Samstag, 22.01.2022

Grußwort der Bürgermeisterin Sandra Rußmann

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Bürgermeisterin Goldbach Rußmann
Foto: Markt Goldbach

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Leserinnen und Leser,

und wieder geht ein außergewöhnliches Jahr zu Ende. Das Jahr im Lockdown begonnen, waren wir alle voller Zuversicht, die Corona-Pandemie bald überwunden zu haben. Der Impfstoff gegen das Virus wurde in Rekordzeit entwickelt und nährte die Hoffnung auf schnelle Normalität, die allerdings lange auf sich warten ließ. Auf die zweite Welle folgte nahtlos die dritte Welle im Frühjahr und die Impfkampagne kam zunächst gehörig ins Stocken, um im Sommer durch eine regelrechte Impfmüdigkeit unserer Bevölkerung abgelöst zu werden.

In Goldbach kam das gesellschaftliche und kulturelle Leben das zweite Jahr hintereinander nahezu zum Erliegen. Trotz eines durch moderate Corona-Zahlen entspannteren Sommers fielen die meisten Feste und Veranstaltungen aus. Eine erfreuliche Ausnahme bildete das Konzert der Goldbacher Musikanten vor unserem Mehrgenerationenhaus, das glückliche Gesichter und leuchtende Augen bei den Zuhörern bewirkte. Ein Beweis mehr, wie wichtig Gemeinschaft und kulturelles Leben für eine Kommune sind.

Die Verwaltung der Marktgemeinde Goldbach passte sich während des ganzen Jahres stets der aktuellen Entwicklung an und war durchgehend erreichbar, wenn auch zwischenzeitlich lediglich mit vorheriger Terminabsprache. Die Arbeit im Marktgemeinderat und in den Ausschüssen im zweiten Jahr der Wahlperiode wurde vorangetrieben, denn die zahlreichen Projekte in Goldbach dulden keinen Stillstand. Unsere beiden Großprojekte Schule und Waldschwimmbad, der Bau der neuen Kinderkrippe, zahlreiche Straßenbaumaßnahmen, das Neubaugebiet »Hösbacher Weg« – um nur einige Beispiele zu nennen – verlangen unseren uneingeschränkten Einsatz zum Wohle Goldbachs. Unvorhergesehene Parameter wie Materialknappheit und massive Preissteigerungen auf dem Bausektor, einhergehend mit einer unsicheren Einnahmesituation stellten und stellen uns vor große Herausforderungen. Trotzdem werden wir weiterhin unser Bestes geben, kontinuierlich an den bereits begonnenen Projekten weiterarbeiten und neue Vorhaben auf die Planungsschiene bringen, wenn auch nicht in dem Tempo, das wir uns wünschen würden. Es gilt, den Spagat zwischen Weiterentwicklung einer modernen Gemeinde und Aufrechterhaltung solider Finanzen zu bewältigen.

Auch im sozialen Sektor wurde letztes Jahr einiges auf den Weg gebracht. Der seit 2020 bestehende Familienstützpunkt im Mehrgenerationenhaus wird sehr gut angenommen, das Jugendhaus erlebt eine Renaissance und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Am 1. Juli öffnete das Quartiersmanagement Goldbach seine Pforten. Ann-Kathrin Steinbach ist als hauptamtliche Quartiersmanagerin verantwortlich für alle Belange rund um das Thema Seniorinnen und Senioren. Ergänzend dazu kam es zur Gründung unseres Sozialvereins »Hilfreich in Goldbach e.V.«, der mit voller Kraft die Arbeit aufgenommen hat. Ehrenamt und Hauptamt arbeiten Hand in Hand – ein Konzept, von dessen Wirksamkeit und Durchschlagskraft ich voll überzeugt bin. Im Bereich Seniorenwohnen und Seniorenbetreuung ist ein großes Projekt geplant, das 2022 hoffentlich in die Umsetzungsphase kommt.

Momentan erleben wir bezüglich der Corona-Lage alle ein Déjà-vu. Die Inzidenzen sind trotz Impfquote von circa 70 Prozent höher als je zuvor und alle sind – völlig zurecht – pandemiemüde. Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr an der Frage, ob eine Impfpflicht uns schnellstmöglich die heißersehnte Normalität zurückgeben wird und ob eine solche Maßnahme in einer Demokratie als verhältnismäßig angesehen werden kann. Bei aller Diversität der Meinungen sollten valide und signifikante Erkenntnisse der Wissenschaft meiner Ansicht nach nicht außer Acht gelassen werden. Ein Aufruf, seinen Impfschutz auffrischen oder sich gar erstmalig impfen zu lassen, erscheint mir an dieser Stelle angesichts der gegenwärtigen Situation mehr als gerechtfertigt!
Einhergehend mit den Inzidenzen hagelte es wieder Absagen von Weihnachtsmärkten, Weihnachtsfeiern, Vereinsfesten und ähnlichen gesellschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen. Auch für nächstes Jahr ist die Planungssicherheit leider nicht gegeben. Trotzdem wollen wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Freuen wir uns auf die Eröffnung der Festsaison im Mai nach zwei Jahren Zwangspause! Viele Vereinsaktivitäten sind geplant und die Verantwortlichen brennen darauf, das gesellschaftliche Leben in Goldbach wieder in Schwung zu bringen.

Wir vom Markt Goldbach hoffen auf eine feierliche Eröffnungsfeier des Waldschwimmbads am 7. Mai 2022, ein rauschendes Fest in Unterafferbach anlässlich des 50. Jubiläums des Zusammenschlusses mit Goldbach am letzten Juni-Wochenende, das Nachtschwimmen im frisch sanierten Waldschwimmbad im Juli und die langersehnte Fahrt zu unseren französischen Freunden nach Courseulles im September, denn...

»Die Hoffnung hilft uns leben.« (Johann Wolfgang von Goethe)

Ich wünsche Ihnen auch im Namen des Marktgemeinderats und der gesamten Belegschaft des Markts Goldbach ein wunderschönes, glückliches und friedliches Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben! Genießen Sie die freien Tage in vollen Zügen und rutschen Sie gut in das Jahr 2022, in dem die glücklichen Momente überwiegen.

Herzlichst
Ihre Bürgermeisterin
Sandra Rußmann

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