runde angefeuert. Dass der Fokus wieder mehr auf die regionalen bzw. unterfränkischen Läufer gelegt wurde,  finde ich gut, weil so die Basis gelegt wird, viele Zuschauer an der Strecke zu haben.  Wenn Corona mal ein paar Jahre Vergangenheit ist, wächst das Event bestimmt nochmal.

Michael Schrauder (TV Wasserlos):  Ich fand die Atmosphäre beim Citylauf großartig und habe mich in diesem Jahr besonders darauf gefreut: Denn nachdem ich letztes Jahr völlig überraschend einen Herzinfarkt hatte und für fünf Tage im künstlichen Koma lag, war zunächst nicht klar, ob ich wieder völlig gesund werde, geschweige denn, wieder an Läufen teilnehmen kann. Vor dem Start habe ich an meinen Lebensretter – Markus Richter –  gedacht, der mich, kurz nachdem ich damals bewusstlos zusammengebrochen war, reanimiert hat. Ihm verdanke ich, dass ich wieder fast so fit und belastbar bin wie früher.

 

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