Montag, 02.08.2021

In drei bis vier Etappen zu schaffen

Fernwandern: Der neue Spessartweg 3 führt von Bad Soden-Salmünster nach Heigenbrücken

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Der neue Fernwanderweg Spessartweg 3 (Bad-Soden-Salmünster - Heigenbrücken) wird am 18. Juni eröffnet. hier: Blick auf Heigenbrücken, Ortsansicht. Foto: Petra Reith Bildunterschrift 2020-06-15 --> Heigenbrücken - Nach 60 Kilometern sind die Wanderer am Ziel:
Vom Luftkurort Heigenbrücken können sie per Bahn nach Salmünster zurückfahren - oder auf dem Spessartweg 2 bis nach Stadtprozelten wandern. Foto: Petra Reith
Foto: Petra Reith
Lettgenbrunn, Ortsteil von Jossgrund im Spessart Bildunterschrift 2020-06-15 --> Lettgenbrunn - Der idyllische Blick auf den Jossgrunder Ortsteil lässt nicht vermuten, dass Lettgenbrunn ein schweres Schicksal hatte: Der entvöl-kerte Ort wurde im Zweiten Weltkrieg als Bombenabwurf-Übungsplatz missbraucht. Foto: Michael Seiterle
Foto: Michael Seiterle
Wan­de­rer kön­nen nun oh­ne Un­ter­b­re­chung den Spess­art auf Qua­li­täts­we­gen von Nord nach Süd durch­sch­rei­ten: Seit 18. Ju­ni ist der Spess­art­weg 3 er­öff­net, der in Bad So­den-Sal­müns­ter (Main-Kin­zig-Kreis) am Bahn­hof be­ginnt und über 60 Ki­lo­me­ter nach Hei­gen­brü­cken (Kreis Aschaf­fen­burg) führt.

Der Fernwanderweg verläuft bei insgesamt 1500 Höhenmetern über Bad Orb, Ruine Beilstein, Lettgenbrunn, Wiesbüttmoor, Mosborn sowie Habichsthal nach Heigenbrücken und verknüpft den Premiumweg Spessartbogen im Kinzigtal und den Spessartweg 2 von Heigenbrücken nach Stadtprozelten im Kreis Miltenberg.

Auch der neue Spessartweg 3 ist beim Deutschen Wanderverband für die Zertifizierung als »Qualitätsweg Wanderbares Deutschland« angemeldet. Mit Hilfe eines Punktesystems erhielte er dann ein Prädikat als besonders schöner Wanderweg.

Die Markierung ist ähnlich wie bei den anderen Spessartwegen das weiß-blaue Täfelchen mit dem Specht. Los geht's am Bahnhof von Bad Soden-Salmünster. Nach 16 Kilometern kommt mit Bad Orb der nächste Kurort. Die Hälfte des Weges ist nach weiteren 14 Kilometern absolviert - in Jossgrund-Lettgenbrunn (Main-Kinzig-Kreis), einem ab 1947 von Flüchtlingen wiederaufgebauten Ort mit einer Kirche, unter derenDach sich je ein Raum für Katholiken und Protestanten befinden. Vor der nächsten Station - dem beschaulichen Frammersbacher Ortsteil Habichsthal (Main-Spessart-Kreis) - überschreiten die Wanderer die hessisch-bayerische Grenze. Von dort sind noch elf Kilometer zu absolvieren bis zum Ziel, dem Bahnhaltepunkt des Luftkurorts Heigenbrücken.

Wer will, kann weitere 58 Kilometer auf dem Spessartweg 2 bis Stadtprozelten marschieren - dann hätte er die Verbindung von Kinzig und Main geschafft. Oder er biegt oberhalb von Waldaschaff (Kreis Aschaffenburg) auf den Spessartweg 1 ab - entweder Richtung Aschaffenburg oder Richtung Gemünden.

Die 60 Kilometer des Spessartwegs 3 lassen sich in drei oder vier Etappen absolvieren - entweder mit Übernachtungen in Bad Orb und Flörsbachtal-Flörsbach (Main-Kinzig-Kreis) oder mit Stopps in Bad Orb, Lettgenbrunn und Habichsthal. In allen Orten finden sich Unterkünfte. Vom Ziel Heigenbrücken können die Wanderer mit Zügen über Hanau nach Bad Soden zurückkehren. Wer will, kann den Spessartweg 3 auch in Heigenbrücken beginnen: Die Strecke ist in beiden Richtungen markiert.

bIm Internet findet man die Tour unter www.spessartweg.de/ spessartweg-3/der-weg.html. Für die Spessartwege 1 bis 3 ist außerdem ein handliches Tourenbegleiter-Heft erschienen (gratis beim Tourismusverband Spessart-Mainland, Tel. 06022 261020.

Hintergrund

Nach 60 Kilometern sind die Wanderer am Ziel: Vom Luftkurort Heigenbrücken können sie per Bahn nach Salmünster zurückfahren - oder auf dem Spessartweg 2 bis nach Stadtprozelten wandern. Archivfoto:

Neu: die »Mittelalter-Radroute«

Eine neue »Mittelalter-Radroute« verläuft von Büdingen über Gelnhausen und Bad Orb (alle Main-Kinzig-Kreis) nach Lohr (Main-Spessart-Kreis). Die86-Kilometer-Strecke mit 2170 Höhenmetern verbindet »märchenhafte Altstädte, historische Orte sowie Burgen, Schlösser und Kirchen miteinander«, wie die Spessart Tourismus und Marketing GmbH mitteilt.

Die Route werde nur für sportliche Radfahrer als Tagesetappe oder als E-Bike-Tour empfohlen. Für Elektroräder gebe es unterwegs Ladestationen. Die Mittelalter-Radroute verlaufe auf bestehenden Strecken, oft auf Asphalt. In Lohr endet sie an der Mainlände, wo laut städtischer Touristinformation am 6. Juli eine Infotafel aufgestellt werden soll. ()

Hintergrund

Idyllischer Blick auf den Jossgrunder Ortsteil Lettgenbrunn. Foto:

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