Montag, 24.01.2022

Jörg Ziegler ist Kreissieger beim BFV-Ehrenamtspreis 2021

»So ein Verein ist eine Bereicherung«

Eschau
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Jörg Ziegler.
Foto: Daniel Löb
Selbst spielt er schon lan­ge nicht mehr, der Sohn ist kein Fuß­bal­ler ge­wor­den; doch das hält Jörg Zieg­ler nicht da­von ab, sich mit »Herz­blut« für sei­nen Hei­mat­ve­r­ein zu en­ga­gie­ren. »Man macht das ja nicht für sich«, sagt der 49-Jäh­ri­ge:

»So ein Verein ist eine Bereicherung für die Ortschaft, für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.« Dazu will Ziegler seinen Beitrag leisten: Seit 2013 leitet er die Fußball-Abteilung des TSV Eintracht Eschau; jüngst ist er in München als Kreissieger 2021 mit dem BFV-Ehrenamtspreis ausgezeichnet worden.

»Nicht schnell genug geduckt«

Zu seinem Club-Posten kam Jörg Ziegler, der beruflich als Produktmanager arbeitet, als sich der damalige Abteilungsleiter vor acht Jahren nach einem Nachfolger umsah. »Ich habe mich nicht schnell genug weggeduckt«, sagt der gebürtige Eschauer und lacht. Im Ernst ergänzt er: »Ich wollte mich ohnehin wieder mehr im Verein engagieren, nachdem ich einige Jahre gar nichts gemacht hatte.« Das Ende seiner aktiven Laufbahn lag da schon rund ein Jahrzehnt zurück. Anfang 30, berichtet Ziegler, musste er wegen Hüftproblemen mit dem Kicken aufhören. In den Jahren danach habe er sich nicht groß blicken lassen am Fußballplatz.

War dann aber zur Stelle, als er gebraucht wurde. »Vereinsarbeit ist nicht jedermanns Sache. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, um seine Zeit dafür zu opfern«, räumt Jörg Ziegler ein: »Aber sie gibt auch viel zurück.«

Nachdem es zwischenzeitlich »gar nicht so rosig« um die Fußball-Abteilung gestanden habe, sieht der geschiedene 49-Jährige die Eintracht-Kicker aktuell gut aufgestellt. Daran habe die Corona-Pandemie und die damit verbundene lange Pause nichts geändert. »Der Zusammenhalt ist nach wie vor groß«, sagt Ziegler und erzählt: »Sobald es wieder erlaubt war, haben wir uns sofort wieder in Kleingruppen zum Training getroffen - und wenn es nur für zum Fußballtennis war. Danach hat jeder gelechzt.«

Einen nennenswerten Mitgliederschwund habe es nicht gegeben. Auch der Nachwuchs, den die Einschränkungen in Zieglers Augen besonders hart trafen, sei »bei der Stange geblieben«. Mit Ausnahme einiger Wackelkandidaten, die wohl ohnehin irgendwann abgesprungen wären.

Im Kleinfeldbereich unterhält der TSV Eschau seit Jahren eine Spielgemeinschaft mit Eichelsbach und Sommerau. »Eine sehr gute Zusammenarbeit, die wir schätzen und beibehalten wollen«, sagt Jörg Ziegler. Ab der U 13 laufen die Eschauer Nachwuchskicker für JFG Team Spessart auf. »Wir können die Jugendmannschaften ganz gut besetzen, auch was Betreuer und Trainer angeht«, sagt der TSV-Abteilungsleiter.

Mannschaft bereitet Freude

Freude bereitet Jörg Ziegler derzeit auch die erste Mannschaft, die in der A-Klasse Aschaffenburg 5 auf dem vierten Tabellenplatz überwintert. Drei Punkte nur liegt die Eintracht, die eine Partie weniger ausgetragen hat, hinter Spitzenreiter VfL Mönchberg. »Wir haben eine super Mannschaft, einen super Trainer. Es läuft im Moment richtig gut«, sagt Ziegler. Vielleicht klappe es am Saisonende sogar mit dem Aufstieg in die Kreisklasse.

Dass ihn der Vereinsehrenamtsbeauftragte und Aschaffenburger Fußballkreisvorsitzender Adolf Weis für den BFV-Preis ins Spiel brachte, sah Jörg Ziegler anfangs kritisch. »Eigentlich wollte ich es nicht. Ich bin kein Typ, der gerne im Rampenlicht steht«, sagt er. Umgestimmt habe ihn die Aussicht »auf attraktive Sachpreise« - nicht für ihn selbst, sondern für den Verein.

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