Schluss mit dem Pillenchaos

Pflege: Feste Verantwortung für Medikamente hilft Überblick zu wahren

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ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht vom 12. September 2019: Den Überblick verloren: Bei mehr als zwei oder drei Medikamenten werden Neben- und Wechselwirkungen schnell unkalkulierbar. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ Bildunterschrift 2020-10-01 --> Bei mehreren Medikamenten werden Neben- und Wechselwirkungen schnell unkalkulierbar. Foto: dpa
Foto: Franziska Gabbert
»Hat Pa­pa die blaue Ta­b­let­te schon ge­nom­men?« Sol­che Fra­gen sor­gen in der Pf­le­ge für Stress - vor al­lem, wenn die Ant­wort nicht stimmt. Da­ge­gen hel­fen fes­te Zu­stän­dig­kei­ten. Und ei­ne Do­sier­box.Do­sier­box hilft

Denn zehn Pillen oder gar zwölf, zu unterschiedlichen Zeiten und in verschiedenen Rhythmen: Pflegebedürftige bekommen oft viele oder sehr viele Medikamente. Damit kein Chaos rund um die Tabletten ausbricht, sollte es in der Pflege feste Zuständigkeiten für das Thema geben - also einen Angehörigen, der sich alleine um die Medikation kümmert und so den Überblick behält. Darauf weist die Zeitschrift »Senioren Ratgeber« hin.

Eine Dosierbox kann dabei helfen, die Tabletten richtig auf die verschiedenen Einnahmetage und -zeitpunkte zu verteilen. Achtung: Bei vielen Medikamenten ist es kein Problem, wenn man sie mal eine oder zwei Stunden später oder früher als sonst schluckt. Manche Arzneimittel, gegen Parkinson etwa, müssen aber zum genau richtigen Zeitpunkt eingenommen werden. Ansonsten wirken sie vielleicht nicht.

Im Sitzen

Pflegebedürftige sollten Tabletten immer im Sitzen, einzeln und mit jeweils einem großen Schluck Wasser nehmen. Zu große Tabletten lassen sich eventuell teilen oder mit Überzügen versehen.

Hier sollten Pflegende aber vorher ihren Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Die Profis helfen auch weiter, wenn die Tablettenflut zu groß wird, Nebenwirkungen auftreten oder sich bestimmte Einnahmeformen wie Augentropfen als knifflig erweisen.

Je nach Problem lassen sich die Medikamente dann vielleicht zu Kombipräparaten zusammenfassen oder durch andere Formen oder Wirkstoffe ersetzen.

Hintergrund

Bei mehreren Medikamenten werden Neben- und Wechselwirkungen schnell unkalkulierbar. Foto:

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