Samstag, 22.01.2022

Weihnachtsgrüße des Bürgermeisters Zenglein

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Weihnachtsgrüße aus Haibach
Grußwort Bürgermeister Zenglein Haibach
Foto: Andreas Zenglein

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

das Jahr 2021 ist schon fast wieder vorbei und unsere große Hoffnung, dass wir heuer das Virus »besiegen«, konnte nicht erfüllt werden. Im Gegenteil, die Corona-Pandemie hält unser Land mehr denn je in Atem. Wir stehen aktuell vor einer Herausforderung, wie wir sie bisher noch nicht erlebten. Wir müssen alles dafür tun, dies zu ändern – wir alle! Natürlich muss man die Meinung eines jeden einzelnen respektieren, natürlich soll jeder in seinen Persönlichkeitsrechten nicht eingeschränkt werden, aber Deutschland hat immer ausgezeichnet, dass wir eine Solidargemeinschaft sind. Deshalb darf die große Mehrheit ihre »Rechte« für sich doch auch einfordern. Es sollte nicht so sein, dass uns Minderheiten vorgeben wollen, was wir zu machen haben. Das ist nicht das Demokratieverständnis, um das uns viele in der Welt beneiden. Es ist deshalb an der Zeit, klare Vorgaben zu erlassen, die uns möglicherweise wieder schneller in den gewohnten Alltag, wenn auch mit Corona, bringen.

Viele Familien weltweit haben Angehörige verloren, konnten sich nicht einmal verabschieden und mussten ihre Trauer alleine bewältigen. Auch unsere Bürgerinnen und Bürger, nicht nur die Älteren, die Risiko-Patienten und ihre Familien, leiden noch immer unter der aktuellen Situation. Unzählige Menschen in systemrelevanten Berufen gingen in ihrer Arbeit bis an die Leistungsgrenze, oft darüber hinaus. Mir ist es ein wichtiges und persönliches Anliegen allen diesen Menschen wieder zu danken. Dieser Dank gilt unseren Ärzten, dem Pflegepersonal in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, den Rettungskräften, unseren Polizeibeamten sowie den Mitarbeitern und Unterstützern der Gesundheitsämter und denen in den Impfzentren sowie den vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, auch bei uns in Haibach.

Nun steht das Weihnachtsfest bevor und auch in diesem Jahr wird es wohl noch einmal anders sein, das zeichnet sich jetzt schon ab. Vorweihnachtliche Besuche auf Christkindlmärkten, Weihnachtsfeiern mit Freunden und Kollegen, lang ersehnte Zusammenkünfte mit der Familie, Winterurlaub – das alles wird es nur in sehr eingeschränkter Form geben, vielleicht werden wir sogar auf Einiges ganz verzichten müssen.

Ich glaube aber, dass wir alle geduldig und vernünftig genug sind, dies zu akzeptieren und auch zu beachten. Was kann es für uns alle wichtigeres geben als unsere Gesundheit? Die Hoffnung auf ein Ende der Pandemie lässt uns doch die Einschränkungen weiterhin meistern, da bin ich mir sicher.

Trotz der Krise ging das Leben im abgelaufenen Jahr weiter. Vielleicht waren wir im Sommer nur schon zu euphorisch und damit zu leichtsinnig, im öffentlichen wie im privaten Bereich. Wir in Haibach konnten einige Projekte anstoßen oder auch zu Ende bringen. Ja, es konnte nicht alles realisiert werden, aber die zeitweisen Engpässe haben weder im Landkreis noch in unserer Gemeinde das Leben völlig zum Erliegen gebracht. Corona hat vieles auf den Kopf gestellt. Es hat uns aber auch gezeigt, dass diese Pandemie uns nur noch stärker macht. Mit gemeinsamer Kraft haben wir die Herausforderungen gemeistert und das Beste aus der Situation herausgeholt. Und wir wissen, dass wir uns dabei hundertprozentig auf unsere Bürgerinnen und Bürger verlassen können. Eine Gemeinschaft, die zusammenhält, die gleiche Ziele verfolgt, die die demokratischen Prinzipien und Merkmale ein- und hochhält, lässt sich nicht erschüttern. Sie respektiert Andersdenkende, erwartet dieses aber auch von denen.

Jetzt ist wieder Zeit, sich etwas zurückzulehnen und sich über das Erreichte zu freuen, aber auch das Zukünftige sinnvoll zu planen.

Im Straßenbau konnte das »Großprojekt« Gemeindeverbindungsstraße Haibach – Dörrmorsbach beendet und dem Verkehr und somit den Bürgerinnen und Bürgern offiziell übergeben werden. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Weitere Investitionen in unsere Infrastruktur, überwiegend Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbau, werden auch in den kommenden Jahren unser Hauptaugenmerk verlangen. Hierfür haben wir uns eine Priorisierungsliste vorgegeben, die es abzuarbeiten gilt.

Für das »Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept« (ISEK) haben erste Sitzungen, Anhörungen und Aktionen stattgefunden. Es wurden Aufträge erteilt, deren Ergebnisse im kommenden Jahr erwartet und vorgestellt werden. Diesen eher langwierigen Prozess werden wir nicht aus den Augen verlieren und zusammen mit unseren Bürgerinnen und Bürgern begleiten.

Finanziell hat sich die Pandemie bei uns noch nicht so stark ausgewirkt. Was uns in 2022 und den Folgejahren erwartet, vermag aktuell noch niemand zu sagen. Wir werden aber mit den uns anvertrauten Geldern weiterhin verantwortungsvoll und wirtschaftlich vertretbar umgehen. Unseren Schuldenstand haben wir seit dem Jahr 2000 kontinuierlich abgebaut. Er liegt aktuell bei 178.000 Euro. Im Vergleich mit anderen bayerischen Gemeinden unserer Größe schneiden wir damit überdurchschnittlich gut ab.

Wir sind mit dem Erreichten zwar zufrieden, werden uns aber den vor uns liegenden Aufgaben stellen und diese bewältigen.

Auf mindestens ein Ereignis im neuen Jahr können wir uns – hoffentlich – alle freuen: Mit einem »Dorffest – einmal anders« wollen wir am 9. und 10. Juli ein Jubiläum »835 Jahre Haibach« feiern. Pläne liegen in der Schublade, aber...

Mein Dank gilt unseren Vereinen, Gruppen, Kirchen und vielen Einzelinitiativen, die sich in den Dienst der Allgemeinheit einbrachten und einbringen, um unser Haibach nach wie vor attraktiv und modern zu machen. Dem Gemeinderat sage ich Danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger. Gleiches gilt für meine Verwaltung und unser gesamtes Gemeindeteam.

Ich wünsche Ihnen, auch im Namen von Gemeinderat und Verwaltung, ein harmonisches und friedliches, vor allem aber gesundes Weihnachtsfest. Lassen Sie uns gemeinsam ein neues Jahr voller Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht beginnen.

Ihr
Andreas Zenglein
Bürgermeister

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