Sonntag, 25.07.2021

Von Felsenmeer und Nibelungen

Entdecken: Neuer Rundweg »3 im Wald« in Miltenberg und Jugendwanderweg in Bürgstadt

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... und Kriemhild Fotos: Josef Eck
Foto: Josef Eck
Der Alberich ...
Foto: Josef Eck
Manch­mal muss man gar nicht weit fah­ren, um et­was Neu­es zu ent­de­cken. Ober­halb des Markt­plat­zes in Mil­ten­berg star­tet zum Bei­spiel der neue Rund­weg »3 im Wald« - ein High­light für al­le Al­ters­klas­sen.

Einsteigen kann man mit dem »NaturBarfußpfad« über zwei Etappen (jeweils circa 200 Meter lang) vom »Schnatterloch« zum »Ottostein«. Der Pfad ist ein natürlicher Waldweg mit Steinchen, Zapfen, Laub, Erde und allem, was in der Natur auf dem Weg liegen und mit den nackten Fußsohlen erfühlt werden kann.

Nach der Hälfte des Pfades kann man den Füßen eine Pause gönnen, am Picknickplatz rasten und die Geschicklichkeit an Holzspielgeräten testen. Anschließend erreicht man das spektakuläre Naturdenkmal »Felsenmeer«, ein Relikt aus den letzten Eiszeiten. Es ist das Ergebnis geologischer Prozesse, die vor etwa 245 Millionen Jahren begannen. Wer genug gestaunt hat, begibt sich ab dem Ottostein auf den etwa 600 Meter langen »Kunstpfad« zum Aussichtspunkt oberhalb der Mildenburg. Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 7 der Mittelschule Miltenberg sowie freie Künstler präsentieren hier unterschiedliche Kunstprojekte, die sie unter dem Aspekt Umweltschutz angefertigt haben.

Ab dem Aussichtspunkt werden außerdem verschiedene Baumarten auf Tafeln anschaulich und leicht verständlich auf Deutsch und Englisch erklärt. Diesem »Baumerklärpfad« etwa 500 Meter folgend, gelangt man zurück zum Ausgangspunkt am Schnatterloch.

Ein weiterer neuer Weg ist der markierte Jugendwanderweg (JW) Bürgstadt. Er startet auf dem Parkplatz Stutz. Man folgt immer dem Markierungszeichen und erreicht nach kurzem Anstieg die Stutzkapelle mit Ausblick auf Bürgstadt. Danach geht es in einer Rechtskurve stetig ansteigend in Richtung Ruine Centgrafenkapelle. Auch sie spendiert einen grandiosen Ausblick auf das Maintal.

Hier stößt der Weg auf den »Nibelungensteig«. Der zertifizierte Weitwanderweg durchquert den Odenwald von West nach Ost auf 130 Kilometer und circa 4000 Höhenmeter. Dies gab auch den Anstoß dafür, hier neun Sandsteinskulpturen zur Nibelungensage aufzustellen.

Skulpturenpfad

Der Skulpturenpfad beginnt gleich hinter der Centgrafenkapelle und entführt auf circa 1,5 Kilometer Länge in die Welt der Nibelungen. Das gesamte Projekt wurde vom Odenwaldklub Miltenberg (OWK) angestoßen und von Sponsoren finanziert. Gestaltet wurden die Skulpturen von Schülerinnen und Schülern der Mittelschule Miltenberg unter Anleitung von Bildhauermeister Alexander Schwarz. Info-Tafeln dazu hat eine Klasse der Mittelschule Bürgstadt entwickelt.

Man folgt immer dem Zeichen JW und kann neben den Skulpturen auch diverse Relikte der Sandsteinverarbeitung aus dem Mittelalter bewundern. Am Ende der Skulpturenstrecke gelangt man erneut zu einem Aussichtspunkt, von dem aus auf das Tal der Erf, die Höhen des Odenwaldes bis ins badische Bauland bei Tauberbischofsheim geblickt werden kann. Wenige hundert Meter weiter liegt ein keltischer Ringwall mit Ausgrabungen.

Weiter geht es jetzt relativ eben auf dem Höhenrücken bis zum Gipfelkreuz (Höchster Punkt des Wannenberges). Ein idyllischer Fleck zum Rasten. Auch den Eintrag in das Gipfelbuch sollte man nicht vergessen! Der JW führt noch ein kurzes Stück weiter, bevor er umkehrt und wieder in Richtung Bürgstadt leitet. Der gesamte Weg ist rund zehn Kilometer lang.

bEine Übersichtskarte sowie eine detaillierte Wegbeschreibung und GPX-Daten zum Herunterladen gibt es auf der Internetseite des Odenwaldklubs Miltenberg www.owk-miltenberg.de

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