Kloßklassiker

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Foto: Jens Schierenbeck (dpa/tmn)
Traditionell serviert man zu Gans Klöße, schließlich passen die Rundlinge auch perfekt zu der entstandenen Bratensauce.
Doch Kloß ist nicht gleich Kloß, sondern je nach Region gibt es zahlreiche Varianten. Die Rezepte reichen von Kartoffel- über Semmel- bis zu Serviettenknödel. In Süd- und Südostdeutschland spricht man ebenso wie in Österreich und Südtirol dabei üblicherweise von Knödeln. Im Norden und Westen heißen sie dagegen Klöße. Kartoffeln und Mehl stellen fast immer die Basis dar und werden dann je nachdem mit Semmeln, Grieß, Hefe oder Quark sowie unterschiedlichen Gewürzen zubereitet. Dabei gilt: Frische Klöße schmecken garantiert besser als Fertigprodukte.Und Kinder sind oft allein schon mit Klößen und Rotkohl zufrieden.

Zu den Kloßklassikern gehören zum Beispiel Thüringer Kartoffelklöße. Dazu werden mehlig kochende Kartoffeln in eine Schüssel mit kaltem Wasser gerieben, auf ein Sieb gegeben und dann mit einem Küchentuch gut ausgepresst.  Dann wird etwas mit Milch, Butter und Salz zubereiteter Grieß dazu gegeben und zu einem Teig verknetet. Mit nassen Händen werden daraus die Klöße geformt, in die man auf Wunsch noch geröstete Brötchenwürfel drücken kann. Für die ebenfalls beliebte Halb-und Halb-Variante verwendet man, wie der Name schon sagt, je zur Hälfte gepresste, gekochte Kartoffeln und geriebene, rohe Kartoffeln. Dazu kommen Mehl, Eier und Salz.
Semmelknödel stehen dagegen klar für die böhmische, österreichische und süddeutsche Küche. Ihren Namen verdanken sie der Tatsache, dass zur Zubereitung altbackene Brötchen, sprich Semmeln, in Scheiben oder Würfel geschnitten und in warmer Milch eingeweicht werden. Die Masse verknetet man dann vorsichtig mit Eiern und Petersilie. Gewürzt mit Salz und manchmal Muskat, werden sie rund geformt. Manche Menschen geben noch Mehl, in Butter gedünstete Zwiebelwürfelchen oder herzhafte Speckwürfel zum Teig. Seltener ist die Variante, statt Semmeln altbackene Laugenbrezel zu verwenden oder den Knödeln mit Hilfe von Spinat eine erfrischend grüne Farbe zu verleihen.  
Nicht vergessen sollte man auch die Fränkischen Mehlklöße aus Mehl, Eiern und Salz. Oft und je nach Konsistenz des Teiges kommen aber auch hier zusätzlich Kartoffeln, Milch oder Natron hinzu. Bei den so genannten Krautklößen schließlich, werden Hefeklöße, die aus Hefeteig hergestellt sind, auf Sauerkraut gekocht.
 
Die aus dem Teig geformten Klöße werden in reichlich kochendes Salzwasser gegeben und ohne Kochen in etwa 20 Minuten ziehen gelassen. Die Garprobe ist leicht, denn praktischerweise steigen sie sich sanft drehend von selbst an die Oberfläche.
 
Übrigens: Nicht nur als Beilage zu Braten und Rotkohl gibt es Klöße, sondern auch als süße Hauptspeise. Dazu werden sie gern mit Früchten wie Zwetschgen oder Aprikosen (Marillenknödel) gefüllt. Übergossen mit Butter und Semmelbrösel werden diese nicht nur von Kindern sehr gern gegessen.  Als Österreichische oder Schlesische Spezialität gelten zudem die größeren Germ- bzw. Serviettenknödel aus süßem Hefeteig. Klassischerweise werden sie in einem Leinentuch gebunden über Wasserdampf gedämpft und nach dem Dämpfen aufgerissen, damit sie nicht zusammenfallen. Das farbliche und geschmackliche i-Tüpfelchen dazu ist Heidelbeerkompott.
 

 
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