Donnerstag, 04.03.2021
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Krisenzeiten gut bewältigen

Trendforschung: Wie die Deutschen mit Belastungen und Einschränkungen in Lockdown-Zeiten umgehen

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Die Doppelbelastung zwischen Beruf, Homeschooling und sozialen Verpflichtungen macht besonders den 30- bis 39-Jährigen zu schaffen.
Foto: djd/Weleda/Barbara von Woellwarth
Vielen schlagen die Einschränkungen auf die Psyche, andere hingegen finden laut einer Umfrage in Lockdown-Zeiten zu ihrem eigenen Rhythmus zurück. Foto: djd/Weleda/istockphoto.com/Martin Dimitrov
Foto: djd/Weleda/istockphoto.com/Martin Dimitrov
In Zei­ten von Lock­down und der Ein­schrän­kun­gen we­gen der Co­ro­na-Pan­de­mie hat sich das Le­ben der Deut­schen ve­r­än­dert. Sie muss­ten sich an­ders ver­hal­ten, an­ders ar­bei­ten, sie hat­ten mehr Zeit für die ei­ge­ne Fa­mi­lie, aber we­ni­ger Zeit für Freun­de und Ver­wand­te.

Die Weleda-Trendforschung 2020 hat im Sommer über 1000 Bundesbürger gefragt, was das Geschehen rund um die Pandemie während des ersten Lockdowns im Frühjahr mit der Gesundheit der Menschen gemacht hat.

Große Belastung

Tatsächlich war die Belastung groß. Fast jeder fünfte Deutsche gab an, stark bis sehr stark unter den Herausforderungen gelitten zu haben. Genauer betrachtet waren es die psychischen Belastungen, die den Menschen zu schaffen machten. 92 Prozent sagten, zumindest etwas psychisch belastet zu sein und Stresssymptome wie Unruhe, Nervosität, Angst oder Gereiztheit gespürt zu haben. Aber die Befragten nannten auch körperliche Symptome wie Magen-Darmbeschwerden (30 Prozent) sowie Herzrasen oder Zittern (25 Prozent).

Am meisten gefordert während der ersten Welle waren die 30- bis 39-Jährigen: Der neue Alltag mit Homeoffice hatte deutliche Auswirkungen. So waren 47 Prozent der von zu Hause Arbeitenden seelisch gestresst von den vielen Aufgaben zwischen Beruf und Familie. »Es sind solche Doppelbelastungen, die zu einem beruflichen, aber auch privaten Burn-out führen können«, erklärt Sonia Lippke, Leiterin der Abteilung Gesundheitspsychologie und Verhaltensmedizin an der Jacobs-University Bremen.

Eigenen Rhythmus finden

Allerdings hat sich der Alltag der Deutschen während der Einschränkungen im Frühjahr nicht nur negativ verändert: 57 Prozent der Befragten haben das Gefühl, wieder zu ihrem eigenen inneren Rhythmus gefunden zu haben, nicht nur von außen getaktet zu werden, beispielsweise durch starre Arbeitszeiten.

Immerhin 58 Prozent der Menschen haben so oft wie möglich Zeit in der Natur verbracht. Die Hälfte der Befragten hat zu Hause Projekte umgesetzt, zum Beispiel aufgeräumt, umgeräumt oder umgebaut. Auch sportliche Aktivität stand bei rund einem Drittel weit oben auf der Anti-Stress-Liste. 26 Prozent der Umfrageteilnehmer haben sich Freiräume für sich allein genommen. Es zeigt sich: Wer für sich ein individuelles Anti-Stress-Rezept findet, hat gute Voraussetzungen, um gut durch Krisenzeiten zu kommen und das Glas halb voll zu sehen.

Hintergrund

Die Doppelbelastung zwischen Beruf, Homeschooling und sozialen Verpflichtungen macht besonders den 30- bis 39-Jährigen zu schaffen. Foto:

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» Doppelbelastungen können zu einem beruflichen, aber auch privaten Burn-out führen. «

Sonia Lippke,Jacobs-University Bremen

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