Erst mit Gegenwind und dann mit Tempo 45: Lokalmatador Lukas Bugar wird Vize-Hessenmeister

Triathlon
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Der für den VfL Münster startende Dieburger Lukas Bugar stürmt aus dem Sickenhöfer See und wird anschließend Vize-Hessenmeister der B-Jugend.
Foto: Jens Dörr
Mehrere Sportler aus der Region haben am Sonntag dem 37. Moret-Triathlon des VfL Münster ihren Stempel aufgedrückt. Während die Topplatzierungen in den Rennen der 3., 4. und 5. Hessenliga sowie in den drei Schülerrennen meist an Athleten aus der Fremde gingen, waren Lokalmatadoren unter anderem bei A- und B-Jugend sowie in den Wettbewerben über die Mittel-, Olympia- und Sprintdistanz weit vorn dabei.

Unter anderem Lukas Bugar. Der 14-jährige Dieburger, der für den VfL Münster startet und kürzlich deutscher Vizemeister im Sprint wurde, gehört noch dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang an und sicherte sich am Wochenende Platz zwei. Weil der VfL mit dem Schwimmen im Sickenhöfer See, der Radstrecke auf der voll gesperrten B26 und der Laufroute im Feld westlich von Babenhausen diesmal auch die Landesmeisterschaften ausrichten durfte, holte sich Bugar zugleich den Titel des Vize-Hessenmeisters.

»Ein schönes Rennen«

»Das war ein schönes Rennen«, resümierte das Talent. »Das Wasser im See war sehr sauber, wenngleich ohne Neoprenanzug auch ziemlich kalt. Beim Radfahren Richtung Altheim gab es zwar ein bisschen Gegenwind, dafür konnte man aber mit Tempo 45 zurückfahren. Und die Laufstrecke ist zwar crossig, aber trotzdem schnell.« Nur dem Wiesbadener Samuel Möller musste Bugar den Vortritt lassen.

Bei der A-Jugend wurde VfL-Teamkollege Sebastian Meiss Dritter; hier gewann Robin Schüssler vom DSW Darmstadt den Titel. Der DSW war in Person von Uwe Drescher und Lars Anders auch auf den ersten beiden Plätzen der Olympischen Distanz präsent, wobei der zweitplatzierte Anders den Reihen des VfL Münster entstammt. Dritter wurde Julian Becker , der nach wie vor im VfL-Dress startet und die starke Leistung der Gastgeber abrundete.

Bei den Frauen ging es auf der Olympia-Distanz extrem eng zu: Siegerin Franziska Pawlik (TSV Unterschlüpf) aus Külsheim lag nach 2:28 Stunden gerade einmal 84 Sekunden vor Verfolgerin Jasmin Ruppert (TV Langen).

Trotz des erstmals auf elf Wettbewerbe und den Rekord von 669 Teilnehmermeldungen gewachsenen Moret-Triathlons war der »Star« auch diesmal die Mitteldistanz, mit der die Traditionsveranstaltung in den 80ern ihren Anfang genommen hatte. Die schnellsten Beine hatte nach 3:32:21 Stunden Fabian Reuter vom TuS Griesheim. Nur Nico Markgraf (TSV Anderten) machte lange Druck auf Reuter, brauchte zweieinhalb Minuten länger. Lars Heppner auf Platz elf war bester Athlet des VfL Münster. Die frühere Groß-Zimmernerin Laura Chacon Biebach, die für Eintracht Frankfurt startet, setzte sich nach 4:13:10 Stunden bei den Frauen durch. Die zweitplatzierte Katharina Grölz (TuS Griesheim, drei Minuten langsamer) schenkte ihr dabei nichts.

Sämann klar vorne

Der Darmstädter Michael Waraus und die Mainzerin Karin Steurentaler waren die schnellsten Sprinter. Zwei Athleten der TSG Kleinostheim drückten derweil dem Rennen der 4. Hessenliga ihren Stempel auf: Thomas Sämann landete mit sieben Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolger auf Platz eins. Dahinter balgten sich mehrere Männer um Platz zwei, wobei sich diesen TSG-Athlet Marvin Gruber sicherte. Stephan Neu auf Platz acht und Heiko Gerhart auf Rang 14 rundeten den starken Auftritt der Kleinostheimer in diesem Rennen ab. Damit verteidigte das TSG-Team auch Tabellenplatz eins in der 4. Hessenliga und steigt in die 3. Liga auf.

VfL-Rennleiter Andreas Kropp zog ein positives Fazit: »Das Wetter war perfekt, wir hatten nur einen leichten Radsturz und am See drei kleinere Schnittverletzungen wegen Muscheln.« Für Murren bei einigen Autofahrern sorgte abermals die B 26-Sperrung. Der künftige Termin des Moret-Triathlons (bis 2019 Ende Juni, seit 2020 Ende September) ist noch offen, »es deutet aber vieles darauf hin, dass wir im September bleiben«, blickte Kropp voraus.

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