Samstag, 04.04.2020
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Tief ausgeschnitten, aber nicht immer weiß

Trends der Brautmode:Auch die pompösen Prinzessinnenkleider sind zurück

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Es muss nicht immer reines Weiß sein: Die Vielfalt der Farben von Brautkleidern ist inzwischen recht groß. Wer es nicht gleich knallig blau mag, findet auch sanfte eisblaue Varianten wie dieses Beispiel. Foto: Ladybird (dpa)
Foto: Ladybird
Zum Themendienst-Bericht von Jana Illhardt vom 18. Dezember 2017: Gerade zu den†Brautkleider im Boho-Stil passen lange ƒrmel gut. Linea Raffaelli stellt sie zum Stil des Kleides passend zus‰tzlich aus (Preis auf Anfrage). (ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollst‰ndiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Linea Raffaelli/dpa-tmn Bildunterschrift 2018-10-05 --> Gerade zu den Brautkleider
im Boho-Stil passen lange
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stellt sie zum Stil des Kleides passend zusätzlich aus. Foto: Linea Raffaelli (dpa)
Foto: Linea Raffaelli
Zum Themendienst-Bericht von Jana Illhardt vom 18. Dezember 2017: Einmal Prinzessin sein: So manche Braut wählt daher ein pompöses Kleid wie dieses Beispiel von Ladybird (Preis auf Anfrage). (ACHTUNG - HANDOUT - Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher im Zusammenhang mit dem genannten Text und nur bei vollständiger Nennung des nachfolgenden Credits.) Foto: Ladybird/dpa-tmn
Foto: Ladybird
Am Al­tar oder vor dem Tre­sen des Stan­des­beam­ten sieht man nur den Rü­cken der Braut - und ge­nau dar­auf le­gen die De­sig­ner der Braut­k­lei­der nun den Schwer­punkt. Das Rü­cken­de­kol­le­té liegt im Trend. Au­ßer­dem kommt man kaum an Spit­ze vor­bei.

Rund 400 000 Paare treten jedes Jahr in Deutschland vor den Traualtar. Bräute wissen: Um beim Ja-Wort im perfekten Kleid zu stecken, gilt es Monate zuvor die Brautmodengeschäfte zu durchstöbern. Durchschnittlich 8,4 Monate vor ihrer Hochzeit kaufen sie ihr Kleid, wie eine Leserumfrage des Fachverlags Brautmedia ergab.

Die gute Nachricht: Noch nie war dabei die Auswahl derart groß. »Die Kleider sind in den vergangenen Jahren viel individueller geworden«, beobachtet Sonja Schulz, Redaktionsleiterin vom Hochzeitsportal24 in Mühlacker (Baden-Württemberg). Und dennoch lassen sich Trends erkennen - ein Überblick:

Prinzessinnen, Meerjungfrauen und Hippie-Bräute - diese drei Stile und Schnittformen sind besonders gefragt und bestimmen den Look der aktuellen Brautmode. Der Hippie-Look, Boho genannt, war schon 2017 viel zu sehen, die Kleider wirken nun aber verführerischer. Susan Lippe-Bernard, Chefredakteurin des Magazins »Braut & Bräutigam« in Münster, macht darunter einen besonderen Trend aus: »Die kaum unterfütterten Slip-over-Kleider sind sehr gefragt.« Sie sind aus weichen Stoffen gefertigt, die luftig locker fallen, festlich verziert mit viel Spitze und Pailletten. Ganz anders fällt das Meerjungfrauenkleid. Es setzt die weiblichen Rundungen in Szene, weil es bis unter den Po oder kurz über dem Knie eng anliegend geschnitten ist und erst dann weiter ausläuft. »Sie sehen wir 2018 mit ganz viel filigraner Spitze, vom Dekolleté bis zum Saum«, berichtet Schulz.

Auch die pompösen Prinzessinnenkleider sind zurück. »Sie haben lange Schleppen, tolle eingearbeitete Spitzen-Korsagen mit V- oder Herzausschnitt und ab dem Bauchband ausladenden Tüll-Röcken«, sagt Lippe-Bernard. Letztere seien oft mit vielen Rüschchen versehen. »Sie erinnern an die Volant-Röcke aus den 20er Jahren«, erklärt Bettina Funke-Redlich vom Bund deutscher Hochzeitsplaner. »Sie sind äußerst symmetrisch gearbeitet und werden in mehrere Schichten übereinandergelegt - für einen voluminösen Rock.«

Spitze: Egal, für welchen Stil sich die Braut entscheidet: Es sei fast unmöglich, ein Kleid ohne Spitze zu finden, berichtet Funke-Redlich. Sie werde unterschiedlich eingesetzt und verarbeitet - was verschiedene Looks kreiert, von verspielt über romantisch bis umwerfend weiblich. »Neu sind Vollspitzenkleider. Oft ist dabei die obere Stofflage eine komplett mit Spitze besetzte Tüllschicht.«

Neben der filigranen Spitze gibt es nun auch viele Brautkleider mit grob gearbeiteter Spitze. »Diese Häkelspitze wird gerne im Boho-Stil eingesetzt«, erklärt Lippe-Bernard. Oft auch zu sehen: der sogenannte Tattoo-Effekt, bei dem Spitze auf dünnen, transparenten Tüll gestickt wird, so dass es aussieht, als säßen die filigranen Muster direkt auf der Haut. »Eingesetzt wird das an Dekolleté und Schultern, am Rücken sowie an den Ärmeln«, sagt Funke-Redlich.

Apropos die Ärmel - denn Brautkleider mit langen Ärmeln sah man in den vergangenen Jahren kaum. »Nun haben viele Designer Modelle im Repertoire, bei denen sich der Tattoo-Effekt von der Brust über die Arme zieht. Sehr weiblich und anmutig«, beschreibt Lippe-Bernard. Die Ärmel seien entweder komplett eng anliegend oder laufen ab dem Ellenbogen trompetenförmig aus.

Beim Rückendekolleté heißt es: umdrehen bitte! »Das spektakuläre Rückendekolleté ist definitiv ein Trend des kommenden Jahres. Es wird mindestens so wichtig wie das Brust-Dekolleté«, meint Lippe-Bernard. Zu sehen sei ein tief ausgeschnittener Rücken sowohl bei Prinzessinnen-, Meerjungfrauen- als auch Boho-Kleidern. Oft wird auch mit transparenter Spitze gearbeitet, die den kompletten Rücken durchschimmern lässt. »Immer häufiger sehen wir auch Schlüssellochrücken«, sagt Schulz weiter. Dabei blitzt die Haut aus einem dreieckig, oval oder herzförmig geschnittenen Loch hervor.

Es muss nicht immer weiß sein »Die meisten Bräute kaufen noch weiße bis elfenbeinfarbene Kleider«, sagt Hochzeitsplanerin Funke-Redlich. Auf der Stange im Handel hängen aber auch immer mehr Modelle abseits des Klassischen, etwa in den Farbtönen Eisblau und Zartrose. Neu dabei ist der Ombre-Look für mehrlagige Tüll-Röcke. »Dabei sind die unteren Lagen eingefärbt, in Cappuccino- bis Blush-Tönen, die oberen werden immer heller«, erklärt Funke-Redlich.

Jana Illhardt (dpa)
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